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guten Tag Herr Wittrock,
Mit sehr großer Interesse habe ich
mich auf ihrer Internetseite "no hope in dope" umgeschaut und viele
Argumente von ihnen gefunden die mich grübeln ließen...zum Beispiel
"Das Denken wird bruchstückhaft, Gesprächsinhalte werden vergessen und die Konzentration ist gestört. "
erstere Punkte außer frage, aber ob die Konzentration gestört ist? ich hörte bisher anderes.
noch ein weiteres beispiel:
"Haschisch
wird oft gemeinsam mit anderen Drogen konsumiert. In der Partyszene
wird Cannabis als "Downer" verwendet: die unerwünschten Wirkungen
antriebsteigernder Drogen wie Ecstasy, Amphetaminen und Kokain sollen
damit unterdrückt werden. Raver setzen die Droge unter Umständen nach
dem Tanzen zum Abkühlen und Beruhigen ein ("chill out").
Ich glaube
nicht das das ein passendes Argument ist die Jugend von marihuana
abzuhalten. ich denke doch das cannabis als "downer" nicht die gleichen
Wirkungen erzielen soll als wenn man cannabis als einzige Droge zu sich
nimmt. Als reiner Informationwert dient es glaub ich auch nicht
wirklich da es nur wenig mit gezieltem "bekiffen" zu tun hat, da doch
meistens die raver mal mit Marihuana angefangen haben.
dann noch was zu den beschriebenen Risiken:
"Anstelle
einer gehobenen Stimmung können Panik und Angst auftreten, anstelle des
entspannten Glücksgefühls unangenehme und überwältigende
Rauscherlebnisse, LSD-ähnlichen Illusionen und Pseudo-Halluzinationen
bis hin zu cannabisinduzierten wahnhaften Störungen (Verfolgungswahn)
mit ausgeprägten Angstzuständen ("Horrortrip"). In dieser Situation
besteht erhöhte Selbstmordgefahr."
das ist das erste mal das ich so
was in der Art gelesen habe. "Horrortrips" nach oder während dem
Marihuana Konsum, da denke ich doch das das sehr selten ist. bei
anderen Drogen steht dieses Risiko außer frage.
im allgemeinem
finde ich ihre Internetseite eine gute Idee ich habe viele wahre und
gut geschriebene Aspekte entdeckt. meine persönliche Meinung besteht
aber auch darin das die Aspekte gegen Drogen die mit Gott und Jesus in
Verbindung gebracht werden jugendliche eher abschreckt( weil sie oft
einfach anders sein, und sich von der Kirche und Gesellschaft abheben
wollen).
aber das ist nur meine persönliche Meinung das heißt nicht das es nicht die Wahrheit ist.
falls
es sie dazu noch interessiert ich bin "straight edge" das heißt bin
genauso gegen Drogen jeglicher Art vorallem gegen Alkohol.
MFG L. K.
Liebe Frau K.,
Mit der Konzentration im Hasch-Rausch ist das eine zwiespältige Sache.
Ich habe früher unter Einfluss von Cannabis
immer gern und viel gemalt und gezeichnet, Freunde konzentrierten sich
auf ´s Musikmachen. So konnten wir (eine zeitlang) alles andere gut
ausblenden, rein subjektiv betrachtet fühlten wir uns dabei auch noch sehr kreativ. Aber dass ich dann auch
noch bekifft in meine mündliche Latein-Abitur-Prüfung gegangen bin, war ein
schwerer Fehler. In der Schule oder am Arbeitsplatz, bzw. überall da, wo
Aufmerksamkeit und Konzentration gefordert sind, ist Kiffen fehl am Platz. Die
Aufmerksamkeit wird auf irrelevante Nebenreize gerichtet, so dass die Dinge der
Umgebung, (z.B. eine Fliege auf dem
Heftrand) einen neuen Erlebnischarakter
bekommen. Akustische und visuelle Wahrnehmungen (z.B. Sprache, Worte, Bilder,
Schilder oder Musik) erhalten einen neuen Bedeutungsgehalt. Nach längeren
regelmäßigen Kiffperioden hatte ich oft das Gefühl, benebelt zu sein und wie
unter einer „Glocke“ zu leben. Derartige Veränderungen in der Wahrnehmung, der
Reaktion und Denkfähigkeit stellen auch eine besondere Gefährdung bei der
Teilnahme am Straßenverkehr dar, gerade wenn die Dinge einmal anders laufen,
als man das gewohnt ist.
