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Man glaubt an den
elektrischen Strom, an die Radioaktivität, an den Busfahrplan, die Tageszeitung
und das Fernsehprogramm ... aber an das, was Gott im Neuen Testament zu uns
sagt, weigert man sich einfach zu glauben, und sagt dreist: „Ich glaube nur,
was ich sehe.“ Gott hat noch keiner gesehen.
Aber den Wind
sieht man ja auch nicht und glaubt trotzdem daran. Man sieht doch wie sich die
Bäume darunter biegen. So ist es auch mit dem Geist Gottes, wenn er Menschen bewegt,
die zu Jesus umgekehrt sind. Es kommt dann eine richtige innere Erneuerung
zustande. Jesus sagte es so:
„Der Wind weht,
wo er will. Du hörst sein Geräusch wohl, aber du weißt nicht, woher er kommt
und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren worden ist.“
(Joh.3,8)
Psychologisch ist
das Wirken des Heiligen Geistes nicht erklärbar. Es geht dabei nicht um die 5
Sinne. Wenn Deine Kirche nicht mehr anbietet als schöne Musik
und etwas Geselligkeit für die natürlichen Sinne, warum sollte man Gott da
leichter finden als im Gesangsverein? Man findet Gott nur durch Glauben.
Schauen wir uns dazu einmal den blinden Bettler an, der – obwohl er ihn nicht
sehen konnte – zu Jesus Christus fand, als er auf dieser Erde auftrat. Dieser
Bettler saß an der Straße, als Jesus mit seinen Anhängern vorbeizog. Er konnte
es nicht sehen, aber er hörte es von anderen, die Jesus erfahren hatten und
zujubelten. Und sobald er begriff, dass Jesus erreichbar ist, fing er gleich an
zu ihm zu rufen:
„Jesus, Davids
Sohn, erbarme Dich über mich!“ (Mk.10,47)
Wenn Du einmal zu
richtigen Christen Kontakt findest, wo nicht nur das Namensschild vor der Tür
stimmt, dann kannst Du etwas ganz ähnliches erleben: Menschen, die von
dem Wirken Gottes in ihrem Leben berichten können; die nicht nur
gewohnheitsmäßige Gebete runterleiern, sondern ernsthaft im Vertrauen zu Gott
reden. Du wirst dann merken, dass Gott erreichbar ist, auch für Dich, auch wenn
Du ihn selbst noch nicht erfahren hast. Mache es wie der Blinde und rufe
einfach zu Jesus. Jesus wird auch Dich hören. Es mag nun sein, dass sich dann
Hindernisse in den Weg stellen, wenn Du Gott suchen willst. Da sind nicht nur
die eigenen Zweifel sondern auch andere Leute. Es scheint ihnen zu viel
verlangt, Gott persönlich kennen zu lernen. Den blinden Bettler jedenfalls,
wollte man schnell wieder zur Ruhe bringen.
„Und viele
ermahnten ihn, dass er still sein soll. Er aber rief nur umsomehr: David-Sohn
Jesus! Hab Mitleid mit mir!“ (Mk.10,48)
Vielleicht sind
es auch alte Kumpel, die meinen, Du solltest mit deinem neuen Tick Gott zu
suchen schnell mal wieder aufhören. Sie bohren in Deinem alten Leben herum und
sagen: „Ausgerechnet der muss jetzt noch mit frommen Sprüchen anfangen.“ Aber
das soll alles nur Deine Entschlossenheit stärken.
Rufe nur um so
lauter zu Gott. Und schließlich reagiert Jesus.
„Da blieb Jesus
stehen und ordnete an, dass man ihn zu ihm herbringt.“
(Lk.18,40)
Zunächst war es
ein vorsichtiges Vortasten. Aber dann schickte Jesus dem Blinden andere zu
Hilfe, um ihn zu leiten. Wer Gott sucht, dem kommt er auch entgegen. Es
laufen einem Menschen über den Weg, die einem wieder einen Schritt
weiterhelfen, die einen nicht für ihren Verein vereinnahmen wollen, sondern
wirklich im Leben die Richtung zu Jesus zeigen. Man hört immer wieder Leute
sagen: „Ich kann Gott ja gar nicht mehr verstehen, was das alles soll in meinem
Leben, mit der Welt usw. ...“ Wer weit von Gott weg ist, kann ihn auch schwer
verstehen. „Naht euch zu Gott, und er naht sich zu euch.“(Jak.4,8) Wenn
man in Gottes Nähe lebt, versteht man ihn mit der Zeit besser.
Der Blinde wusste
nun, dass er den Sohn Gottes vor sich hatte, und Jesus fragte:
„Was willst Du, dass ich für Dich tun soll?“ (Lk.18,41)
Der Blinde war
das Betteln gewohnt. Es ist gut daran zu denken, dass wir in allem von Gott
völlig abhängig sind. Aber man soll sich auch gut überlegen, worum man Gott
bittet. Ist es Dein Wunsch Gott zu finden, dann bitte ihn ernsthaft darum. Auf
dieser Erde hatte Jesus die Krankheiten der Menschen geheilt, aber es stellte
sich heraus, dass sie davon keinen Deut besser geworden waren. Unser Problem
steckt tiefer. Dieselben Menschen, für die er seine Wunder getan hatte,
schlugen ihn schließlich ans Kreuz. Es ist die Krankheit unserer Seele, die
Sünde, durch die Elend und Tod in die Welt kamen. Darum musste der Herr erst
das Lamm Gottes werden und am Kreuz die Sünden dieser Welt auf sich laden. Und
das Ergebnis ist Frieden mit Gott durch die Vergebung der Schuld. Gott möchte auch
Dir diesen Frieden gerne schenken, um mit Dir in Verbindung zu treten. Für den
Verstand mag es nicht logisch aussehen, was Gott da getan hatte. Glaube es
einfach, weil es der Gott sagt, der unser volles Vertrauen verdient, damit auch
Du das erfahren kannst: .„Dein Glaube hat Dich gerettet“ (Lk.18,42)
Michael Licher www.way2god.de
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