Mittwoch, 8. Februar 2012
 
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Die Bibel
Mittwoch, 08. Februar 2012
Lass leuchten dein Antlitz über dein zerstörtes Heiligtum um deinetwillen, Herr!
Ihr seid aufgebaut auf dem Fundament der Apostel und Propheten - der Schlussstein ist Christus Jesus selbst. Durch ihn wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, durch ihn werdet auch ihr mit eingebaut in die Wohnung Gottes im Geist.
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geistestaufeWas haben wir darunter zu verstehen? Gibt es diese Taufe heute noch? Für uns?

Sieben Textstellen

Matthäus 3,11: Ich zwar taufe euch mit Wasser zur Buße; der nach mir Kommende aber ist stärker als ich, dessen Sandalen zu tragen ich nicht würdig bin; er wird euch mit Heiligem Geiste und Feuer taufen. 

Markus 1,8 : Ich zwar habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit Heiligem Geiste taufen. 

Lukas 3,16: Es antwortete Johannes allen und sprach: Ich zwar taufe euch mit Wasser; es kommt aber, der stärker ist als ich, dessen ich nicht würdig bin, ihm den Riemen seiner Sandalen zu lösen; er wird euch mit Heiligem Geiste und Feuer taufen. 

Johannes 1,33: Und ich kannte ihn nicht; aber der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, der sprach zu mir: Auf welchen du sehen wirst den Geist herniederfahren und auf ihm bleiben, dieser ist es, der mit Heiligem Geiste tauft. 

Apostelgeschichte 1,5: denn Johannes taufte zwar mit Wasser, ihr aber werdet mit Heiligem Geiste getauft werden nach nunmehr nicht vielen Tagen. 

Apostelgeschichte 11,16: Ich gedachte aber an das Wort des Herrn, wie er sagte: Johannes taufte zwar mit Wasser, ihr aber werdet mit Heiligem Geiste getauft werden. 

1.Korinther 12,13: Denn auch in einem Geiste sind wir alle zu einem Leibe getauft worden, es seien Juden oder Griechen, es seien Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geiste getränkt worden.

Was sagen uns diese Texte?


1.    Während Johannes der Täufer nur mit Wasser zu taufen vermochte, ist JESUS CHRISTUS, der SOHN GOTTES, gekommen, um mit HEILIGEM GEIST zu taufen. Im Matthäus- und im Lukasevangelium heißt es: „mit HEILIGEM GEIST und mit Feuer“.

2.    Angesprochen sind die Juden, die zu Johannes dem Täufer gekommen waren, die Apostel des HERRN, die Christen in Jerusalem und die ganze Gemeinde des HERRN JESUS.

3.    Den Begriff „Geistestaufe“ finden wir nicht in der Bibel. Es wird das Verb (Tätigkeitswort, Zweitwort) benutzt: „taufen im HEILIGEN GEIST" (babtizon en pneumati hagio).

4.    Die Präposition (Verhältniswort) "en" bedeutet vielerlei: in, hinein in, an, bei, auf, in der Kraft von, mittels, durch, mit usw.; es sind also verschiedene Übersetzungen möglich, etwa: mit HEILIGEM GEIST, in HEILIGEN GEIST, durch den HEILIGEN GEIST usw..

5.    Die ersten 5 Texte sind Verheißungen, die folgenden sprechen von der Erfüllung dieser Verheißungen.

6.    Die Taufe mit HEILIGEM GEIST ist die Taufe „zu einem Leib“, dem Leib CHRISTI, der Ekklesia.

Bedeutet alles das Gleiche?

Es gibt unterschiedliche Formulierungen, die davon sprechen, daß Menschen den HEILIGEN GEIST empfangen. Welche sind das und bedeuten alle das Gleiche?

