Mittwoch, 8. Februar 2012
 
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Die Bibel
Mittwoch, 08. Februar 2012
Lass leuchten dein Antlitz über dein zerstörtes Heiligtum um deinetwillen, Herr!
Ihr seid aufgebaut auf dem Fundament der Apostel und Propheten - der Schlussstein ist Christus Jesus selbst. Durch ihn wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, durch ihn werdet auch ihr mit eingebaut in die Wohnung Gottes im Geist.
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Über die Zeichen der Zeiten

 

Als er aber auf dem Ölberg saß, traten seine Jünger für sich allein zu ihm und sprachen: Sage uns, wann wird das sein, und was ist das Zeichen deiner Ankunft und der Vollendung des Zeitalters? Matthäus 24,3

 

Und es werden Zeichen sein an Sonne und Mond und Sternen und auf der Erde Angst der Nationen in Ratlosigkeit bei brausendem und wogendem Meer  während die Menschen verschmachten vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen, denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden. Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit Macht und großer Herrlichkeit. Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht. Lukas 21, 25-28

 

Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Wenn es Abend geworden ist, so sagt ihr: Heiteres Wetter, denn der Himmel ist feuerrot;  und frühmorgens: Heute stürmisches Wetter, denn der Himmel ist feuerrot und trübe. Das Aussehen des Himmels wisst ihr zwar zu beurteilen, aber die Zeichen der Zeiten könnt ihr nicht beurteilen. Matthäus 16, 2-3

 

Er sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat. Apg. 1,7

 

Was aber die Zeiten und Zeitpunkte betrifft, Brüder, so habt ihr nicht nötig, dass euch geschrieben wird. Denn ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn so kommt wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie sagen: Friede und Sicherheit!, dann kommt ein plötzliches Verderben über sie, wie die Geburtswehen über die Schwangere; und sie werden nicht entfliehen. 1.Thessalonicher 5, 1- 3

 

Und du, Daniel, halte die Worte geheim und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes! Viele werden suchend umherstreifen, und die Erkenntnis wird sich mehren. Daniel 12,4

 

1.        „Zeichen der Zeit“ – Was ist gemeint?

GOTTES Wort nennt uns gewisse Ereignisse und Entwicklungen, die dann, wenn sie eintreten, als „Zeichen der Zeiten“ dienen, die von denen (richtig) gedeutet werden können, die GOTTTES Wort lieben und kennen. Das Studium der Heiligen Schrift und die Erleuchtung durch den HEILIGEN GEIST führen dazu. Von Anfang an haben Glaubende geforscht und ihre Forschungsergebnisse veröffentlicht.

Luther hat die kriegerischen Ereignisse seiner Zeit und den Verfall der römischen Geistlichkeit als Erfüllung der endzeitlichen „Zeichen“ gedeutet. Albrecht Bengel sah in seiner Zeit alle „Zeichen“ für die Wiederkunft des HERRN erfüllt und berechnete ein genaues Datum der Parusie JESU. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Christenheit überschwemmt mit    Deutungen der unterschiedlichsten Tagesereignisse. Alle diese Aussagen haben eins gemeinsam: Sie sind von dem Fortgang der Geschichte überholt.

Immerhin geht es um nichts Geringeres als um die Wiederkunft des HERRN JESUS CHRISTUS für Seine Gemeinde und damit verbunden die Errichtung Seiner Königsherrschaft auf der Erde.

Die Feststellung, dass bis heute die meisten der Deutungen längst überholt sind, braucht uns nicht zu beunruhigen. Bis es „soweit ist“, können alle Erkenntnisse und Deutungen nur vorläufiger Art sein. Das „Büchlein ist noch versiegelt“ (Daniel 12,4: Jesaja 8,16), die Offenbarung noch verschlossen. Wenn es aber soweit ist, liegt alles offen und klar vor den Augen derer, die „Seine Erscheinung liebhaben“ (2.Timotheus 4,8). Sie werden dann erkennen, dass sie früher Vorläufiges für das Endgültige, Hinweise für die Sache selbst gehalten haben und dass sie sich ganz einfach irrten.

  1. Die Wehen beginnen –„Noch nicht das Ende“.

Lukas 21,9: Wenn ihr aber von Kriegen und Empörungen hören werdet, so erschreckt nicht! Denn dies muss vorher geschehen, aber das Ende [ to telos] ist nicht sogleich da.

Markus 13, 7-8: Wenn ihr aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören werdet. So erschrecket nicht! Es muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende [ to telos]. Denn es wird sich Nation gegen Nation und Königreich gegen Königreich erheben; es werden Erdbeben sein an verschiedenen Orten, es werden Hungersnöte sein. Dies ist der Anfang der Wehen.

Matthäus 24,8: Alles dies aber ist der Anfang der Wehen.

Alles drängt auf das Endziel [telos] zu.

GOTT hat Seinen Heilsplan, der sich absolut pünktlich erfüllt.

Warum, so fragen viele, brauchte GOTT für die Vollendung des Zeitalters jetzt schon fast 2000 Jahre? Die Antwort finden wir in 2.Petrus 3,9, wo es heißt: „ Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten, sondern er ist langmütig euch gegenüber, da er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Buße kommen.“ Das bedeutet: GOTT ist nicht, wie es den Anschein haben könnte, mit Seinem Heilsplan in Verzug geraten, sondern es ist Sein Wille, das Netz immer wieder auszuwerfen, damit du und ich und viele andere vom  Verlorensein  gerettet werden können  - möglichst alle! Die „festgesetzte Zeit“ (Daniel 8,19) aber wird eingehalten. Wir müssen uns in Geduld üben. (Jakobus 5, 7-8: Habt nun Geduld, Brüder, bis zur Ankunft des Herrn! Siehe, der Bauer wartet auf die köstliche Frucht der Erde und hat Geduld  ihretwegen, bis sie den Früh- und Spätregen empfange.  Habt auch ihr Geduld, stärkt eure Herzen! Denn die Ankunft des Herrn ist nahe gekommen.) Im Augenblick wissen wir nicht „Zeiten und Zeitpunkte, die der VATER in Seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat“ (Apg.1, 7). Mehr zu dem Thema in der CFD-Schrift 184. Wir wissen aber, dass die Zeit der Ankunft des HERRN JESUS  nahe ist.

