Dienstag, 7. September 2010
 
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Die Bibel
Dienstag, 07. September 2010
Sie sollen erfahren, dass ich, der HERR, ihr Gott, bei ihnen bin und dass die vom Hause Israel mein Volk sind, spricht Gott der HERR.
Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er zuvor erwählt hat.
Joe Rahn - innovative Dienstleistungen und mehr

 
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guten Tag Herr Wittrock,

Mit sehr großer Interesse habe ich mich auf ihrer Internetseite "no hope in dope" umgeschaut und viele Argumente von ihnen gefunden die mich grübeln ließen...zum Beispiel
"Das Denken wird bruchstückhaft, Gesprächsinhalte werden vergessen und die Konzentration ist gestört. "
erstere Punkte außer frage, aber ob die Konzentration gestört ist? ich hörte bisher anderes.
noch ein weiteres beispiel:
"Haschisch wird oft gemeinsam mit anderen Drogen konsumiert. In der Partyszene wird Cannabis als "Downer" verwendet: die unerwünschten Wirkungen antriebsteigernder Drogen wie Ecstasy, Amphetaminen und Kokain sollen damit unterdrückt werden. Raver setzen die Droge unter Umständen nach dem Tanzen zum Abkühlen und Beruhigen ein ("chill out").
Ich glaube nicht das das ein passendes Argument ist die Jugend von marihuana abzuhalten. ich denke doch das cannabis als "downer" nicht die gleichen Wirkungen erzielen soll als wenn man cannabis als einzige Droge zu sich nimmt. Als reiner Informationwert dient es glaub ich auch nicht wirklich da es nur wenig mit gezieltem "bekiffen" zu tun hat, da doch meistens die raver mal mit Marihuana angefangen haben.

dann noch was zu den beschriebenen Risiken:

"Anstelle einer gehobenen Stimmung können Panik und Angst auftreten, anstelle des entspannten Glücksgefühls unangenehme und überwältigende Rauscherlebnisse, LSD-ähnlichen Illusionen und Pseudo-Halluzinationen bis hin zu cannabisinduzierten wahnhaften Störungen (Verfolgungswahn) mit ausgeprägten Angstzuständen ("Horrortrip"). In dieser Situation besteht erhöhte Selbstmordgefahr."
das ist das erste mal das ich so was in der Art gelesen habe. "Horrortrips" nach oder während dem Marihuana Konsum, da denke ich doch das das sehr selten ist. bei anderen Drogen steht dieses Risiko außer frage.

im allgemeinem finde ich ihre Internetseite eine gute Idee ich habe viele wahre und gut geschriebene Aspekte entdeckt. meine persönliche Meinung besteht aber auch darin das die Aspekte gegen Drogen die mit Gott und Jesus in Verbindung gebracht werden jugendliche eher abschreckt( weil sie oft einfach anders sein, und sich von der Kirche und Gesellschaft abheben wollen).
aber das ist nur meine persönliche Meinung das heißt nicht das es nicht die Wahrheit ist.

falls es sie dazu noch interessiert ich bin "straight edge" das heißt bin genauso gegen Drogen jeglicher Art vorallem gegen Alkohol.
MFG L. K.

 

Liebe Frau K.,

Mit der Konzentration im Hasch-Rausch ist das eine zwiespältige Sache. Ich habe früher unter Einfluss von Cannabis  immer gern und viel gemalt und gezeichnet, Freunde konzentrierten sich auf ´s Musikmachen. So konnten wir (eine zeitlang) alles andere gut ausblenden, rein subjektiv betrachtet fühlten wir uns dabei auch noch sehr kreativ. Aber dass ich  dann auch noch bekifft in meine mündliche Latein-Abitur-Prüfung gegangen bin, war ein schwerer Fehler. In der Schule oder am Arbeitsplatz, bzw. überall da, wo Aufmerksamkeit und Konzentration gefordert sind, ist Kiffen fehl am Platz. Die Aufmerksamkeit wird auf irrelevante Nebenreize gerichtet, so dass die Dinge der Umgebung, (z.B. eine  Fliege auf dem Heftrand)  einen neuen Erlebnischarakter bekommen. Akustische und visuelle Wahrnehmungen (z.B. Sprache, Worte, Bilder, Schilder oder Musik) erhalten einen neuen Bedeutungsgehalt. Nach längeren regelmäßigen Kiffperioden hatte ich oft das Gefühl, benebelt zu sein und wie unter einer „Glocke“ zu leben. Derartige Veränderungen in der Wahrnehmung, der Reaktion und Denkfähigkeit stellen auch eine besondere Gefährdung bei der Teilnahme am Straßenverkehr dar, gerade wenn die Dinge einmal anders laufen, als man das gewohnt ist.