    Getauft werden mit dem HEILIGEN GEIST, „Geistestaufe“.
    Erfüllt mit dem HEILIGEN GEIST, voll GEISTES sein: Lukas 4,1; Apostelgeschichte 6,3;  Apostelgeschichte 6,5; Apostelgeschichte 7,55; Apostelgeschichte 11,24; (Eph.5,18) – das ist der Normalzustand der Heiligen GOTTES, der leider bei den wenigsten durchgehend erreicht wird. Darum sollen sich die Gläubigen in Jerusalem nach Personen (in diesem Fall Männern) umsehen, die voll des HEILIGEN GEISTES sind. Bei unserem HERRN JESUS war das während Seines Erdenlebens selbstverständlich durchgehend der Fall.
    Innewohnung des HEILIGEN GEISTES: 1.Korinther 6,19. Der HEILIGE GEIST „wohnt“ in jedem der Kinder GOTTES.
    Versiegelung durch den HEILIGEN GEIST: Epheser 1,13-14 – Geprägt durch den GEIST, Eigentumssiegel GOTTES, unantastbar durch das Siegel, Unterpfand unseres Erbes.
    Empfang des HEILIGEN GEISTES, Empfang der Gabe des HEILIGEN GEISTES: Apostelgeschichte 2, 38 – Wer Buße getan und sich taufen lassen hat, empfängt diese Gabe.
    GOTT reicht uns den HEILIGEN GEISTES dar: Galater 3,5 – Der HEILIGE GEIST ist eine Darreichung GOTTES, damit wir Seine Werke tun können.
    GOTT gibt Seinen GEIST: 1. Thessalonicher 4,8 – das verpflichtet zur Heiligung.
    GOTT teilt IHN aus: Hebräer 2,4 – GOTT bezeugt sich dadurch.
Zusammenfassend können wir feststellen, daß die unterschiedlichen Formulierungen verschiedene Aspekte der einen wunderbaren Tatsache beschreiben: GOTT hat uns Seinen GEIST gegeben. Wir haben den HEILIGEN GEIST empfangen.


„Wir“ –  Wer ist gemeint?

Wer gläubig geworden ist, hat den HEILIGEN GEIST empfangen.

Epheser 1,13-14: ... auf welchen auch ihr gehofft, nachdem ihr gehört habt das Wort der Wahrheit, das Evangelium eures Heils, in welchem ihr auch, nachdem ihr geglaubt habt, versiegelt worden seid mit dem Heiligen Geiste der Verheißung, welcher das Unterpfand unseres Erbes ist, zur Erlösung des erworbenen Besitzes, zum Preise seiner Herrlichkeit.

Römer 5,5: ... denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, welcher uns gegeben worden ist. 

1.Korinther 6,19: Oder wisset ihr nicht, daß euer Leib der Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt, den ihr von Gott habt, und daß ihr nicht euer selbst seid? 

Titus 3,5-6: ... errettete er uns, nicht aus Werken, die, in Gerechtigkeit vollbracht, wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit durch die Waschung der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes, welchen er reichlich über uns ausgegossen hat durch Jesum Christum, unseren Heiland.

Wer CHRISTI GEIST nicht hat, gehört nicht zu CHRISTUS

Römer 8,9: Ihr aber seid nicht im Fleische, sondern im Geiste, wenn anders Gottes Geist in euch wohnt. Wenn aber jemand Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.

1. Korinther 12,13: Denn auch in einem Geiste sind wir alle zu einem Leibe getauft (wörtl.: „hinein in einen Leib) worden, es seien Juden oder Griechen, es seien Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geiste getränkt worden.   


...und getauft!

Menschen, die an JESUS CHRISTUS gläubig und getauft worden sind, haben den HEILIGEN GEIST. Wäre es nicht so, gehörten sie nicht zu CHRISTUS.
Wir könnten sagen, daß damit die Frage beantwortet ist: „Wann findet die Geistestaufe statt?“. Aus dem bisher Gesagten ergibt sich, daß Bekehrung und „Geistestaufe“ zusammengehören. Bei einer bibelgemäßen Verkündigung wird der Bekehrte die Vergebung seiner Sünden, die Befreiung von den unterschiedlichsten Bindungen und die „Gabe des HEILIGEN GEISTES“ (die Geistestaufe) empfangen.

Apostelgeschichte 2,38: Was sollen wir tun, Brüder? Petrus aber [sprach] zu ihnen: Tut Buße, und ein jeder von euch werde getauft auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.