2.1.  Woher wissen wir das?

GOTT hat uns -  wie gesagt – „Zeichen“ gegeben, an denen wir erkennen können, wie weit die Zeit vorangeschritten ist. Diese „Zeichen“ sind ganz unterschiedlicher Natur, und sie müssen gedeutet werden.  Solche Deutungen könne richtig sein oder falsch. Die Bibel nennt  uns Entwicklungen  aus den Bereichen der Weltpolitik, der Religion, der Natur, der Ethik u.a. als solche „Zeichen der Zeiten“. Von  Anfang an hat man daraufhin versucht, besonders auffällige Erscheinungen als Endzeitzeichen zu erklären. Damit verbunden  war dann die Erwartung der nahen Wiederkunft des HERRN. Genration um Generation aber ging dahin, ohne dass Er gekommen ist. Und immer noch sind „Weisheit und Verstand der Verständigen“ (Offb. 13,18; Dan. 12,20) am Werk, Zeichen zu bestimmen und zu deuten, und je näher wir der Erfüllung kommen,  umso genauer und besser stimmen Zeichen und ihre Deutungen mit den biblischen Vorgaben überein.  Ein Beispiel: Die frühe Christenheit hielt den römischen Kaiser Nero für den Antichristen (das „Tier“ aus Ofenbarung13). Sogar die ominöse Zahl 666 passte auf ihn. Er war es nicht. Luther glaubte, im Papsttum seiner Zeit das „Tier“ sehen zu müssen. Vieles war geschehen: 1440 war der Buchdruck erfunden worden und machte die „weltweite“ Verbreitung von allerlei Gedankengutmöglich. Die Entdeckung Amerikas und die Reisen der Entdecker (z.B. Bartolomeo Diaz, John Carbot, Magellan) weiteten den Blick auf die Welt beträchtlich au. Die Fugger waren auf dem Höhepunkt ihrer Macht.  Kunst und Geisteswissenschaften blühten. Erasmus von Rotterdam und andere verbreiteten die Ideen des Humanismus, die von vielen als Bedrohung des Christentums angesehen wurden. Die Türkenheere bedrohten das Abendland. Die Syphilis breitete sich rasant aus. Die Erkenntnis nimmt zu, und auch die „Zeichen“ zeigen sich eindeutiger. Das, was z.B. früher nur für einen kleinen Teil der Menschheit zutraf, betrifft mit zunehmender Globalisierung immer mehr Personen,  was früher unvorstellbar war, erscheint heute nicht mehr als Utopie.

Es ist hier nicht möglich, alle in der Bibel genannten „Zeichen“ aufzuführen. Wir müssen uns auf einige wenige beschränken. Vorher sollten wir uns etwas mit der Chronologie beschäftigen.

2.2. Wann beginnt die „Zeit des Endes“ und wie lange dauert sie?

Im Daniel ist 6x von der „Zeit des Endes“  (Daniel  8, 17; 8,19; 11,35; 11,40; 12,4; 12,9) die Rede.  Gemeint ist da die Zeit, in der „für Israel  das Reich wieder hergestellt wird“. (Apostelgeschichte 1,6) Gleichzeitig  finden weltweit Gerichte statt über die Völker der Erde, insbesondere über deren Verhalten Israel  gegenüber.

Daniel schreibt über die Erfüllung der diesbezüglichen Pläne GOTTES, das Endziel einer Entwicklung, die gleich nach Auferstehung und Himmelfahrt CHRISTI anfing und am Ende dieser „Endzeit“ (von dem Daniel schreibt) voll ausgereift sein wird. Das „Geheimnis der Gesetzlosigkeit“  war bereits zur Zeit des Apostels Paulus wirksam, konnte sich jedoch damals noch nicht offenbaren, weil die Zeit dafür noch nicht erfüllt war  (lies 2.Thessalonicher 2, 6-8; CfD-Schriften 184 „Zeiten und Zeitpunkte“ und 198 „Geheimnisse im Neuen Testament“).  Wenn es aber soweit ist, wird sich alles schnell aber geordnet entfalten und erfüllen.

Der HERR JESUS gibt Seinen Jüngern (und damit auch uns) zunächst Einblick in das, was vor dem Erreichen des „Endes“  (Telos = Endziel, nicht „Ende“ im Sinne von „Schluss“) geschieht.  ER spricht bildhaft vom „Anfang der Wehen“ (Matthäus 24,8). Diese „Wehen“ dauern schon lange an (lies Römer 8, 22-25!), steigern sich aber, werden heftiger und schmerzhafter bis zur Geburt.

In den Endzeitreden JESU wird diese Steigerung deutlich. Wir werden staunend Zeugen davon,  wie sich eines nach dem anderen erfüllt. 

Doch jetzt zu den Zeichen:

3.       Einige der „Zeichen“

3.1.    Israel

3.1.1.        Das Gleichnis vom Feigenbaum:             

Markus 13,28: Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon weich4 geworden ist und die Blätter hervor treibt, erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist.             

Hier ist nicht die Rede von irgendeinem beliebigen Feigenbaum. Die Jünger erinnerten sich gut an den bestimmten Feigenbaum, dessen plötzliches Verdorren sie nachdenklich gemacht hatte (Matthäus 21; Markus 11). Während der HERR JESUS zunächst als Nutzanwendung  über den Glauben der Jünger spricht, nimmt ER später das Ereignis als „Feigenbaumgleichnis“ wieder auf.

Vielleicht haben wir uns im Verein mit den Jüngern gewundert über das, was da geschehen war:

Der HERR JESUS hatte Hunger.

-          ER sah von weitem einen Feigenbaum.

-          Obwohl  jedermann wusste, dass „es nicht die Zeit der Feigen war“, suchte ER Früchte an dem Baum.

-          Als ER (natürlich) keine fand, verfluchte ER den Feigenbaum.

-          Dieser verdorrte „alsbald von den Wurzeln an“.

Die Jünger mussten bei allem Respekt zunächst denken, dass der HERR JESUS aus Enttäuschung, Ärger oder Wut seine göttliche Macht dazu angewendet hätte,  „es“ dem Baum „zu zeigen“. Wie aber passte das zu dem Charakter und zu dem  Auftrag des MEISTERS? Ja, ER kann das, aber…?

Wie falsch waren diese Gedanken!

