Über
die Zeichen der Zeiten
Als er aber auf dem Ölberg saß, traten seine
Jünger für sich allein zu ihm und sprachen: Sage uns, wann wird das sein,
und was ist das Zeichen deiner Ankunft und der Vollendung des Zeitalters? Matthäus
24,3
Und es werden Zeichen sein an Sonne
und Mond und Sternen und auf der Erde Angst der Nationen in Ratlosigkeit bei
brausendem und wogendem Meer während die Menschen verschmachten
vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen, denn die
Kräfte der Himmel werden erschüttert werden. Und dann werden sie den Sohn
des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit Macht und großer
Herrlichkeit. Wenn aber diese Dinge
anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure
Erlösung naht. Lukas 21, 25-28
Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Wenn
es Abend geworden ist, so sagt ihr: Heiteres Wetter, denn der Himmel ist
feuerrot; und frühmorgens: Heute stürmisches Wetter, denn
der Himmel ist feuerrot und trübe. Das Aussehen des Himmels wisst ihr zwar zu
beurteilen, aber die Zeichen der Zeiten
könnt ihr nicht beurteilen. Matthäus 16, 2-3
Er sprach zu ihnen: Es ist nicht eure
Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seiner eigenen
Vollmacht festgesetzt hat. Apg. 1,7
Was aber die Zeiten und Zeitpunkte betrifft,
Brüder, so habt ihr nicht nötig, dass euch geschrieben wird. Denn ihr selbst wisst genau, dass der
Tag des Herrn so kommt wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie sagen: Friede und
Sicherheit!, dann kommt ein plötzliches Verderben über sie, wie die
Geburtswehen über die Schwangere; und sie werden nicht entfliehen.
1.Thessalonicher 5, 1- 3
Und du, Daniel, halte die Worte geheim und
versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes! Viele werden suchend
umherstreifen, und die Erkenntnis wird sich mehren. Daniel 12,4
1.
„Zeichen der Zeit“ – Was ist gemeint?
GOTTES Wort nennt uns gewisse Ereignisse und Entwicklungen,
die dann, wenn sie eintreten, als „Zeichen
der Zeiten“ dienen, die von denen (richtig) gedeutet werden können, die
GOTTTES Wort lieben und kennen. Das Studium der Heiligen Schrift und die
Erleuchtung durch den HEILIGEN GEIST führen dazu. Von Anfang an haben Glaubende
geforscht und ihre Forschungsergebnisse veröffentlicht.
Luther hat die kriegerischen Ereignisse seiner Zeit und
den Verfall der römischen Geistlichkeit als Erfüllung der endzeitlichen
„Zeichen“ gedeutet. Albrecht Bengel sah in seiner Zeit alle „Zeichen“ für die
Wiederkunft des HERRN erfüllt und berechnete ein genaues Datum der Parusie
JESU. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Christenheit überschwemmt mit Deutungen der unterschiedlichsten
Tagesereignisse. Alle diese Aussagen haben eins gemeinsam: Sie sind von dem
Fortgang der Geschichte überholt.
Immerhin geht es um nichts Geringeres als um die Wiederkunft des HERRN JESUS CHRISTUS für
Seine Gemeinde und damit verbunden die Errichtung Seiner Königsherrschaft auf
der Erde.
Die Feststellung, dass bis heute die meisten der Deutungen
längst überholt sind, braucht uns nicht zu beunruhigen. Bis es „soweit ist“, können alle Erkenntnisse und Deutungen nur
vorläufiger Art sein. Das „Büchlein ist noch versiegelt“ (Daniel 12,4: Jesaja 8,16), die Offenbarung noch verschlossen. Wenn es aber soweit ist, liegt alles
offen und klar vor den Augen derer, die „Seine Erscheinung liebhaben“ (2.Timotheus 4,8). Sie werden dann erkennen, dass sie früher Vorläufiges für das
Endgültige, Hinweise für die Sache selbst gehalten haben und dass sie sich ganz
einfach irrten.
- Die Wehen beginnen –„Noch nicht das Ende“.
Lukas 21,9: Wenn ihr aber von Kriegen und Empörungen hören
werdet, so erschreckt nicht! Denn dies muss vorher geschehen, aber das Ende [ to telos] ist nicht sogleich da.
Markus 13, 7-8: Wenn ihr aber von Kriegen und
Kriegsgerüchten hören werdet. So erschrecket nicht! Es muss geschehen, aber es
ist noch nicht das Ende [ to telos].
Denn es wird sich Nation gegen Nation und Königreich gegen Königreich erheben;
es werden Erdbeben sein an verschiedenen Orten, es werden Hungersnöte sein. Dies ist der Anfang der Wehen.
Matthäus 24,8: Alles
dies aber ist der Anfang der Wehen.
Alles drängt auf das Endziel [telos] zu.
GOTT hat Seinen Heilsplan, der sich absolut pünktlich
erfüllt.
Warum, so fragen viele, brauchte GOTT für die Vollendung des
Zeitalters jetzt schon fast 2000 Jahre? Die Antwort finden wir in 2.Petrus 3,9,
wo es heißt: „ Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine
Verzögerung halten, sondern er ist
langmütig euch gegenüber, da er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen,
sondern dass alle zur Buße kommen.“ Das bedeutet: GOTT ist nicht, wie es
den Anschein haben könnte, mit Seinem Heilsplan in Verzug geraten, sondern es
ist Sein Wille, das Netz immer wieder auszuwerfen, damit du und ich und viele
andere vom Verlorensein gerettet werden können - möglichst alle! Die „festgesetzte Zeit“
(Daniel 8,19) aber wird eingehalten. Wir müssen uns in Geduld üben. (Jakobus 5, 7-8: Habt nun Geduld, Brüder, bis zur Ankunft des
Herrn! Siehe, der Bauer wartet auf die köstliche Frucht der Erde und hat
Geduld ihretwegen, bis sie den Früh- und
Spätregen empfange. Habt auch ihr Geduld, stärkt eure
Herzen! Denn die Ankunft des Herrn ist nahe gekommen.) Im Augenblick
wissen wir nicht „Zeiten und Zeitpunkte, die der VATER in Seiner eigenen
Vollmacht festgesetzt hat“ (Apg.1, 7). Mehr
zu dem Thema in der CFD-Schrift 184. Wir wissen aber, dass die Zeit der
Ankunft des HERRN JESUS nahe ist.
2.1. Woher
wissen wir das?