Nur durch Glauben

Nach der Aussage der Heiligen Schrift vollzieht sich die „Geistestaufe“ normalerweise wie folgt:

    Der Mensch hört das Evangelium.
    Er tut Buße – er ändert sein Denken über sich selbst, über GOTT, und erkennt an, daß er ein Sünder ist. Damit verbunden ist :
    Er trifft eine eindeutige Entscheidung gegen die Sünde, Loslassen aller bewußten Sünden, Bekenntnis und – wenn möglich –  Erstattung geschehenen Unrechts,
    Er nimmt das Heilsangebot GOTTES in CHRISTUS an.
    Er wird im Wasser getauft. Damit bekennt er, daß sein Leben fortan mit dem Tod und der Auferstehung CHRISTI aufs engste verbunden ist. Das bedeutet unter anderem, daß der Mensch eine Entscheidung für einen unbedingten Gehorsam GOTT gegenüber trifft.
    Das wiederum ist Voraussetzung für den Empfang des HEILIGEN GEISTES (Apg. 5,32).
    Glaubend annehmen, was das Wort sagt. GOTT danken!
    Die Reihenfolge kann auch einmal anders ablaufen. Es gibt dafür Beispiele in der Apostelgeschichte u.a.a.O.

Alles zusammen macht die Bekehrung aus, wie sie in Apostelgeschichte 3,19; 9,35; 11,21; 15,3;  26,18;  1.Thessalonicher 1,9 erwähnt wird.

Apostelgeschichte 26,18: ... ihre Augen aufzutun, auf daß sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott, auf daß sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbe unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind. 


Nachholbedarf

Es ist ein großer Schade, daß die Evangelisationsbotschaft heute meistens bei der Bekehrung zu GOTT aufhört und – anders als im Anfang der Verkündigung des Evangeliums  – nicht auch die Taufe und den Empfang des HEILIGEN GEISTES einschließt (siehe Apg. 2,38). So kommt es, daß ein Nachholbedarf an Unterweisung besteht. Man erfährt vielerorts erst lange nach der Bekehrung von der Notwendigkeit, getauft zu werden. Viele erfahren ihr ganzes Christenleben hindurch (gemeint ist das Christsein hier auf Erden) nichts von der unaussprechlich herrlichen und wichtigen Gabe des HEILIGEN GEISTES.
Wer die Botschaft „vom HEILIGEN GEIST“ am Anfang seines Christenlebens nicht hört, muß oft durch bedrängende „Durst-strecken“ hindurch. Wenn der HERR einer solchen Person dann aber die Augen öffnet für die Herrlichkeit des Lebens im HEILIGEN GEIST, wenn ER „die Jahre erstattet“, dann erlebt sie die Kraft und die Herrlichkeit des GEISTES GOTTES oft in überwältigender Weise.

 
Keine Diskussion!

In der Apostelgeschichte (Kapitel 19) wird uns eine interessante Begebenheit berichtet:

Apostelgeschichte 19, 1-7: Es geschah aber, während Apollos in Korinth war, daß Paulus, nachdem er die oberen Gegenden durchzogen hatte, nach Ephesus kam. Und er fand etliche Jünger und sprach zu ihnen: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, nachdem ihr gläubig geworden seid? Sie aber [sprachen] zu ihm: Wir haben nicht einmal gehört, ob der Heilige Geist da ist. Und er sprach: Worauf seid ihr denn getauft worden? Sie aber sagten: Auf die Taufe Johannes'. Paulus aber sprach: Johannes hat mit der Taufe der Buße getauft, indem er dem Volke sagte, daß sie an den glauben sollten, der nach ihm käme, das ist an Jesum. Als sie es aber gehört hatten, wurden sie auf den Namen des Herrn Jesus getauft; und als Paulus ihnen die Hände aufgelegt hatte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Sprachen und weissagten. Es waren aber insgesamt etwa zwölf Männer.

Wenn alles richtig steht mit diesen „Jüngern“, müssen sie mit einem freudigen „Ja“ antworten. Der Apostel erkennt, daß den Männern etwas fehlt: die Gewißheit, den HEILIGEN GEIST empfangen zu haben. Es stellt sich heraus, daß sie nicht einmal eine entsprechende Information empfangen haben und daß sie nicht bibelgemäß getauft worden waren.
In unserem Zusammenhang sollen wir auf die Reaktion des Apostels achten.
1.    Er äußert sich nicht herabsetzend über die Männer („ihr seid Christen ‚zweiter Klasse’“).
2.    Er diskutiert nicht die Frage, wann und wie man den HEILIGEN GEIST empfängt.
3.    Er weist auf den Mangel hinsichtlich der Taufe hin.
4.    Er holt die neutestamentliche Taufe nach.
5.    Er legt ihnen die Hände auf.
Da erleben sie, was sie  (und alle „Jünger“) so dringend benötigen: der HEILIGE GEIST kommt auf sie. Das wird dann auch sogleich offenbar.