Der Feigenbaum ist bis heute ein Symbol für Israel (wie auch der Weinstock). GOTT konnte von Seinem Volk Frucht erwarten.  Als ER Seinen SOHN  sandte, um  die Frucht einzusammeln,  fand der keine, obwohl  IHN „hungerte“. Eigentlich mussten Feigen vorhanden sein.

Aber es war dennoch „keine Zeit für Feigen“?

Vergessen wir nicht: Das Volk hatte seinen GOTT nicht erst verworfen, als sie schrien: „Lass ihn kreuzigen!“ Die Verwerfung fand schon früher statt. Wenn sie „den GEIST lästern“ indem sie Seine Macht den Dämonen zuschreiben (Matthäus 12, 22-36), bedeutet das nicht  anderes als eine Loslösung von IHM und Seine Verwerfung. Darum ist es unmöglich für Israel, Frucht für GOTT zu bringen. (Wenn man IHN angenommen hätte, wäre die Frucht vorhanden; ohne JESUS oder sogar gegen IHN ist es unmöglich, Frucht für GOTT zu bringen.)   Durch den Propheten Hosea sagt der HERR:  „Ihre ganze Bosheit wurde in Gilgal offenkundig, ja, dort habe ich sie gehasst. Wegen der Bosheit ihrer Taten vertreibe ich sie aus meinem Haus. Ich werde sie nicht mehr lieben; all ihre Obersten sind Widerspenstige. Geschlagen ist Ephraim, verdorrt ihre Wurzel, Frucht bringen sie nicht mehr. Selbst wenn sie gebären, werde ich die Lieblinge ihres Leibes töten.“  (Hosea 9,15-16) Der Feigenbaum ist verdorrt „von seinen Wurzeln an.“  (Markus 11,20)

Aber bei GOTT gibt es ein „Bis“: Bis der HERR Israel wiederherstellt.

Als eines der „Zeichen“ dafür hat GOTT das „Austreiben der Blätter und das Weichwerden der Zweige“ genannt.  Es ist noch nicht von Frucht die Rede. Zuerst muss noch vieles geschehen. Aber die Blätter treiben bereits. Israel ist seit 1948 wieder in seinem Land, seit 1967 sieht es Jerusalem wieder als seine Hauptstadt an. Fromme Juden erneuern die Erwartung des Messias unter den Bewohnern der Stadt und des Landes.

3.1.2.        Die Nachbarn Israels formieren sich

Pausenlos fordern die Feinde Israels die Eliminierung dieses Staates. Seit vielen Jahren sind es besonders die Iraker, die sich mit hasserfüllten Drohungen hervortun. Im gesamten Islamischen Lager macht man Front gegen das Heilige Land, wobei die Feststellung gilt: je extremer islamistisch, umso judenfeindlicher. Die meisten der Nachbarn Israels stammen von Abrahm ab, andere von Lot, von Kanaan, von Ham, von Sem u.a.

Ismaeliter – von Ismael, Sohn Abrahams von Hagar

 Israeliten - von Isaak und Jakob, Sohn und Enkel Abrahams von Sarah

Midianiter - von Midian, Sohn Abrahams von Ketura

 Edomiter – von Esau (auch Edom genannt), Enkel Abrahams

Amalekiter -  von Amalek, Enkel Esaus

 Moabiter – von Moab, Sohn Lots und seiner ältesten Tochter

Ammoniter – von Ben Ami, Sohn Lots und seiner jüngsten Tochter

Aramäer oder Syrer – von Sem

Assur – von Sem

Philister – von Ham

Amoriter – von  Kanaan, Sohn  von Ham

Sidon – von Kanaan, Sohn von Ham

Hethiter – von Kanaan, Sohn von Ham

Die Araber -  „Wüstenbewohner“

Die Nachkommen dieser Völker leben als Nachbarn Israels: Palästinenser, Iraki, Jordanier, Libanesen, Syrer, Saudis, Ägypter.

3.1.2.1.  Die Sonderstellung von Ägypten und Assur

Während die Palästinenser, Saudi-Arabien, Jordanien, Syrien, der Libanon in der biblischen Prophetie keine positiven Aussichten haben, wird zwei Nationen der besondere Segen des HERRN zugesprochen:   Ägypten und Assur:  An jenem Tag wird es eine Straße von Ägypten nach Assur geben. Assur wird nach Ägypten und die Ägypter nach Assur kommen, und die Ägypter werden mit Assur dem HERRN dienen.  An jenem Tag wird Israel der Dritte sein mit Ägypten und mit Assur, ein Segen inmitten der Erde. Denn der HERR der Heerscharen segnet es und spricht: Gesegnet sei Ägypten, mein Volk, und Assur, meiner Hände Werk, und Israel, mein Erbteil! (Jesaja 19, 23-25).

Während wir in der Politik Ägypten seit dem Camp-David-Abkommen (1978) eine friedliche Haltung gegenüber Israel  erkennen, sieht es im Augenblick mit der Haltung Assurs ganz anders aus.

Wenn wir bedenken, dass die Endzeitweissagungen den heutigen Bewohnern der genannten Länder gelten, dann stellen wir zu unserer Verwunderung fest, dass „Assur“ im Gebiet des heutigen Irak lebte, jenes Staates, in dem vor einigen Jahren der damalige Machthaber Saddam H. forderte: „Werft sie ins Meer!“ Wir haben dort eine bedeutende Wandlung zu erwarten.

3.4.    Die neue Weltordnung – One World

Immer häufiger werden in Politikerreden und Parteiprogrammen die „eine Welt“ und die „neue Weltordnung“ beschworen. Was die Nordamerikaner  schon seit 1992 auf ihren Dollarnoten (die amerikanischen Dollarnoten bieten eine Fülle von esoterischen Symbolen, die zum größten Teil auf „die Neue Weltordnung“, die „eine Welt“ hinweisen.)  festgeschrieben haben, soll nun endlich Wirklichkeit werden.

 Damit die Welt zu einer Einheit wird, müssen Sprache, Kultur, Finanzwesen, Landesverteidigung, aber auch der „Geschmack“ der Menschen und vor allem die Religionen vereinheitlicht werden. Außerdem muss jede Art von Information  weltweit und schnell fließen.

Hier sollen nur einige wenige Entwicklungen genannt werden, die zur die zur Erreichung dieses Ziels beitragen:

3.4.1.          Vereinheitlichung der Sprache.

 Durch das Internet wird es möglich, dass alle Menschen die gleiche Sprache sprechen und verstehen. Jeder, der sich entschließt, „User“ des „World Wide Web“ zu werden, ist genötigt, die englische Sprache zu lernen. So kommt es, dass man auf allen Kontinenten zunehmend die eine Sprache spricht.

