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Mittwoch, 08. Februar 2012
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Herztod - Kokain tötet plötzlich PDF Drucken E-Mail
kokain.gif

Wenn scheinbar gesunde und fitte Menschen der Herztod aus heiterem Himmel trifft, könnten Drogen im Spiel sein: Kokain erhöht das Risiko für den „Sudden Death“.

Kokain spielt in mehr als drei Prozent der Fälle von plötzlichem Herztod eine Rolle. Das hat eine Studie spanischer Mediziner ergeben. „Unsere Untersuchung zeigt, dass der Kokainkonsum Änderungen am Herzen und an den Arterien auslöst, die zum plötzlichen Tod führen können“, erklärt Joaquín Lucena vom Institut für Gerichtsmedizin in Sevilla. Dabei spiele es keine Rolle, ob jemand viel oder wenig Kokain konsumiere. „Jede Menge dieses Rauschgifts ist potenziell schädlich.“ Tabak oder Alkohol würden die negative Wirkung von Kokain noch verstärken.

Die Mediziner hatten die Daten von 668 Menschen untersucht, die in der Zeit von 2003 bis 2006 im Südwesten Spaniens Opfer eines plötzlichen Herztods geworden waren. Alle Todesopfer, bei denen Kokain im Spiel war, waren Männer zwischen 21 und 45 Jahren. Drei Viertel hatten vor ihrem Tod auch Alkohol getrunken, 80 Prozent waren Raucher.

Die Forscher gehen davon aus, dass Fälle von „Sudden Death“ als Folge von Kokain auch in anderen Ländern Europas immer häufiger vorkommen werden. Der Konsum des Rauschgifts sei zu einem öffentlichen Gesundheitsproblem geworden. In Europa konsumieren nach Angaben der Mediziner zwölf Millionen Menschen – 3,7 Prozent der Bevölkerung von 15 bis 64 Jahren – die Droge. Spitzenreiter seien momentan Spanien, Italien und Großbritannien.

Info: Focus Online Gesundheit 13.01.10

mehr zum Thema Kokain: http://no-hope-in-dope.de/content/view/29/30/

 

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 19. Januar 2010 )