Zum „Horror-Trip“: der Cannabis-Rausch wird tatsächlich nicht in jedem Fall als positiv erlebt. Als Heimerzieher mit mehr als 25 Jahren Berufserfahrung, der immer wieder auch kiffende Jugendliche zu betreuen hatte, dazu als „gebranntes Kind“, also als jemand, der viele Jahre selbst konsumiert und in der Drogenszene gelebt hat, könnte ich ihnen haarstäubende Geschichten erzählen. Ich belasse es aber dabei  aus „Risiko mindern beim Drogengebrauch“, Heudlass, Stöver, Winkler (Hg.), Fachhochschulverlag, Bd. 37, Frankfurt am Main, 1995) zu zitieren: „Die innere Verfassung und Umgebungsfaktoren können den Verlauf  (des  Cannabisrausches) stark beeinflussen. Anstelle von Euphorie können Angst und Panik auftreten, anstelle von Glücksgefühl und Zufriedenheit  Furcht und Schrecken. Aus atypischen Rauschverläufen können gelegentlich psychotische Entgleisungen resultieren, die eigengesetzlich weiter verlaufen und dann praktisch nur noch medikamentös und in der Psychiatrie zu beeinflussen sind.“ Nicht umsonst legen die „Beipackzettel“ in niederländischen Cofie – Shops Personen mit einer Anlage zu psychiatrischen Krankheiten bzw. Herz-Kreislauferkrankungen dringend nahe, auf  den Konsum von Cannabisprodukten gänzlich zu verzichten. Psychisch Kranke und Menschen, deren Herz nicht in Ordnung ist, gehen beim Kiffen ein ungleich höheres Risiko ein. Liegt eine subklinische Herzkrankheit – also ohne sichtbare Probleme  und so den Betreffenden gar nicht bekannt - vor, kann es böse Überraschungen geben.    

droege
 

Was „straight edge“ insbesondere auch Ihre ablehnenden Haltung gegenüber Alkohol anbelangt, gehen wir konform. Die Probleme, unter denen Kinder und Jugendliche zur Zeit insgesamt  aufgrund Ihres Konsums legaler Drogen (Alkohol, Nikotin und Pillen) leiden,  überwiegen die aktuell zu verzeichnenden negativen Folgen des kindlichen bzw. jugendlichen Gebrauchs illegaler Drogen, den ich im Übrigen allein schon aufgrund eigener, leidvoller Erfahrungen in keiner Weise verharmlosen will, um ein Vielfaches.

Bleibt die von Ihnen angesprochen Frage nach den deutlich auf Gott und Jesus hin ausgerichteten Aspekten meiner Internetseiten:  Je weniger der Mensch heute und in Zukunft sein Leben ohne Gottes Mitsprache zu bewältigen versucht, desto mehr wird er ein Opfer aller möglichen und unmöglichen Verführungen. Je weniger der Mensch sich Jesus Christus und seiner verheißungsvollen Botschaft vom sinnerfüllten Leben öffnet, um so mehr wird er auf die Drogenapostel hören und von ihnen total manipuliert werden. Je weniger der Mensch sich den Wirkungen des Heiligen Geistes aussetzt, um so mehr wird er ein „chemisches Pfingsten“ anzustreben versuchen, um damit seine hoffnungslos religiöse Sehnsucht zu befriedigen. Davon bin ich überzeugt, und so ist es mein Anliegen, das weiter zu geben, was ich selbst als Hilfe erfahren habe. Als jemand, der viele Jahre exzessiven Drogenmissbrauch betrieben hat, bevor er durch Jesus Christus  Vergebung, Veränderung, Befreiung und Hilfe erfahren hat, sehe ich mich in einer besonderen Verantwortung im Blick auf die Süchtigen, Suchtgefährdeten und von der Sucht geheilten, die in der Gefahr stehen , wieder rückfällig zu werden! Suchenden, besonders den Außenseitern der Gesellschaft, die mich nach meinem Glauben und Möglichkeiten der Hilfe bei der Lebensbewältigung fragen, möchte ich Rede und Antwort stehen bzgl. „der Hoffnung, die in mir ist“ (1.Petr. 3,15) . Aus meinem Glauben an Jesus heraus habe ich den Hoffnungslosen Hoffnung anzubieten, und das gilt nicht nur Alkoholikern, Drogensüchtigen, Ausgeflippten und Freaks. Ganz "normale Leute" haben es eventuell sogar erheblich schwerer zu erkennen, dass ein Leben ohne Gott in die Dunkelheit geht und dass auch sie den Heiland nötig haben! Seit meiner Taufe 1981 – solange lebe ich jetzt auch schon ohne Drogen und Rausch! - gehöre ich einer freien Christengemeinde an und bin in keiner Kirche oder Sekte organisiert.

Mit herzlichem Dank für Ihr Feedback,

Joe

       

 

 

Letzte Aktualisierung ( Montag, 29. Dezember 2008 )