3.4.2.   Globalisierung der Weltwirtschaft.

Die Märkte der Welt öffnen sich. Ungeachtet der Klimafolgen werden Waren und Dienstleistungen um den ganzen Globus transportiert. Die Geldmärkte wachsen mehr und mehr zusammen. Knapper werdende Ressourcen werden den ärmeren Ländern ohne große Hindernisse entzogen und dem weltweiten Verbrauch zugeführt. Dabei verbrauchen diejenigen am meisten, die das meiste Geld haben.  

3.4.3.        Anpassung der Kulturen und des Geschmacks.

Wenn jemand in Afrika Durst hat, kauf er Coca-Cola. Wenn einer in China Durst hat, kauft er Coca-Cola. Wenn einer in Finnland Durst hat… Wenn jemand in Amerika moderne Musik hört, lauscht er dem Superrapper Eminem , der mit seinen Texten brutalste Gewalt verherrlicht. Wer in Indien, Australien, Ostfriesland Musik hört… -.

Große Fernsehsender strahlen ihre Botschaften in alle Welt aus. In Bild und Text prägen sie Geschmack, Lebensart, Erwartungen und Bedürfnisse. In alle Welt strahlen Sender wie MTV ihre Musiksendungen und Seifenopern (in englischer Sprache) aus  und bringen ihre Botschaft an die Frau und an den  Mann. So wird der Auftritt des world wide agierenden „Tieres“ vorbereitet.

3.4.4.        Angleichung der Weltreligionen.

Wenn sich auch extreme Moslems, Christen und Juden wehren – es ist nicht zu verkennen, dass mit dem amerikanisch-westlichen Lebensstil auch die großen Religionen zusammenrücken. Zu der einen Welt gehört auch eine einheitliche Weltreligion. Vor Jahren schon betete das Oberhaupt der Katholischen Kirche zusammen mit Juden, Muslimen und Schamanen zu ihrem gemeinsamen Gott. Der Auftritt der Hure Babylon kündigt sich an.

3.5.       Es wird sein wie in den Tagen Noahs

Lukas 17, 26-30: Und wie es in den Tagen Noahs geschah, so wird es auch sein in den Tagen des Sohnes des Menschen: Sie aßen, sie tranken, sie heirateten, sie wurden verheiratet bis zu dem Tag, da Noah in die Arche ging und die Flut kam und alle umbrachte. Ebenso auch, wie es geschah in den Tagen Lots: Sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten; an dem Tag aber, da Lot von Sodom hinausging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte alle um. Ebenso wird es an dem Tag sein, da der Sohn des Menschen offenbart wird.

Als Zeichen der Zeiten wird uns hier eine große Sorglosigkeit, verbunden mit frivoler Gottlosigkeit genannt. Das hat es schon immer gegeben, aber es nimmt zu. Der Spott über Glaubensinhalte hat ein unerträgliches Ausmaß erreicht. Das gilt besonders für Kulturen mit christlichen Wurzeln. Und es wird schlimmer. Aber wenn Lot (wenn die Heiligen durch die Entrückung entfernt werden) den Schauplatz verlässt, „regnet es Feuer und Schwefel vom Himmel“. Davon lesen wir in der Offenbarung (Kapitel 7-20).

3.6.       Falsche Christusse, Kriege, und Kriegsgeschrei, Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben

Matthäus 24, 5-7: Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele verführen. Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Seht zu, erschreckt nicht! Denn es muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. Denn es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es werden Hungersnöte und Erdbeben da und dort sein.   

Wirklich sind im 20.Jahrhundert mehrere Personen  aufgetreten, die sich als „Christus“ verehren ließen. Diese Leute haben über den Kreis ihrer Anhänger hinaus keinen bedeutenden Einfluss ausgeübt. Viel wirksamer sind diejenigen, die von sich den Eindruck erwecken, sie seien eine  Art Retter, Messias – als seien sie die Antwort auf die Probleme dieser Welt. „Ich bin Christus“ bedeutet: „Ich bin derjenige, der es schafft.“  „Yes, we can!“

Kriege hat es immer gegeben. Neu ist das „Hören von“. Noch nie gab es eine solche Möglichkeit, sich zu informieren, zu „hören“. Radio, Fernsehen, Internet bringen die neuesten Nachrichten zu jeder Tages- und Nachtzeit ins Haus. Kriege und Streitigkeiten in Weltreligionen, die unseren Vorvätern völlig unbekannt waren, werden   uns in Bild und Ton in Haus geliefert und beunruhigen uns.

Nach dem 2. Weltkrieg war zu hören, dass die Wissenschaft jetzt endlich in der Lage sei, den Hunger  und die Seuchen auf der Erde zu besiegen. Tatsache ist aber, dass seither beides in erschreckendem Maße zugenommen hat.  Daran ist nur zum Teil die Wissenschaft schuld. Menschliche Habgier, Korruption, sexuelle „Freizügigkeit“, Machthunger und direkte Einwirkung dämonischer Kräfte haben zu der gegenwärtigen Krise geführt.

Die kosmischen Ordnungen geraten durcheinander. Der Klimaveränderung  schreibt man die rasante Zunahme von Stürmen, Dürreperioden, Anstieg des Wasserstandes der Weltmeere zu. Tektonische Veränderungen führen vermehrt zu Tsunamis und Erdbeben. Das alles sind „Zeichen“.       

3.7.        Angst in Ratlosigkeit

Lukas 21,25:  Und es werden Zeichen sein an Sonne und Mond und Sternen und auf der Erde Angst der Nationen in Ratlosigkeit bei brausendem und wogendem Meer.

Die Probleme der Welt sind vielfältig beschrieben worden: Terrorismus, Trinkwasserknappheit, Aids, Korruption und vieles andere. Ein Gremium, ein Ausschuss nach dem anderen wird ins Leben gerufen, aber die entscheidenden  Antworten bleiben aus. „Ratlosigkeit“   charakterisiert die Situation sehr treffend. Nach dem Zerfall  jahrhundertealte Traditionen, Regierungsformen und Sitten, nach der zunehmenden Ablösung von religiösen Bindungen und ethischen Normen bleiben Hilf- und Ratlosigkeit.