GOTT hat uns - wie
gesagt – „Zeichen“ gegeben, an denen wir erkennen können, wie weit die Zeit
vorangeschritten ist. Diese „Zeichen“ sind
ganz unterschiedlicher Natur, und sie müssen gedeutet werden. Solche
Deutungen könne richtig sein oder falsch. Die Bibel nennt uns Entwicklungen aus den Bereichen der Weltpolitik, der
Religion, der Natur, der Ethik u.a. als solche „Zeichen der Zeiten“. Von Anfang
an hat man daraufhin versucht, besonders auffällige Erscheinungen als
Endzeitzeichen zu erklären. Damit verbunden
war dann die Erwartung der nahen
Wiederkunft des HERRN. Genration um Generation aber ging dahin, ohne dass
Er gekommen ist. Und immer noch sind „Weisheit und Verstand der Verständigen“ (Offb. 13,18; Dan. 12,20) am Werk,
Zeichen zu bestimmen und zu deuten, und je näher wir der Erfüllung kommen, umso genauer und besser stimmen Zeichen und
ihre Deutungen mit den biblischen Vorgaben überein.
Ein
Beispiel: Die frühe Christenheit hielt den römischen Kaiser Nero für den
Antichristen (das „Tier“ aus Ofenbarung13). Sogar die ominöse Zahl 666 passte
auf ihn. Er war es nicht. Luther glaubte, im Papsttum seiner Zeit das „Tier“
sehen zu müssen. Vieles war geschehen: 1440 war der Buchdruck erfunden worden
und machte die „weltweite“ Verbreitung von allerlei Gedankengutmöglich. Die
Entdeckung Amerikas und die Reisen der Entdecker (z.B. Bartolomeo Diaz, John
Carbot, Magellan) weiteten den Blick auf die Welt beträchtlich au. Die Fugger
waren auf dem Höhepunkt ihrer Macht.
Kunst und Geisteswissenschaften blühten. Erasmus von Rotterdam und
andere verbreiteten die Ideen des Humanismus, die von vielen als Bedrohung des
Christentums angesehen wurden. Die Türkenheere bedrohten das Abendland. Die
Syphilis breitete sich rasant aus. Die Erkenntnis nimmt zu, und auch die „Zeichen“ zeigen sich
eindeutiger. Das, was z.B. früher nur für einen kleinen Teil der Menschheit
zutraf, betrifft mit zunehmender Globalisierung immer mehr Personen, was früher unvorstellbar war, erscheint heute
nicht mehr als Utopie.
Es ist hier nicht möglich, alle in der Bibel genannten „Zeichen“ aufzuführen. Wir müssen uns
auf einige wenige beschränken. Vorher sollten wir uns etwas mit der Chronologie beschäftigen.
2.2. Wann beginnt die „Zeit des Endes“ und wie
lange dauert sie?
Im Daniel ist 6x von der „Zeit des Endes“ (Daniel 8, 17; 8,19; 11,35; 11,40; 12,4; 12,9)
die Rede. Gemeint ist da die Zeit, in
der „für Israel das Reich wieder
hergestellt wird“. (Apostelgeschichte 1,6)
Gleichzeitig finden weltweit Gerichte
statt über die Völker der Erde, insbesondere über deren Verhalten Israel gegenüber.
Daniel schreibt über die Erfüllung der diesbezüglichen Pläne
GOTTES, das Endziel einer Entwicklung, die gleich nach Auferstehung und
Himmelfahrt CHRISTI anfing und am Ende
dieser „Endzeit“ (von dem Daniel schreibt) voll ausgereift sein wird. Das
„Geheimnis der Gesetzlosigkeit“ war
bereits zur Zeit des Apostels Paulus wirksam, konnte sich jedoch damals noch
nicht offenbaren, weil die Zeit dafür noch nicht erfüllt war (lies
2.Thessalonicher 2, 6-8; CfD-Schriften 184 „Zeiten und Zeitpunkte“ und 198
„Geheimnisse im Neuen Testament“). Wenn
es aber soweit ist, wird sich alles schnell
aber geordnet entfalten und
erfüllen.
Der HERR JESUS gibt Seinen Jüngern (und damit auch uns)
zunächst Einblick in das, was vor dem
Erreichen des „Endes“ (Telos = Endziel,
nicht „Ende“ im Sinne von „Schluss“) geschieht.
ER spricht bildhaft vom „Anfang
der Wehen“ (Matthäus 24,8). Diese „Wehen“ dauern schon lange an (lies Römer
8, 22-25!), steigern sich aber, werden heftiger und schmerzhafter bis zur
Geburt.
In den Endzeitreden JESU wird diese Steigerung deutlich. Wir
werden staunend Zeugen davon, wie sich
eines nach dem anderen erfüllt.
Doch jetzt zu den Zeichen:
3.
Einige
der „Zeichen“
3.1. Israel
3.1.1.
Das Gleichnis vom Feigenbaum:
Markus 13,28: Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis:
Wenn sein Zweig schon weich4 geworden ist und die Blätter hervor treibt,
erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist.
Hier ist nicht die Rede von irgendeinem beliebigen
Feigenbaum. Die Jünger erinnerten sich gut an den bestimmten Feigenbaum, dessen plötzliches Verdorren sie
nachdenklich gemacht hatte (Matthäus 21;
Markus 11). Während der HERR JESUS zunächst als Nutzanwendung über den Glauben der Jünger spricht, nimmt ER
später das Ereignis als „Feigenbaumgleichnis“ wieder auf.
Vielleicht haben wir uns im Verein mit den Jüngern gewundert
über das, was da geschehen war:
Der HERR JESUS hatte Hunger.
-
ER sah von weitem einen Feigenbaum.
-
Obwohl
jedermann wusste, dass „es nicht die Zeit der Feigen war“, suchte ER
Früchte an dem Baum.
-
Als ER (natürlich) keine fand, verfluchte ER den
Feigenbaum.
-
Dieser verdorrte „alsbald von den Wurzeln an“.
Die Jünger mussten bei allem Respekt zunächst denken, dass
der HERR JESUS aus Enttäuschung, Ärger oder Wut seine göttliche Macht dazu
angewendet hätte, „es“ dem Baum „zu
zeigen“. Wie aber passte das zu dem Charakter und zu dem Auftrag des MEISTERS? Ja, ER kann das,
aber…?
Wie falsch waren diese Gedanken!