Zum „Horror-Trip“: der Cannabis-Rausch wird tatsächlich
nicht in jedem Fall als positiv erlebt. Als Heimerzieher mit
mehr als 25 Jahren Berufserfahrung, der immer wieder auch kiffende Jugendliche zu betreuen hatte, dazu als „gebranntes Kind“, also als jemand, der viele Jahre selbst
konsumiert und in der Drogenszene gelebt hat, könnte ich ihnen haarstäubende
Geschichten erzählen. Ich belasse es aber dabei aus „Risiko mindern beim Drogengebrauch“, Heudlass, Stöver,
Winkler (Hg.), Fachhochschulverlag, Bd. 37, Frankfurt am Main, 1995) zu
zitieren: „Die innere Verfassung und Umgebungsfaktoren können den Verlauf (des
Cannabisrausches) stark beeinflussen. Anstelle von Euphorie können Angst
und Panik auftreten, anstelle von Glücksgefühl und Zufriedenheit Furcht und Schrecken. Aus atypischen
Rauschverläufen können gelegentlich psychotische Entgleisungen resultieren, die
eigengesetzlich weiter verlaufen und dann praktisch nur noch medikamentös und
in der Psychiatrie zu beeinflussen sind.“ Nicht umsonst legen die
„Beipackzettel“ in niederländischen Cofie – Shops Personen mit einer Anlage zu
psychiatrischen Krankheiten bzw. Herz-Kreislauferkrankungen dringend nahe,
auf den Konsum von Cannabisprodukten
gänzlich zu verzichten. Psychisch Kranke und Menschen, deren Herz nicht in
Ordnung ist, gehen beim Kiffen ein ungleich höheres Risiko ein. Liegt eine
subklinische Herzkrankheit – also ohne sichtbare Probleme und so den Betreffenden gar nicht bekannt -
vor, kann es böse Überraschungen geben.

Was „straight edge“
insbesondere auch Ihre ablehnenden Haltung gegenüber Alkohol anbelangt, gehen
wir konform. Die Probleme, unter denen Kinder und Jugendliche zur Zeit
insgesamt aufgrund Ihres Konsums
legaler Drogen (Alkohol, Nikotin und Pillen) leiden, überwiegen die aktuell zu verzeichnenden negativen Folgen des
kindlichen bzw. jugendlichen Gebrauchs illegaler Drogen, den ich im Übrigen
allein schon aufgrund eigener, leidvoller Erfahrungen in keiner Weise
verharmlosen will, um ein Vielfaches.
Bleibt die von Ihnen angesprochen Frage nach den deutlich
auf Gott und Jesus hin ausgerichteten Aspekten meiner Internetseiten: Je weniger der Mensch heute und in Zukunft
sein Leben ohne Gottes Mitsprache zu bewältigen versucht, desto mehr wird er
ein Opfer aller möglichen und unmöglichen Verführungen. Je weniger der Mensch
sich Jesus Christus und seiner verheißungsvollen Botschaft vom sinnerfüllten
Leben öffnet, um so mehr wird er auf die Drogenapostel hören und von ihnen
total manipuliert werden. Je weniger der Mensch sich den Wirkungen des Heiligen
Geistes aussetzt, um so mehr wird er ein „chemisches Pfingsten“ anzustreben
versuchen, um damit seine hoffnungslos religiöse Sehnsucht zu befriedigen.
Davon bin ich überzeugt, und so ist es mein Anliegen, das weiter zu geben, was
ich selbst als Hilfe erfahren habe. Als jemand, der viele Jahre exzessiven
Drogenmissbrauch betrieben hat, bevor er durch Jesus Christus Vergebung, Veränderung, Befreiung und Hilfe
erfahren hat, sehe ich mich in einer besonderen Verantwortung im Blick auf die
Süchtigen, Suchtgefährdeten und von der Sucht geheilten, die in der Gefahr
stehen , wieder rückfällig zu werden! Suchenden, besonders den Außenseitern
der Gesellschaft, die mich nach meinem Glauben und Möglichkeiten der Hilfe bei
der Lebensbewältigung fragen, möchte ich Rede und Antwort stehen bzgl. „der
Hoffnung, die in mir ist“ (1.Petr. 3,15) . Aus meinem Glauben an Jesus heraus
habe ich den Hoffnungslosen Hoffnung anzubieten, und das gilt nicht nur
Alkoholikern, Drogensüchtigen, Ausgeflippten und Freaks. Ganz "normale Leute"
haben es eventuell sogar erheblich schwerer zu erkennen, dass ein Leben ohne
Gott in die Dunkelheit geht und dass auch sie den Heiland nötig haben! Seit
meiner Taufe 1981 – solange lebe ich jetzt auch schon ohne Drogen und Rausch! -
gehöre ich einer freien Christengemeinde an und bin in keiner Kirche oder Sekte
organisiert.
Mit herzlichem Dank für Ihr Feedback,
Joe
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