3.8.        Das Erkalten der Liebe wegen der Vermehrung der Gesetzlosigkeit.

 Erkalten kann nur, was einmal heiß gewesen ist. Der 12. Vers in Matthäus 24 spricht von Menschen, die einmal erfüllt waren von der Liebe zu GOTT und Menschen.

Wir kennen das ungläubige Staunen von Christen aus Afrika oder Asien, wenn sie dem „Christentum“ im „Land der Bibel“ begegnen. Bis in die „evangelikalen“ Kreise hinein finden wir Entwicklungen, die Zeugnis geben von dem Prozess, den der HERR JESUS vorhergesagt hat. Als Grund nennt ER die „Vermehrung der Gesetzlosigkeit“, der offensichtlich auch wir nicht oder nur mit größter Anstrengung standzuhalten vermögen.

3.9.        Schwere Zeiten für die Heiligen

2.Timotheus 3, 1-5:  Dies aber wisse, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden;  denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig,  lieblos, unversöhnlich, Verleumder, unenthaltsam, grausam, das Gute nicht liebend,  Verräter, unbesonnen, aufgeblasen, mehr das Vergnügen liebend als Gott,  die eine Form der Gottseligkeit  haben, deren Kraft aber verleugnen.

„Die Menschen“  - gläubige und ungläubige – so werden sie sein. Christliche Eltern werden nicht mehr mit ihren Kindern fertig, die Scheidungsrate bei Menschen aus christlichem Hintergrund ist ähnlich hoch wie bei dem Bevölkerungsdurchschnitt. Die Autorität der Bibel wird zwar formal anerkannt, aber hat praktisch wenig Bedeutung für den Alltag: Schwere Zeiten für Menschen, die JESUS von ganzem Herzen nachfolgen wollen.

3.10.     Moralische Werte, die in allen Kulturen verbindlich waren, verfallen zusehends.

Dazu gehört der ganze Bereich der sexuellen Verantwortung, die Ehe, der Respekt vor dem Alter, der Respekt vor Leistung, Gehorsam gegenüber „Eltern und Herren“, Sparsamkeit und Haushalterschaft (Man kann nur ausgeben, was man hat.), Ehrlichkeit, persönliche Opferbereitschaft und anderes.

3.11.     Lehre von Dämonen

1.Timotheus 4, 1-2:   Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren  Zeiten manche vom Glauben abfallen werden, indem sie auf betrügerische Geister und Lehren von Dämonen achten,  durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind.

„Lehren von Dämonen“ sind zunächst einmal von Dämonen inspirierte Lehren. Diese widersprechen der „gesunden Lehre“, verkündigen einen  „ anderen JESUS“, verheißen einen „anderen Geist“ und vertreten ein „anderes Evangelium“  (2.Korinther 11,4; 1. Timotheus 1, 9-11). Es  kann sich aber zusätzlich um eine übertriebene Dämonologie handeln (alles und jenes wird  „dämonisch“  genannt und  darum  verboten).

 

3.12.    Spötter

2.Petrus 3,3: …und zuerst dies wisst, dass in den letzten Tagen Spötter mit Spötterei kommen werden, die nach ihren eigenen Begierden wandeln.

Diese Spötter hinterfragen in unzulässiger Weise die Aussagen der Bibel. Sie wagen es, angeblich „ungerechte“ Aussagen abzuändern. JESUS Sein HERR-Sein abzusprechen, dem heiligen GOTT Wörter der Gossensprache in den Mund zu legen, die heiligen Berichte der Schrift als Mythen abzutun und sie im Namen der theologischen  „Wissenschaft“ zu entmythologisieren. Sühnetod und Auferstehung gehören für sie ebenso in den Bereich der Mythen wie Seien Wiederkunft und das kommende Gericht. 

3.13.    Das Evangelium des Reiches wird überall verkündigt werden.

Matthäus 24,14: Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende [telos] kommen.

 ES gibt heute keinen Flecken auf der Erde, der nicht von der Botschaft des Reiches GOTTES erreicht wird. Durch Radio-Sendungen, Internet und Fernsehen kommt es bis in die entlegensten Bereiche des „Erdkreises“.

3.14.     Weitere „Zeichen der Zeit“:

-          Die „Nachtgesichte“ des Sacharja,

-          Die Gesichte und Offenbarungen des Daniel,

-          Und vieles andere.

4.            2.Thessalonicher 2,1 ff.

Was aber die Zeiten und Zeitpunkte betrifft, Brüder, so habt ihr nicht nötig, dass euch geschrieben wird. (1.Thessalonicher 5,1)

 Wir bitten euch aber, Brüder, wegen der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm, dass ihr euch nicht schnell in eurem Sinn2 erschüttern, auch nicht erschrecken lasst, weder durch Geist noch durch Wort noch durch Brief, als seien sie von uns, als ob der Tag des Herrn da wäre. (2.Thessalonicher, 2, 1-2)

Die Christen in Thessalonich wussten Bescheid; sie hatten keine weiteren Belehrungen nötig. Wir dagegen brauchen den  Unterricht durch GOTTES Wort. Sie hatten „nicht nötig, dass ihnen geschrieben wird“.

4.1.   Die Ankunft unseres HERRN JESUS

(parousia = Anwesenheit, Da-Sein) Das Wort wird in den Briefen des Paulus im Zusammenhang mit der Vollendung der Gemeinde gebraucht. „Ankunft“ bedeutet das Kommen  des HERRN mit der Gemeinde, Sein Offenbar-werden, Sein sichtbares Erscheinen. (Kol. 3,4; 2.Thess. 1,10; ) Lies 1.Thess.2, 19;  1.Kor. 15,23; Jak. 5,7!

4.1.2.   Vereinigung mit IHM    (episynagoge  = Hinaufversammlung, Hinzuversammlung)

Gemeint ist die Vereinigung des Leibes CHRISTI mit dem Haupt; sie geschieht durch die Entrückung. (Das Wort steht nur hier und Hebr.10, 25).

 4.1.3.   Der Tag des HERRN  (e hemera ton kyrion) bezeichnet einen sehr umfassenden Sachverhalt: Das Wirken des wiederkommenden HERN als Richter und Weltvollender (vergl. 1. Thess.5,2).

Das (vorläufige) Ziel der Heilsgeschichte ist die Parusie.