Der Feigenbaum ist bis heute ein Symbol für Israel (wie auch
der Weinstock). GOTT konnte von Seinem Volk Frucht erwarten. Als ER Seinen SOHN sandte, um
die Frucht einzusammeln, fand der
keine, obwohl IHN „hungerte“. Eigentlich
mussten Feigen vorhanden sein.
Aber es war dennoch „keine Zeit für Feigen“?
Vergessen wir nicht: Das Volk hatte seinen GOTT nicht erst
verworfen, als sie schrien: „Lass ihn kreuzigen!“ Die Verwerfung fand schon
früher statt. Wenn sie „den GEIST lästern“ indem sie Seine Macht den Dämonen
zuschreiben (Matthäus 12, 22-36), bedeutet
das nicht anderes als eine Loslösung von
IHM und Seine Verwerfung. Darum ist es unmöglich
für Israel, Frucht für GOTT zu bringen. (Wenn man IHN angenommen hätte, wäre die
Frucht vorhanden; ohne JESUS oder sogar gegen IHN ist es unmöglich, Frucht für
GOTT zu bringen.) Durch den Propheten Hosea sagt der HERR: „Ihre ganze Bosheit wurde in Gilgal
offenkundig, ja, dort habe ich sie gehasst. Wegen der Bosheit ihrer Taten
vertreibe ich sie aus meinem Haus. Ich werde sie nicht mehr lieben; all ihre
Obersten sind Widerspenstige. Geschlagen
ist Ephraim, verdorrt ihre Wurzel, Frucht bringen sie nicht mehr. Selbst
wenn sie gebären, werde ich die Lieblinge ihres Leibes töten.“ (Hosea
9,15-16) Der Feigenbaum ist verdorrt „von seinen Wurzeln an.“ (Markus
11,20)
Aber bei GOTT gibt es ein „Bis“: Bis der HERR Israel wiederherstellt.
Als eines der
„Zeichen“ dafür hat GOTT das „Austreiben der Blätter und das Weichwerden der
Zweige“ genannt. Es ist noch nicht von
Frucht die Rede. Zuerst muss noch vieles geschehen. Aber die Blätter treiben
bereits. Israel ist seit 1948 wieder in seinem Land, seit 1967 sieht es
Jerusalem wieder als seine Hauptstadt an. Fromme Juden erneuern die Erwartung
des Messias unter den Bewohnern der Stadt und des Landes.
3.1.2.
Die
Nachbarn Israels formieren sich
Pausenlos fordern
die Feinde Israels die Eliminierung dieses Staates. Seit vielen Jahren sind es
besonders die Iraker, die sich mit hasserfüllten Drohungen hervortun. Im
gesamten Islamischen Lager macht man Front gegen das Heilige Land, wobei die
Feststellung gilt: je extremer islamistisch, umso judenfeindlicher. Die meisten
der Nachbarn Israels stammen von Abrahm ab, andere von Lot, von Kanaan, von Ham,
von Sem u.a.
Ismaeliter – von Ismael, Sohn
Abrahams von Hagar
Israeliten - von Isaak und Jakob, Sohn und
Enkel Abrahams von Sarah
Midianiter - von Midian, Sohn
Abrahams von Ketura
Edomiter – von Esau (auch Edom genannt), Enkel Abrahams
Amalekiter - von Amalek, Enkel Esaus
Moabiter – von Moab, Sohn Lots und seiner
ältesten Tochter
Ammoniter – von Ben Ami, Sohn
Lots und seiner jüngsten Tochter
Aramäer oder Syrer – von Sem
Assur – von Sem
Philister – von Ham
Amoriter – von Kanaan, Sohn
von Ham
Sidon – von Kanaan, Sohn von
Ham
Hethiter – von Kanaan, Sohn von
Ham
Die Araber - „Wüstenbewohner“
Die Nachkommen dieser Völker
leben als Nachbarn Israels: Palästinenser, Iraki, Jordanier, Libanesen, Syrer,
Saudis, Ägypter.
3.1.2.1. Die Sonderstellung von Ägypten und Assur
Während die
Palästinenser, Saudi-Arabien, Jordanien, Syrien, der Libanon in der biblischen
Prophetie keine positiven Aussichten haben, wird zwei Nationen der besondere
Segen des HERRN zugesprochen: Ägypten
und Assur: An jenem Tag wird es eine
Straße von Ägypten nach Assur geben. Assur wird nach Ägypten und die Ägypter
nach Assur kommen, und die Ägypter werden mit Assur dem HERRN dienen. An
jenem Tag wird Israel der Dritte sein
mit Ägypten und mit Assur, ein Segen inmitten der Erde. Denn der HERR
der Heerscharen segnet es und spricht: Gesegnet sei Ägypten, mein Volk, und Assur, meiner Hände Werk, und Israel, mein
Erbteil! (Jesaja 19, 23-25).
Während wir in der Politik Ägypten seit dem
Camp-David-Abkommen (1978) eine friedliche Haltung gegenüber Israel erkennen, sieht es im Augenblick mit der
Haltung Assurs ganz anders aus.
Wenn wir bedenken, dass die Endzeitweissagungen den heutigen
Bewohnern der genannten Länder gelten, dann stellen wir zu unserer Verwunderung
fest, dass „Assur“ im Gebiet des heutigen Irak lebte, jenes Staates, in dem vor
einigen Jahren der damalige Machthaber Saddam H. forderte: „Werft sie ins
Meer!“ Wir haben dort eine bedeutende Wandlung zu erwarten.
3.4. Die
neue Weltordnung – One World
Immer häufiger werden in Politikerreden und Parteiprogrammen
die „eine Welt“ und die „neue Weltordnung“ beschworen. Was die
Nordamerikaner schon seit 1992 auf ihren
Dollarnoten (die
amerikanischen Dollarnoten bieten eine Fülle von esoterischen Symbolen, die zum
größten Teil auf „die Neue Weltordnung“, die „eine Welt“ hinweisen.) festgeschrieben haben, soll nun endlich
Wirklichkeit werden.
Damit die Welt zu
einer Einheit wird, müssen Sprache, Kultur, Finanzwesen, Landesverteidigung,
aber auch der „Geschmack“ der Menschen und vor allem die Religionen
vereinheitlicht werden. Außerdem muss jede Art von Information weltweit und schnell fließen.
Hier sollen nur einige wenige Entwicklungen genannt werden,
die zur die zur Erreichung dieses Ziels beitragen:
3.4.1.
Vereinheitlichung
der Sprache.
