Sternzeit
3417,3;
Computerbucheintragung
der Enterprise;
Captain
Kirk.
Folgende
dramatische Geschichte ereignete sich im Laufe der letzten Jahre auf der USS
Enterprise:
Pflanzen, die auf dem Planeten Nihil IX entdeckt wurden, sind die Ursache
für eine seltsame Verwandlung einer Landetruppe der Enterprise. Sie sorgten dafür,
dass selbst der Vulkanier Spock, bekannt als zuverlässiger
Wissenschaftsoffizier der USS Enterprise in einen Zustand heiterer Euphorie
verfiel.
Er beschloss,
die Wirkung der Pflanze an sich selbst zu testen. Nach dem ersten Selbstversuch
entschloss er sich zu einer Langzeitstudie – ebenfalls an sich selbst. Ebenso
wie die Planetenbewohner inhalierte er mehrmals am Tage diese unbekannte
Pflanze. Noch nie in seinem langen Vulkanierleben (geb. 2230) war Spock so
gelöst und locker.
Immer wieder ließ Mr. Spock kiloweise dieses Kraut auf die Enterprise beamen,
ohne Scotty und Captain Kirk in diese Selbstversuche einzuweihen. Kaum waren
die Pflanzen an Bord, verschwand Mr. Spock mit einigen frustrierten Besatzungsmitgliedern in einen
leeren Frachtraum.
Diese
Crewmitglieder schätzten ebenfalls die geheimnisvolle Wirkung und außerdem
verband sie auch der Forschungsdrang, hinter das Geheimnis des Krautes zu
kommen.
Nachdem Captain
Kirk bemerkte, dass seinem sonst so zuverlässigen Vulkanier immer wieder Fehler
unterliefen, bestellte er ihn auf die Brücke.
3 Jahre später; Sternzeit 3420,3
Mr. Spock
ist nur noch selten auf der Kommandobrücke zu sehen. Immer häufiger findet man ihn in kichernder Runde in irgendeinem Frachtraum der Enterprise. Er scheint
vollkommen desinteressiert an seinen Aufgaben als Wissenschaftsoffizier des
Raumschiffes zu sein.
Captain Kirk ist sehr besorgt über den Zustand seines Vulkaniers und seiner
neuen Clique. Er sucht seinen Bordarzt Dr. McCoy auf und berichtet seinem
Freund seine Beobachtungen von dem Zeitpunkt an, da die Enterprise diesen
Planeten in der Sternzeit 3417,3 besuchte. McCoy beginnt seine Recherchen und
befragt seinen Computer.
Bei einem
erneuten Gespräch kann McCoy über die Wirkungskraft dieser Gewächse berichten.
Folgende Fakten kann McCoy mitteilen:
Das Gehirn eines Humanoiden hat ca. 15 Milliarden Zellen und 500 000 km Nervenfaserleitungen.
Die Verbindung zwischen den einzelnen Gehirnzellen wird durch die
Transmittersubstanz ermöglicht. Der Hauptwirkstoff von Haschisch (THC) hat eine
große Ähnlichkeit mit dieser Transmittersubstanz. THC bewirkt im Gehirn völlig sinnlose
und falsche Kontakte. Es kommt zu unkontrollierten Weiterleitungen vieler
sinnloser Informationen. Das wird als Rausch empfunden. Die Folgen sind:
`Der Erfahrungs- und Erinnerungsspeicher wird immer unrealer!
`Erinnerungs- und Denkvermögen werden anhaltendgedämpft oder gelähmt.
`Zellkernveränderungen im Gensystem (ca. 1/20 des THC bleibt länger im Körper,
wo es sich vor allem im Gehirn, den Hoden, den Eierstöcken usw. ablagert).
`Haschisch bewirkt eine »Null-Bock«-Einstellung, fördert seelische Labilität
und »Abhängen« und lässt nur noch oberflächliche Gespräche zu.
`Verlust bisheriger Interessen bis hin zur totalen Orientierungslosigkeit und
falscher Erlebnisverarbeitung.
`Allmähliche, nicht wahrgenommene Persönlichkeitsveränderung.
Besonders häufig wurde diese Substanz um das Jahr 2000 auf dem Planeten Erde
konsumiert. Dort hatte es verheerende Auswirkungen.
Captain Kirk
möchte Spock retten. Andernfalls muss er ihn auf seinen Heimatplaneten Vulkan
zurückbringen. Das wäre ein schmerzlicher Verlust für die Mission der USS
Enterprise. Während sich Captain Kirk ernstlich Gedanken macht, um seinen
Freund zu retten, visioniert Spock über eine eigene Mission mit seiner für Haschisch
aufgeschlossenen Crew.
McCoy konnte bei seinen Recherchen auch feststellen, dass einige Humanoide von ihrer
Sucht nach diesem unberechenbaren Kraut frei geworden sind:
z.B. Pasquale:
„Mit 14
probierte ich das erste Mal einen Joint. Knapp schaffte ich meine Lehre als Elektriker. Danach hatte ich keinen Bock auf nichts mehr. Graffiti, Aggressionen
und Drogen waren mein Leben. Das Kiffen hat mich total betrogen. Erst Jesus
konnte mein Leben ordnen und mir eine sinnvolle Aufgabe geben.“
mehr über Pasquale : Versunken im Farbenrausch
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