Darum steht sie im 2. Thessalonicher 2,1 an erster Stelle, während die zeitliche Abfolge gerade umgekehrt sein wird:  Zu einem gewissen Zeitpunkt findet die Entrückung statt, danach die Parusie. Beides – und noch viel mehr – geschieht am Tag des HERRN. Damit ist dieser aber noch nicht abgeschlossen.

Zur Zeit der Abfassung des Briefes: Noch ist es nicht soweit!  Keine schnelle Begeisterung – es folgt Enttäuschung! Nicht aus der Ruhe fallen!

Die Christen werden nicht getadelt, weil sie sich Gedanken über „Zeiten und Zeitpunkte“ machen. Der Brief ermahnt sie lediglich, nüchtern zu bleiben (s. auch 1.Petrus 4,7: Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. Seid nun besonnen und seid nüchtern zum Gebet!) , was viel wichtiger ist.

4.1.4.    „Lasst euch nicht erschrecken!“

Weder „durch den GEIST“ – eine (angeblich) vom HEILIGEN GEIST geschenkte „Botschaft“;  hier ist vielleicht an Weissagung in der Gemeinde zu denken (s. 1.Korinther 14, 29 ff; 1. Thessalonicher 5,20),  noch durch „Wort“ (logos) – (unrichtige) Schriftauslegung, Predigt, noch durch „Brief“ – es kursierten viele Briefe, die angeblich von den Aposteln geschrieben waren.

4.1.5.   Beachte die „Zeiten und Zeitpunkte“ (1.Thess. 5,1) (ton chronos kai kairon)         

Zeiten = Zeitabschnitte, Zeiträume, Intervalle, Zeitdauer.

Zeitpunkte = (rechter) Zeitpunkt, , fixierte, besondere Zeit, z.B. „jetzt“.

1.        Der Tag des HERRN (Zeit)    > - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -<

2.       Die Entrückung,  die Parusie (Zeitpunkte)    >-  - - - ! - - - - -! - - <

 Dass niemand euch auf irgendeine Weise verführe! Denn < dieser Tag kommt nicht, es sei denn, dass zuerst der Abfall gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit offenbart worden ist, der Sohn des Verderbens;  der sich widersetzt und sich überhebt über alles, was Gott heißt oder Gegenstand der Verehrung ist, so dass er sich in den Tempel Gottes setzt und sich ausweist, dass er Gott sei.  Erinnert ihr euch nicht, dass ich dies zu euch sagte, als ich noch bei euch war? (2.Thessalonicher 2, 3-5)

4.1.6.    Was vor dem Tag des HERRN geschieht:

Der Abfall kommt > der Mensch der Gesetzlosigkeit wird offenbar  >  dann: > der Tag des HERRN <

Abfall:  Lies 2.Tim. 3, 1-5; Matth.24, 12!

Daraus erwächst  der Mensch der Gesetzlosigkeit, Sohn des Verderbens;  ein bisher (so) nicht da gewesener Menschentypus. Er ist renitent, schamlos, gesetzlos, antiautoritär, ohne Ehrfurcht, besonders GOTT und Göttlichem gegenüber.

Er setzt sich selbst in den Tempel (das ist die Gemeinde –s.  2.Kor.6,16!) und erklärt: ICH bin GOTT! (Selbstverherrlichung des Menschen – vgl. 1.Moses 3,5; 2.Tim. 3, 1-5!).

Vorläufer dieses neuen Menschentypus finden wir schon in der Französischen Revolution und in den „68ern“, aber auch bei Einzelpersonen, Schriftstellern, Philosophen, Anarchisten. Damit die Entwicklung hin zum „Menschen der Gesetzlosigkeit“ Sprach-, Kultur- und Nationen-übergreifend verlaufen kann, müsste eine  Angleichung stattfinden, eine Angleichung vor allem  der „Denke“, der Art, wie  man Dinge rational und emotional wertet. Das war (und ist bis zurzeit noch) in unterschiedlichen Kulturkreisen sehr verschieden. Der Begriff Globalisierung  macht deutlich, dass Unterschiede zugunsten einfacherer Handhabung von Handel und Wissenschaft ausgeglichen werden. Im politisch-weltanschaulichen Bereich  spielt der Wunsch nach der „einen Welt“ (One World“) eine bedeutende Rolle.  Das „World-Wide-Web“ (weltweites Netz) als weltweites Informationssystem im Internet versorgt die ganze Welt mit gleichlautenden Informationen. /Dass diese bewusst gesteuert werden können, stimmt uns bedenklich.)  Damit das funktioniert, muss die Sprache vereinheitlicht werden. Heute haben alle, die im Kultur-, WIssenschafts- und WIrtschafts-Leben mitreden können wollen, die englische Sprache zu beherrschen.

Selbst Kleidung und Musikgeschmack gleichen sich an. Es befremdet uns nicht mehr, wenn wir in Filmen aus Zentralafrika, aus den Regenwäldern Südamerikas oder aus Ländern wie Tibet, Nepal, Japan Coca-Cola trinkende Menschen  in T-Shirt und Jeans sehen. Könnten wir die allgegenwärtige Hintergrundmusik hören,  käme sie uns vertraut vor. Die gleiche Musik tönt auch aus den Lautsprechern unserer Supermärkte und aus unseren Häusern. Als mächtigster Staat der Erde liefern die USA die meisten Muster für Verhalten, Vorlieben und Denkweisen des  „modernen“ Menschen.

Die Menschheit wird in ihrem Denken, ihren Ansichten und Vorlieben zunehmend vereinheitlicht.

4.2.   Das Zurückhaltende – der Zurückhaltende

 Und jetzt wisst ihr, was zurückhält, damit er zu seiner Zeit offenbart wird. Denn schon ist das Geheimnis der Gesetzlosigkeit wirksam; nur < offenbart es sich nicht >, bis der, welcher jetzt zurückhält, aus dem Weg ist… (2.Thessalonicher 2, 6-7)

„Ihr wisst, was zurückhält“  (das Aufhaltende, das Festhaltende).  Was ist das?

Er gibt hier die unterschiedlichsten Antworten. Einige sagen, es sei der HEILIGE GEIST. Man geht davon aus, dass mit der Entrückung  des Leibes CHRISTI auch der in den einzelnen Gliedern wohnende GEIST von der Erde weggenommen sei. Dann erst werde es möglich, dass der Mensch der Sünde offenbar wird.