Durch das Internet wird es möglich, dass
alle Menschen die gleiche Sprache sprechen und verstehen. Jeder, der sich
entschließt, „User“ des „World Wide Web“ zu werden, ist genötigt, die englische
Sprache zu lernen. So kommt es, dass man auf allen Kontinenten zunehmend die eine Sprache spricht.
3.4.2. Globalisierung
der Weltwirtschaft.
Die Märkte der Welt öffnen sich. Ungeachtet der Klimafolgen
werden Waren und Dienstleistungen um den ganzen Globus transportiert. Die
Geldmärkte wachsen mehr und mehr zusammen. Knapper werdende Ressourcen werden
den ärmeren Ländern ohne große Hindernisse entzogen und dem weltweiten
Verbrauch zugeführt. Dabei verbrauchen diejenigen am meisten, die das meiste
Geld haben.
3.4.3.
Anpassung
der Kulturen und des Geschmacks.
Wenn jemand in Afrika Durst hat, kauf er Coca-Cola. Wenn
einer in China Durst hat, kauft er Coca-Cola. Wenn einer in Finnland Durst hat…
Wenn jemand in Amerika moderne Musik hört, lauscht er dem Superrapper Eminem ,
der mit seinen Texten brutalste Gewalt verherrlicht. Wer in Indien, Australien,
Ostfriesland Musik hört… -.
Große Fernsehsender strahlen ihre Botschaften in alle Welt
aus. In Bild und Text prägen sie Geschmack, Lebensart, Erwartungen und
Bedürfnisse. In alle Welt strahlen Sender wie MTV ihre Musiksendungen und Seifenopern
(in englischer Sprache) aus und bringen
ihre Botschaft an die Frau und an den
Mann. So wird der Auftritt des world wide agierenden „Tieres“
vorbereitet.
3.4.4.
Angleichung
der Weltreligionen.
Wenn sich auch extreme Moslems, Christen und Juden wehren –
es ist nicht zu verkennen, dass mit dem amerikanisch-westlichen Lebensstil auch
die großen Religionen zusammenrücken. Zu der einen Welt gehört auch eine
einheitliche Weltreligion. Vor Jahren schon betete das Oberhaupt der
Katholischen Kirche zusammen mit Juden, Muslimen und Schamanen zu ihrem
gemeinsamen Gott. Der Auftritt der Hure Babylon kündigt sich an.
3.5. Es
wird sein wie in den Tagen Noahs
Lukas 17, 26-30: Und
wie es in den Tagen Noahs geschah, so wird es auch sein in den Tagen des Sohnes
des Menschen: Sie aßen, sie
tranken, sie heirateten, sie wurden verheiratet bis zu dem Tag, da Noah in die
Arche ging und die Flut kam und alle umbrachte. Ebenso auch, wie es
geschah in den Tagen Lots: Sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften,
sie pflanzten, sie bauten; an dem Tag aber, da Lot von Sodom hinausging,
regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte alle um. Ebenso wird
es an dem Tag sein, da der Sohn des Menschen offenbart wird.
Als Zeichen der Zeiten wird uns hier eine große Sorglosigkeit, verbunden mit frivoler Gottlosigkeit genannt. Das hat
es schon immer gegeben, aber es nimmt zu. Der Spott über Glaubensinhalte hat
ein unerträgliches Ausmaß erreicht. Das gilt besonders für Kulturen mit
christlichen Wurzeln. Und es wird schlimmer. Aber wenn Lot (wenn die
Heiligen durch die Entrückung entfernt werden) den Schauplatz
verlässt, „regnet es Feuer und Schwefel vom Himmel“. Davon lesen wir in der
Offenbarung (Kapitel 7-20).
3.6.
Falsche Christusse, Kriege, und
Kriegsgeschrei, Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben
Matthäus 24, 5-7: Denn
viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie
werden viele verführen. Ihr
werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Seht zu, erschreckt nicht!
Denn es muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. Denn es wird sich
Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es werden
Hungersnöte und Erdbeben da und dort sein.
Wirklich sind im 20.Jahrhundert mehrere Personen aufgetreten, die sich als „Christus“ verehren ließen. Diese Leute haben über den Kreis ihrer Anhänger hinaus keinen bedeutenden Einfluss ausgeübt.
Viel wirksamer sind diejenigen, die von sich den Eindruck erwecken, sie seien
eine Art Retter, Messias – als seien sie
die Antwort auf die Probleme dieser Welt. „Ich bin Christus“ bedeutet: „Ich bin
derjenige, der es schafft.“ „Yes, we
can!“
Kriege hat es
immer gegeben. Neu ist das „Hören von“. Noch nie gab es eine solche
Möglichkeit, sich zu informieren, zu „hören“. Radio, Fernsehen, Internet
bringen die neuesten Nachrichten zu jeder Tages- und Nachtzeit ins Haus. Kriege
und Streitigkeiten in Weltreligionen, die unseren Vorvätern völlig unbekannt
waren, werden uns in Bild und Ton in Haus geliefert und beunruhigen uns.
Nach dem 2. Weltkrieg war zu hören, dass die Wissenschaft
jetzt endlich in der Lage sei, den Hunger
und die Seuchen auf der Erde zu besiegen. Tatsache ist aber, dass seither
beides in erschreckendem Maße zugenommen hat. Daran ist nur zum Teil die Wissenschaft schuld.
Menschliche Habgier, Korruption, sexuelle „Freizügigkeit“, Machthunger und
direkte Einwirkung dämonischer Kräfte haben zu der gegenwärtigen Krise geführt.
Die kosmischen Ordnungen geraten durcheinander. Der Klimaveränderung schreibt man die rasante Zunahme von
Stürmen, Dürreperioden, Anstieg des Wasserstandes der Weltmeere zu. Tektonische
Veränderungen führen vermehrt zu Tsunamis und Erdbeben. Das alles sind
„Zeichen“.
3.7. Angst in Ratlosigkeit
Lukas 21,25: Und es werden Zeichen sein an Sonne und
Mond und Sternen und auf der Erde Angst der Nationen in Ratlosigkeit bei
brausendem und wogendem Meer.
Die Probleme der
Welt sind vielfältig beschrieben worden: Terrorismus, Trinkwasserknappheit,
Aids, Korruption und vieles andere. Ein Gremium, ein Ausschuss nach dem anderen
wird ins Leben gerufen, aber die entscheidenden
Antworten bleiben aus. „Ratlosigkeit“ charakterisiert die Situation sehr treffend.