Oder es ist die Gemeinde. Solange sie noch auf der Erde als „Licht und Salz“ wirkt, kann sich das Böse nicht ungehindert entfalten.

Wieder andere denken an die weltliche Ordnung, deren segensreicher Einfluss das Ausbreiten des Bösen eindämmt.  

Manche sagen, Satan sei „das, was zurückhält“. Erst wenn der aus dem Himmel auf die Erde geworfen wird (Offenbarung 12) , entfalte sich die Macht des Bösen auf der Erde in bisher unvorstellbarer Weise.

Bevor wir uns der Antwort auf die gestellte Frage nähern, etwas anderes: Was wird eigentlich aufgehalten? Ist es das Abgleiten in immer mehr Bosheit, schließlich die Erscheinung des „Menschen der Sünde“, oder ist nicht vielmehr die Parusie unseres HERRN JESUS gemeint.  Auch diese Frage muss eine  Antwort finden.

„Ihr wisst“   - wörtl. : „Und jetzt wisst ihr, was…“ – jetzt, nachdem es ihnen in den Versen 3 – 5 geschrieben worden ist.

Zuerst stellen wir fest,

  1. Das Zurückhaltende ist ein es“ (Neutrum), nicht ein  „er“ oder „sie“ (eine Person).
  2. Es ist noch verborgen, aber es wird zu seiner Zeit (kairos) enthüllt werden. Diese Aussage steht nicht im Widerspruch zu dem Anfang des 6. Verses („Und jetzt wisst ihr“). Man kann wissen, um was es sich bei einer Sache handelt, ohne sie zu kennen.  (Beispiel: Der Arzt sagt mir: „Sie haben Lymphogranulomatose. Dann weiß ich, was ich habe, aber ich weiß nicht, was das ist.)
  3. Das Zurückhaltende hat ein bestimmtes Ziel (wörtl.): „hinein in das Offenbartwerden zu seiner Zeit“. Es hält zurück auf das Ziel des Offenbarwerdens hin. (Baader: das Offenbarwerden „von jenem“).
  4. „Offenbar“ wird nicht ein „es“, sondern ein „er“, eine Person.
  5. Wie lange hält „es“ zurück? Bis „er“ aus der Mitte ist“ (nicht: „weggetan“, „aus dem Weg“, „aus (der) Mitte (genommen) wird“  (Münt), sondern: „Bis er aus der Mitte werde“ (lenetai = entstehe, werde) – und zwar aus der Mitte des Aufhaltenden! Es muss also nichts „aus dem Weg“ geräumt, weggetan werden, sondern es entsteht ein „Er“ aus dem, was zurückhält, bis er zu seiner Zeit ausgereift ist und enthüllt wird. Das Aufhaltende ist „das Geheimnis der Gesetzlosigkeit“(2,7), das sich so lange noch zurückhält, bis es zu seiner Zeit in seiner persönlichen Spitze völlig  offenbar wird, das heißt, bis die betreffende Person in jeder Hinsicht bereit ist.
  6. Jetzt ist auch die Frage beantwortet, wer denn zurückgehalten wird. (Vergleich: Eine Autofabrik wird ihr neuestes Modell erst „enthüllen“, wenn die Entwicklung abgeschlossen, das Produkt ausgereift ist.)

… und dann wird der Gesetzlose offenbart werden, den der Herr Jesus beseitigen wird durch  den Hauch seines Mundes und vernichten durch die Erscheinung seiner Ankunft;  ihn, dessen Ankunft gemäß der Wirksamkeit des Satans erfolgt mit jeder Machttat und mit Zeichen und Wundern der Lüge und mit jedem Betrug der Ungerechtigkeit für die, welche verloren gehen, dafür, dass sie die Liebe der Wahrheit zu ihrer Rettung nicht angenommen haben. Und deshalb sendet ihnen Gott eine wirksame Kraft des Irrwahns, dass sie der Lüge glauben … (2.Thessalonicher 2, 8-11)         

Und dann „zu seiner Zeit“, also sind der „ Mensch der Sünde“ und der „Gesetzlose“ nicht ein und dieselbe Person. Der „Mensch der Sünde“ ist der Mensch der letzten Zeit, der Endzeitmensch. Dieser „sündigt“ noch – der Gesetzlose erkennt nichts als Sünde an, weil es für ihn gar kein Gesetz außer seinem eigenen mehr gibt.

Der „Gesetzlose“:

  1. Seine  Parusie ist nach der Wirksamkeit Satans.
  2. Sie ist „mit jeder Kraft“, die ihm aus der Quelle Satans zufließt.
  3. Er tut Pseudo-Zeichen und Pseudo-Wunder.
  4. Er arbeitet mit jeder Art von Verführung der Ungerechtigkeit.
  5. Verführt werden diejenigen, die die Liebe zur (der) Wahrheit nicht annehmen – darum von GOTT  eine wirksame Kraft des Irrwahns (griech. „plane“, s.2.Petr.2, 18; 3,17; Eph. 4,14) gesandt bekommen, so dass sie willige Opfer der Verführung werden. Sie werden „verloren gehen“  - gerichtet werden, weil sie der Wahrheit nicht glauben, sondern „Lust an der Ungerechtigkeit“ haben.
  6. Der Gesetzlose ist das „kleine Horn“ (Daniel 7,8; 7,24; 8,9).
  7. Er ist der König des Nordens (Daniel 11, 36 – 45).
  8. Er ist das „Tier“ aus Offenbarung 13.
  9. Das erste, was die Schrift von ihm sagt: „den der HERR JESUS verzehren wird durch den Hauch Seines Mundes“. Die Heiligen sollen es wissen: So grausam, so böse, so mächtig diese Person auch sein mag: zuletzt siegt JESUS! Die Heiligen, damit sind diejenigen Gläubigen gemeint, die während der 7 Jahre noch auf der Erde leben, das dann bekehrte Israel. Diejenigen, die das „Malzeichen“ nicht annehmen, die beiden Zeugen. Sie alle sollen wissen: Wenn der HERR JESUS erscheint in Seiner Herrlichkeit und mit Seinem Leib, dann wird der Tyrann „mit dem Hauch Seines Mundes  verzehrt“  (lies Römer 11,26; Offenbarung 13,15; Offenbarung 11, 1-14) .  Der „Leib CHRISTI“ wird „den Menschen der Sünde“ noch erleben und die einzelnen Glieder müssen wachsam und nüchtern bleiben, sich nicht anzupassen. Die Entrückung findet statt, bevor der „Gesetzlose“ aus der Mitte des „Menschen der Sünde“ der von GOTT gänzlich abgefallenen Menschheit  „geworden“ ist.

Exkurs 1: Matthäus 24:

Die Jünger stellen 3 Fragen.

  1. Wann wird der Tempel zerstört?
  2. Was ist das Zeichen deiner Ankunft?
  3.  Was ist das Zeichen der Vollendung der Weltzeit?

Die erste Frage wird in Lukas 21, 20 -22 beantwortet:

Wenn ihr aber Jerusalem von Heerscharen umzingelt seht, dann erkennt, dass seine Verwüstung nahe gekommen ist!  Dann sollen die in Judäa auf die Berge fliehen, und die, die in seiner Mitte sind, daraus fortgehen, und die, die auf dem Land sind, nicht dort hineingehen. Denn dies sind Tage der Rache, dass alles erfüllt werde, was geschrieben steht.

Jerusalem ist im Jahr 70 n. Chr. von den Römern zerstört worden. Aber es wird noch einmal – wenigstens teilweise – eingenommen werden (Sacharja 12, 3; 14,2).

Die Antwort auf die zweite Frage finden wir in den Versen 4 - 26 und 37 - 39.

Die dritte Frage schließlich wird in den Versen 27 - 31; 40 – 51 und Kapitel 25, 1 – 46 beantwortet.

24 Zeichen für die Wiederkunft des HERRN JESUS:

  1. Täuschung, Betrug (Verse 4-5, 11, 24),
  2. Falsche Christusse (Gesalbte, Messiasse) (Verse 23 – 26),
  3. Kriege und Kriegsgeschrei (Verse 6 -7),
  4. Hungersnöte (Vers 8; Off. 6,5-6),
  5.  Seuchen (Vers 7; Off. 6 -8),
  6. Erdbeben (Vers 7; Off. 6,12-17),
  7. Antisemitismus (Vers 9; Mark. 13,9 und 13),
  8. Ärgernisse (Vers 10; Matth.18,1-10),
  9. Verrat, Vertrauensbruch (Vers 9; Mark. 13,12),
  10. Hass (Vers 10; 2.Tim.3,1-9),
  11. Falsche Propheten (Vers 11; 24; Off.13),
  12. Die Ungesetzlichkeit nimmt Überhand (Vers 12),
  13. Die Liebe erkaltet in vielen (Vers 12; 2.Tim.3,4),
  14.  Abschluss der missionarischen Bemühungen (Vers 14),
  15.  Gräuel an heiliger Stätte (Vers 15; Dan. 9,27; 2.Thess.2,4; Off.13),
  16. Neue jüdische Nation in Israel (Verse 9 + 15 – 26; Hes.37; Dan. 9,27),
  17. Neuer jüdischer Tempel (Verse 15 + 26; Off.11.1 – 2; Dan. 8, 9 – 13; 2.Thess.2,4),
  18. Große Bedrängnis von 3 ½ Jahren (Vers 21; Dan.12,1, Off. 12, 1 – 19, 21),
  19. Sterben um JESU Willen (Vers 9 und 22; Dan. 8,21; Off. 7,9 – 17; 11,7; 15, 2 – 4; 20, 4 – 6),
  20. Flucht der Juden aus Judäa (Verse 16 – 21; Off.12, 6+14; Jes.16, 1 – 5; Ps.60, 4 -8; Dan. 11, 40 - 45; Hes.20, 33 – 38; Hos.2,14 – 16),
  21. Zunehmende satanische Kraft ( Vers 24; 2.Thess.2, 8 – 12; Off.13 u.a.),
  22. Ausschweifung (Vers 38; Luk. 7,28; Luk.21,34),
  23. Sexuelle Verirrungen (Vers 38; Luk.17,28),
  24. Ignoranz und Lethargie (Vers 39).

Exkurs 2: Der Christ in Zeiten des Abfalls

Was bedeutet „Abfall“?

Abfall, griech. „apostasia“= Abstand, Entfernung, Lossagung, Abfall, Abstehen von…

 Das Wort kommt nur in Apg. 21,21 und 2.Thess.2,3 vor. Es ist verwandt mit „apostasion“, das in Matth.5, 31; 19,7: Mark.10, 4 für „Ehescheidung“ gebraucht wird.     

GOTTES Wort warnt vor dem Abfall von:

-          der Lehre de Schrift (1.Joh.1,1 – 4; 2.Tim.1, 13-14),

-          der Wahrheit (2.Tim.2,18)

-          dem Glauben (2.Tim.2,18),

-          der Liebe (Matth.24,12),

-          der Treue in der Verwaltung der Gnadengaben (2.Tim.1,6),

-          dem  Gehorsam (2.Tim. 3,1) u. s. w.

Abfallen kann nur, was einmal „dran“ gewesen ist.

Normalerweise bedeutet „Abfall“ für Christen auch Wegwenden von der Gemeinschaft des Volkes GOTTES. Christen sollen bei der „Herde“ bleiben, wenn sie nicht abfallen wollen. So haben wir es gelernt. Wenn aber die „Herde“ geschlossen einen falschen Weg geht, kann es nötig sein, auszuscheren und alleine dem HERRN zu folgen.

Das kann Spott du Verachtung zur Folge haben. Wir erinnern uns an das wiederholte „Du aber“ in den Briefen an Timotheus.

gegen_den_stromWie muss ich mich verhalten, wenn ich genötigt bin, in meiner christlichen Gruppe „gegen den Strom zu schwimmen“?

  1. Fülle dich mit GOTTES Wort.
  2. Weise ab, was der Schrift nicht entspricht.
  3. Weise ab, was GOTTES Maßstäbe verändern will.
  4. Weise alle Versprechungen ab, die nicht von der Schrift gestützt sind.
  5. Bete noch mehr als bisher.
  6. Zum Beten kommt das Fasten.
  7. Werde vom GEIST zur Fülle gebracht.
  8. Rücke mit denen zusammen, die wie Du  den HERRN fürchten.
  9. Halte  Ausschau.

WARTEN -  WACHEN – Handeln

  hahn

 

 

 

 

 

 

 

 

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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 7. Oktober 2009 )