Nach dem Zerfall jahrhundertealte
Traditionen, Regierungsformen und Sitten, nach der zunehmenden Ablösung von
religiösen Bindungen und ethischen Normen bleiben Hilf- und Ratlosigkeit.
3.8. Das Erkalten der Liebe wegen der Vermehrung
der Gesetzlosigkeit.
Erkalten kann nur, was einmal heiß gewesen
ist. Der 12. Vers in Matthäus 24 spricht von Menschen, die einmal erfüllt waren
von der Liebe zu GOTT und Menschen.
Wir kennen das
ungläubige Staunen von Christen aus Afrika oder Asien, wenn sie dem
„Christentum“ im „Land der Bibel“ begegnen. Bis in die „evangelikalen“ Kreise
hinein finden wir Entwicklungen, die Zeugnis geben von dem Prozess, den der
HERR JESUS vorhergesagt hat. Als Grund nennt ER die „Vermehrung der Gesetzlosigkeit“,
der offensichtlich auch wir nicht oder nur mit größter Anstrengung
standzuhalten vermögen.
3.9. Schwere Zeiten für die Heiligen
2.Timotheus 3, 1-5: Dies aber wisse, dass in den
letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden; denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldliebend,
prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos,
unversöhnlich, Verleumder, unenthaltsam, grausam, das Gute nicht liebend, Verräter,
unbesonnen, aufgeblasen, mehr das Vergnügen liebend als Gott, die eine
Form der Gottseligkeit haben, deren
Kraft aber verleugnen.
„Die Menschen“ - gläubige und ungläubige – so werden
sie sein. Christliche Eltern werden nicht mehr mit ihren Kindern fertig, die
Scheidungsrate bei Menschen aus christlichem Hintergrund ist ähnlich hoch wie
bei dem Bevölkerungsdurchschnitt. Die Autorität der Bibel wird zwar formal
anerkannt, aber hat praktisch wenig Bedeutung für den Alltag: Schwere Zeiten
für Menschen, die JESUS von ganzem Herzen nachfolgen wollen.
3.10. Moralische Werte, die in allen Kulturen
verbindlich waren, verfallen zusehends.
Dazu gehört der
ganze Bereich der sexuellen Verantwortung, die Ehe, der Respekt vor dem Alter,
der Respekt vor Leistung, Gehorsam gegenüber „Eltern und Herren“, Sparsamkeit
und Haushalterschaft (Man kann nur ausgeben, was man hat.), Ehrlichkeit,
persönliche Opferbereitschaft und anderes.
3.11. Lehre von Dämonen
1.Timotheus 4, 1-2: Der Geist aber
sagt ausdrücklich, dass in späteren
Zeiten manche vom Glauben abfallen werden, indem sie auf betrügerische
Geister und Lehren von Dämonen achten, durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen
gebrandmarkt sind.
„Lehren von Dämonen“ sind zunächst einmal von Dämonen
inspirierte Lehren. Diese widersprechen der „gesunden Lehre“, verkündigen
einen „ anderen JESUS“, verheißen einen
„anderen Geist“ und vertreten ein „anderes Evangelium“ (2.Korinther 11,4; 1. Timotheus 1, 9-11). Es kann sich aber zusätzlich um eine
übertriebene Dämonologie handeln (alles und jenes wird „dämonisch“
genannt und darum verboten).
3.12. Spötter
2.Petrus 3,3: …und zuerst dies wisst, dass in den letzten
Tagen Spötter mit Spötterei kommen werden, die nach ihren eigenen Begierden
wandeln.
Diese Spötter hinterfragen
in unzulässiger Weise die Aussagen der Bibel. Sie wagen es, angeblich
„ungerechte“ Aussagen abzuändern. JESUS Sein HERR-Sein abzusprechen, dem
heiligen GOTT Wörter der Gossensprache in den Mund zu legen, die heiligen
Berichte der Schrift als Mythen abzutun und sie im Namen der theologischen „Wissenschaft“ zu entmythologisieren.
Sühnetod und Auferstehung gehören für sie ebenso in den Bereich der Mythen wie
Seien Wiederkunft und das kommende Gericht.
3.13. Das Evangelium des Reiches wird überall
verkündigt werden.
Matthäus 24,14: Und dieses Evangelium des Reiches wird
gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und
dann wird das Ende [telos] kommen.
ES gibt heute keinen Flecken auf der Erde, der
nicht von der Botschaft des Reiches GOTTES erreicht wird. Durch Radio-Sendungen,
Internet und Fernsehen kommt es bis in die entlegensten Bereiche des
„Erdkreises“.
3.14. Weitere „Zeichen der Zeit“:
-
Die
„Nachtgesichte“ des Sacharja,
-
Die
Gesichte und Offenbarungen des Daniel,
-
Und
vieles andere.
4.
2.Thessalonicher 2,1 ff.
Was aber die Zeiten und Zeitpunkte betrifft, Brüder, so
habt ihr nicht nötig, dass euch geschrieben wird. (1.Thessalonicher 5,1)
Wir bitten euch
aber, Brüder, wegen der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus und unserer
Vereinigung mit ihm, dass ihr euch
nicht schnell in eurem Sinn2
erschüttern, auch nicht erschrecken lasst, weder durch Geist noch durch Wort
noch durch Brief, als seien sie von uns, als ob der Tag des Herrn da wäre. (2.Thessalonicher, 2, 1-2)
Die Christen in
Thessalonich wussten Bescheid; sie hatten keine weiteren Belehrungen nötig. Wir
dagegen brauchen den Unterricht durch
GOTTES Wort. Sie hatten „nicht nötig, dass ihnen geschrieben wird“.
4.1. Die
Ankunft unseres HERRN JESUS
(parousia =
Anwesenheit, Da-Sein) Das Wort wird in den Briefen des Paulus im Zusammenhang
mit der Vollendung der Gemeinde gebraucht. „Ankunft“ bedeutet das Kommen des HERRN mit der Gemeinde, Sein
Offenbar-werden, Sein sichtbares Erscheinen. (Kol. 3,4; 2.Thess. 1,10; ) Lies
1.Thess.2, 19; 1.Kor. 15,23; Jak. 5,7!
4.1.2. Vereinigung mit IHM
(episynagoge = Hinaufversammlung,
Hinzuversammlung)
Gemeint ist die Vereinigung des Leibes CHRISTI mit dem Haupt; sie
geschieht durch die Entrückung. (Das Wort steht nur hier und Hebr.10, 25).
4.1.3. Der Tag des HERRN (e hemera ton kyrion) bezeichnet einen sehr
umfassenden Sachverhalt: Das Wirken des wiederkommenden HERN als Richter und
Weltvollender (vergl. 1. Thess.5,2).
Das (vorläufige) Ziel der
Heilsgeschichte ist die Parusie.
Darum steht sie im 2. Thessalonicher 2,1 an erster Stelle, während die
zeitliche Abfolge gerade umgekehrt sein wird:
Zu einem gewissen Zeitpunkt findet die Entrückung statt, danach die
Parusie. Beides – und noch viel mehr – geschieht am Tag des HERRN. Damit ist dieser
aber noch nicht abgeschlossen.
Zur Zeit der Abfassung des Briefes: Noch ist es nicht soweit! Keine schnelle Begeisterung – es folgt
Enttäuschung! Nicht aus der Ruhe fallen!
Die Christen werden nicht getadelt, weil sie sich Gedanken über „Zeiten
und Zeitpunkte“ machen. Der Brief ermahnt sie lediglich, nüchtern zu bleiben (s. auch 1.Petrus
4,7: Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. Seid nun besonnen und seid
nüchtern zum Gebet!) , was viel wichtiger ist.
4.1.4. „Lasst euch nicht erschrecken!“
Weder „durch den GEIST“ – eine (angeblich) vom HEILIGEN GEIST
geschenkte „Botschaft“; hier ist
vielleicht an Weissagung in der Gemeinde zu denken (s. 1.Korinther 14, 29 ff; 1. Thessalonicher 5,20), noch durch „Wort“ (logos) –
(unrichtige) Schriftauslegung, Predigt, noch durch „Brief“ – es kursierten
viele Briefe, die angeblich von den Aposteln geschrieben waren.
4.1.5. Beachte die „Zeiten und Zeitpunkte“ (1.Thess. 5,1) (ton chronos kai kairon)
Zeiten =
Zeitabschnitte, Zeiträume, Intervalle, Zeitdauer.
Zeitpunkte =
(rechter) Zeitpunkt, , fixierte, besondere Zeit, z.B. „jetzt“.
1.
Der Tag des HERRN (Zeit) > - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
- -<
2.
Die
Entrückung, die Parusie (Zeitpunkte) >-
- - - ! - - - - -! - - <
Dass niemand euch
auf irgendeine Weise verführe! Denn < dieser Tag kommt nicht, es sei denn,
dass zuerst der Abfall gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit offenbart
worden ist, der Sohn des Verderbens; der
sich widersetzt und sich überhebt über alles, was Gott heißt oder Gegenstand
der Verehrung ist, so dass er sich in den Tempel Gottes setzt und sich
ausweist, dass er Gott sei. Erinnert ihr euch nicht, dass ich dies zu
euch sagte, als ich noch bei euch war? (2.Thessalonicher
2, 3-5)
4.1.6. Was vor
dem Tag des HERRN geschieht:
Der Abfall kommt > der Mensch der Gesetzlosigkeit wird
offenbar > dann: > der Tag des HERRN <
Abfall: Lies
2.Tim. 3, 1-5; Matth.24, 12!
Daraus erwächst der Mensch der Gesetzlosigkeit, Sohn des
Verderbens; ein bisher (so) nicht da
gewesener Menschentypus. Er ist renitent, schamlos, gesetzlos,
antiautoritär, ohne Ehrfurcht, besonders GOTT und Göttlichem gegenüber.
Er setzt sich selbst
in den Tempel (das ist die Gemeinde –s.
2.Kor.6,16!) und erklärt: ICH bin GOTT! (Selbstverherrlichung des
Menschen – vgl. 1.Moses 3,5; 2.Tim. 3, 1-5!).
Vorläufer dieses
neuen Menschentypus finden wir schon in der Französischen Revolution und in den
„68ern“, aber auch bei Einzelpersonen, Schriftstellern, Philosophen,
Anarchisten. Damit die Entwicklung hin zum „Menschen der Gesetzlosigkeit“ Sprach-,
Kultur- und Nationen-übergreifend verlaufen kann, müsste eine Angleichung stattfinden, eine Angleichung vor
allem der „Denke“, der Art, wie man Dinge rational und emotional wertet. Das
war (und ist bis zurzeit noch) in unterschiedlichen Kulturkreisen sehr
verschieden. Der Begriff Globalisierung macht deutlich, dass Unterschiede zugunsten
einfacherer Handhabung von Handel und Wissenschaft ausgeglichen werden. Im
politisch-weltanschaulichen Bereich
spielt der Wunsch nach der „einen Welt“ (One World“) eine
bedeutende Rolle. Das „World-Wide-Web“
(weltweites Netz) als weltweites Informationssystem im Internet versorgt die
ganze Welt mit gleichlautenden Informationen. /Dass diese bewusst gesteuert
werden können, stimmt uns bedenklich.)
Damit das funktioniert, muss die Sprache vereinheitlicht werden. Heute
haben alle, die im Kultur-, WIssenschafts- und WIrtschafts-Leben mitreden
können wollen, die englische Sprache zu beherrschen.
Selbst Kleidung und
Musikgeschmack gleichen sich an. Es befremdet uns nicht mehr, wenn wir in
Filmen aus Zentralafrika, aus den Regenwäldern Südamerikas oder aus Ländern wie
Tibet, Nepal, Japan Coca-Cola trinkende Menschen in T-Shirt und Jeans sehen. Könnten wir die
allgegenwärtige Hintergrundmusik hören, käme
sie uns vertraut vor. Die gleiche Musik tönt auch aus den Lautsprechern unserer
Supermärkte und aus unseren Häusern. Als mächtigster Staat der Erde liefern die
USA die meisten Muster für Verhalten, Vorlieben und Denkweisen des „modernen“ Menschen.
Die Menschheit wird
in ihrem Denken, ihren Ansichten und Vorlieben zunehmend vereinheitlicht.
4.2. Das
Zurückhaltende – der Zurückhaltende
Und jetzt wisst ihr, was zurückhält, damit er
zu seiner Zeit offenbart wird. Denn
schon ist das Geheimnis der Gesetzlosigkeit wirksam; nur < offenbart es sich
nicht >, bis der, welcher jetzt zurückhält, aus dem Weg ist… (2.Thessalonicher 2, 6-7)
„Ihr wisst, was
zurückhält“ (das Aufhaltende, das
Festhaltende). Was ist das?
Er gibt hier die
unterschiedlichsten Antworten. Einige sagen, es sei der HEILIGE GEIST.
Man geht davon aus, dass mit der Entrückung
des Leibes CHRISTI auch der in den einzelnen Gliedern wohnende GEIST von
der Erde weggenommen sei. Dann erst werde es möglich, dass der Mensch der Sünde
offenbar wird.
Oder es ist die
Gemeinde. Solange sie noch auf der Erde als „Licht und Salz“ wirkt, kann
sich das Böse nicht ungehindert entfalten.
Wieder andere denken
an die weltliche Ordnung, deren segensreicher Einfluss das Ausbreiten
des Bösen eindämmt.
Manche sagen, Satan
sei „das, was zurückhält“. Erst wenn der aus dem Himmel auf die Erde
geworfen wird (Offenbarung 12) , entfalte sich die Macht des Bösen auf der Erde
in bisher unvorstellbarer Weise.
Bevor wir uns der
Antwort auf die gestellte Frage nähern, etwas anderes: Was wird eigentlich
aufgehalten? Ist es das Abgleiten in immer mehr Bosheit, schließlich die
Erscheinung des „Menschen der Sünde“, oder ist nicht vielmehr die Parusie
unseres HERRN JESUS gemeint. Auch
diese Frage muss eine Antwort finden.
„Ihr wisst“ - wörtl. : „Und jetzt wisst ihr, was…“ –
jetzt, nachdem es ihnen in den Versen 3 – 5 geschrieben worden ist.
Zuerst stellen wir
fest,
- Das Zurückhaltende ist ein es“ (Neutrum), nicht ein „er“ oder „sie“ (eine
Person).
- Es ist noch verborgen, aber es wird zu seiner Zeit (kairos)
enthüllt werden. Diese Aussage steht nicht im Widerspruch zu dem Anfang
des 6. Verses („Und jetzt wisst ihr“). Man kann wissen, um was es sich bei
einer Sache handelt, ohne sie zu kennen.
(Beispiel: Der Arzt sagt mir: „Sie haben Lymphogranulomatose. Dann
weiß ich, was ich habe, aber ich weiß nicht, was das ist.)
- Das Zurückhaltende hat ein bestimmtes Ziel (wörtl.): „hinein in das
Offenbartwerden zu seiner Zeit“. Es hält zurück auf das Ziel des
Offenbarwerdens hin. (Baader: das Offenbarwerden „von jenem“).
- „Offenbar“ wird nicht ein „es“, sondern ein „er“, eine Person.
- Wie lange hält „es“ zurück? Bis „er“ aus der Mitte ist“ (nicht:
„weggetan“, „aus dem Weg“, „aus (der) Mitte (genommen) wird“ (Münt), sondern: „Bis er aus der Mitte werde“
(lenetai = entstehe, werde) – und zwar aus der Mitte des Aufhaltenden!
Es muss also nichts „aus dem Weg“ geräumt, weggetan werden, sondern es
entsteht ein „Er“ aus dem, was zurückhält, bis er zu seiner Zeit
ausgereift ist und enthüllt wird. Das Aufhaltende ist „das Geheimnis der
Gesetzlosigkeit“(2,7), das sich so lange noch zurückhält, bis es zu
seiner Zeit in seiner persönlichen Spitze völlig offenbar wird, das heißt, bis die
betreffende Person in jeder Hinsicht bereit ist.
- Jetzt ist auch die Frage beantwortet, wer denn zurückgehalten wird.
(Vergleich: Eine Autofabrik wird ihr neuestes Modell erst „enthüllen“,
wenn die Entwicklung abgeschlossen, das Produkt ausgereift ist.)
… und dann wird der Gesetzlose
offenbart werden, den der Herr Jesus beseitigen wird durch den Hauch seines Mundes und vernichten durch
die Erscheinung seiner Ankunft; ihn, dessen Ankunft gemäß der
Wirksamkeit des Satans erfolgt mit jeder Machttat und mit Zeichen und Wundern
der Lüge und mit jedem Betrug der Ungerechtigkeit für die, welche verloren
gehen, dafür, dass sie die Liebe der Wahrheit zu ihrer Rettung nicht angenommen
haben. Und deshalb sendet ihnen Gott eine wirksame Kraft des Irrwahns, dass sie der Lüge
glauben … (2.Thessalonicher 2, 8-11)
Und dann „zu seiner Zeit“, also sind der „ Mensch
der Sünde“ und der „Gesetzlose“ nicht ein und dieselbe Person. Der „Mensch
der Sünde“ ist der Mensch der letzten Zeit, der Endzeitmensch. Dieser „sündigt“
noch – der Gesetzlose erkennt nichts als Sünde an, weil es für ihn gar kein
Gesetz außer seinem eigenen mehr gibt.
Der „Gesetzlose“:
- Seine Parusie ist nach der
Wirksamkeit Satans.
- Sie ist „mit jeder Kraft“, die ihm aus der Quelle Satans zufließt.
- Er tut Pseudo-Zeichen und Pseudo-Wunder.
- Er arbeitet mit jeder Art von Verführung der Ungerechtigkeit.
- Verführt werden diejenigen, die die Liebe zur (der) Wahrheit nicht
annehmen – darum von GOTT eine
wirksame Kraft des Irrwahns (griech. „plane“, s.2.Petr.2, 18; 3,17; Eph.
4,14) gesandt bekommen, so dass sie willige Opfer der Verführung werden.
Sie werden „verloren gehen“ -
gerichtet werden, weil sie der Wahrheit nicht glauben, sondern „Lust an
der Ungerechtigkeit“ haben.
- Der Gesetzlose ist das „kleine Horn“ (Daniel 7,8; 7,24; 8,9).
- Er ist der König des Nordens (Daniel 11, 36 – 45).
- Er ist das „Tier“ aus Offenbarung 13.
- Das erste, was die
Schrift von ihm sagt: „den der HERR JESUS verzehren wird durch den Hauch Seines Mundes“. Die Heiligen
sollen es wissen: So grausam, so böse, so mächtig diese Person auch sein
mag: zuletzt siegt JESUS! Die Heiligen, damit sind diejenigen
Gläubigen gemeint, die während der 7 Jahre noch auf der Erde leben, das
dann bekehrte Israel. Diejenigen, die das „Malzeichen“ nicht annehmen, die
beiden Zeugen. Sie alle sollen wissen: Wenn der HERR JESUS erscheint in
Seiner Herrlichkeit und mit Seinem Leib, dann wird der Tyrann „mit dem
Hauch Seines Mundes verzehrt“ (lies
Römer 11,26; Offenbarung 13,15; Offenbarung 11, 1-14) . Der „Leib CHRISTI“ wird „den Menschen
der Sünde“ noch erleben und die einzelnen Glieder müssen wachsam und
nüchtern bleiben, sich nicht anzupassen. Die Entrückung findet statt,
bevor der „Gesetzlose“ aus der Mitte des „Menschen der Sünde“ der von GOTT
gänzlich abgefallenen Menschheit
„geworden“ ist.
Exkurs 1: Matthäus
24:
Die Jünger stellen 3
Fragen.
- Wann wird der Tempel zerstört?
- Was ist das Zeichen deiner Ankunft?
- Was ist das Zeichen der
Vollendung der Weltzeit?
Die erste Frage wird
in Lukas 21, 20 -22 beantwortet:
Wenn ihr aber Jerusalem von Heerscharen umzingelt seht,
dann erkennt, dass seine Verwüstung nahe gekommen ist! Dann sollen die in Judäa auf die Berge fliehen, und die, die in
seiner Mitte sind, daraus fortgehen, und die, die auf dem Land sind, nicht dort
hineingehen. Denn dies sind Tage der Rache, dass alles erfüllt werde, was
geschrieben steht.
Jerusalem ist im
Jahr 70 n. Chr. von den Römern zerstört worden. Aber es wird noch einmal –
wenigstens teilweise – eingenommen werden (Sacharja 12, 3; 14,2).
Die Antwort auf die zweite
Frage finden wir in den Versen 4 - 26 und 37 - 39.
Die dritte Frage
schließlich wird in den Versen 27 - 31; 40 – 51 und Kapitel 25, 1 – 46
beantwortet.
24 Zeichen für die Wiederkunft des HERRN JESUS:
- Täuschung, Betrug (Verse 4-5, 11, 24),
- Falsche Christusse (Gesalbte, Messiasse) (Verse 23 – 26),
- Kriege und Kriegsgeschrei (Verse 6 -7),
- Hungersnöte (Vers 8; Off. 6,5-6),
- Seuchen (Vers 7; Off. 6 -8),
- Erdbeben (Vers 7; Off. 6,12-17),
- Antisemitismus (Vers 9; Mark. 13,9 und 13),
- Ärgernisse (Vers 10; Matth.18,1-10),
- Verrat, Vertrauensbruch (Vers 9; Mark. 13,12),
- Hass (Vers 10; 2.Tim.3,1-9),
- Falsche Propheten (Vers 11; 24; Off.13),
- Die Ungesetzlichkeit nimmt Überhand (Vers 12),
- Die Liebe erkaltet in vielen (Vers 12; 2.Tim.3,4),
- Abschluss der missionarischen
Bemühungen (Vers 14),
- Gräuel an heiliger Stätte
(Vers 15; Dan. 9,27; 2.Thess.2,4; Off.13),
- Neue jüdische Nation in Israel (Verse 9 + 15 – 26; Hes.37; Dan.
9,27),
- Neuer jüdischer Tempel (Verse 15 + 26; Off.11.1 – 2; Dan. 8, 9 – 13;
2.Thess.2,4),
- Große Bedrängnis von 3 ½ Jahren (Vers 21; Dan.12,1, Off. 12, 1 – 19,
21),
- Sterben um JESU Willen (Vers 9 und 22; Dan. 8,21; Off. 7,9 – 17;
11,7; 15, 2 – 4; 20, 4 – 6),
- Flucht der Juden aus Judäa (Verse 16 – 21; Off.12, 6+14; Jes.16, 1 –
5; Ps.60, 4 -8; Dan. 11, 40 - 45; Hes.20, 33 – 38; Hos.2,14 – 16),
- Zunehmende satanische Kraft ( Vers 24; 2.Thess.2, 8 – 12; Off.13
u.a.),
- Ausschweifung (Vers 38; Luk. 7,28; Luk.21,34),
- Sexuelle Verirrungen (Vers 38; Luk.17,28),
- Ignoranz und Lethargie (Vers 39).
Exkurs 2: Der Christ in Zeiten des Abfalls
Was bedeutet
„Abfall“?
Abfall, griech.
„apostasia“= Abstand, Entfernung, Lossagung, Abfall, Abstehen von…
Das Wort kommt nur in Apg. 21,21 und
2.Thess.2,3 vor. Es ist verwandt mit „apostasion“, das in Matth.5, 31; 19,7:
Mark.10, 4 für „Ehescheidung“ gebraucht wird.
GOTTES Wort warnt
vor dem Abfall von:
-
der
Lehre de Schrift (1.Joh.1,1 – 4; 2.Tim.1, 13-14),
-
der
Wahrheit (2.Tim.2,18)
-
dem
Glauben (2.Tim.2,18),
-
der
Liebe (Matth.24,12),
-
der
Treue in der Verwaltung der Gnadengaben (2.Tim.1,6),
-
dem Gehorsam (2.Tim. 3,1) u. s. w.
Abfallen kann
nur, was einmal „dran“ gewesen ist.
Normalerweise
bedeutet „Abfall“ für Christen auch Wegwenden von der Gemeinschaft des Volkes
GOTTES. Christen sollen bei der „Herde“ bleiben, wenn sie nicht abfallen
wollen. So haben wir es gelernt. Wenn aber die „Herde“ geschlossen einen
falschen Weg geht, kann es nötig sein, auszuscheren und alleine dem HERRN zu
folgen.
Das kann Spott du
Verachtung zur Folge haben. Wir erinnern uns an das wiederholte „Du aber“ in
den Briefen an Timotheus.
Wie muss ich mich
verhalten, wenn ich genötigt bin, in meiner christlichen Gruppe „gegen den
Strom zu schwimmen“?
- Fülle dich mit GOTTES Wort.
- Weise ab, was der Schrift nicht entspricht.
- Weise ab, was GOTTES Maßstäbe verändern will.
- Weise alle Versprechungen ab, die nicht von der Schrift gestützt
sind.
- Bete noch mehr als bisher.
- Zum Beten kommt das Fasten.
- Werde vom GEIST zur Fülle gebracht.
- Rücke mit denen zusammen, die wie Du
den HERRN fürchten.
- Halte Ausschau.
WARTEN - WACHEN –
Handeln
Missionswerk CHRISTUS für Dich
Meierstraße 1 –
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