Diese „Jünger“ „hatten nicht einmal gehört... Wie können sie glauben, wie können sie empfangen, wenn es ihnen an der Information fehlt?

Römer 10,17: Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort.

Der „gute Hirte“ hatte ein Einsehen und sandte ihnen einen Boten, jemanden, den ER durch Seinen GEIST über den Mangel der Brüder vor der Begegnung bereits unterrichtet hatte.


Noch einmal: Nur durch Glauben!

Die Gewißheit der Sündenvergebung, Befreiung von Todesfurcht, von Bindungen, Liebe zu allen Heiligen, usw. haben wir bei der Wiedergeburt empfangen. Wir erfahren sie, wir „wandeln darin“, nachdem wir diese Gaben GOTTES glaubend in Anspruch genommen haben.


Besondere Glaubenshilfen

Manchmal gibt GOTT eine besondere Glaubenshilfe unterschiedlicher Art: Die versammelte Gemeinde im Obersaal (Apg. 2), die Menge im Hause des Kornelius (Apg. 10) empfingen den GEIST mit spektakulären Begleiterscheinungen, die „etwa 12 Männer“, von denen Apg. 19 berichtet und die Leute aus Samarien (Apg. 8,17) durch Handauflegung. Die große Menge der Heiligen offensichtlich glaubte dem verkündigten Wort, dem Wort, das sie auch zur Bekehrung geführt hat – und empfing die Gabe des HEILIGEN GEISTES.
Immer nimmt der Glaube in Empfang. Er weiß: „Nicht süßer Wein“ hat diese Wirkungen hervorgebracht, sondern der GEIST GOTTES, den wir empfangen haben.

Apostelgeschichte 2,39: Denn euch ist die Verheißung und euren Kindern und allen, die in der Ferne sind, so viele irgend der Herr, unser Gott, herzurufen wird. 

Normalerweise müssen wir uns für den Glauben entscheiden: „und sei nicht ungläubig, sondern gläubig“  (Johannes 20,27b).
Darum hören wir: „Glaube an den HERRN JESUS CHRISTUS!“ Ich muß glauben wollen. Ich muß nicht glauben können. Glauben können können wir nicht!

„Ich glaube, daß ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an JESUS CHRISTUS glauben oder zu IHM kommen kann, sondern der HEILIGE GEIST ...“
(Anfang der Erklärung des 2. Glaubensartikels aus Luthers Kleinem Katechismus).

Glaube ist Werk und Geschenk des HEILIGEN GEISTES. Glaube ist Werk und Geschenk des HEILIGEN GEISTES an denen, die „dürsten“ und mit ihrem Durst zu dem HERRN JESUS kommen (Joh. 7,37-39), die IHM gehorchen (Apg. 5,32), die IHN suchen und IHN bitten (Spr. 8,17; 5. Mose 4,29; Lk. 11,13).
Glauben heißt in unserem Zusammenhang: Glaube, daß du den HEILIGEN GEIST empfangen hast; nimm die Gabe GOTTES an, lebe darin: „Wandle im GEIST!“ (Gal. 5,16).  


Ist es möglich, daß ich das in Wirklichkeit gar nicht will?

Es klingt unglaublich, aber es ist möglich.
Wieso?
Wenn ich den HEILIGEN GEIST empfange, übernimmt ER, der Souverän, sofort die alleinige Herrschaft über mich. ER bestimmt mein Reden, mein Denken, mein Tun. Bin ich bereit, von jeder Form von Selbstbestimmung abzusehen? Bin ich bereit, mich von dem HEILIGEN GEIST bewegen zu lassen?
Ich bekomme den HEILIGEN GEIST und der HEILIGE GEIST bekommt mich!

Römer 8,14: „Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, diese sind Söhne Gottes“.
 
Das hier mit „leiten“, „geleitet“ wiedergegebene „ago“ bedeutet: führen, leiten, abführen, verhaften, bringen, (Zeit) verbringen ... Es kommt 67x im NT vor, z.B. Matth.10,18; Hebr. 2,10). Es wird meistens mit „bringen“ oder „führen“ übersetzt. In Römer 8,14 lesen wir in verschiedenen Übersetzungen: „treiben“, „führen“, „leiten“. Damit der GEIST mich leiten kann, muß ich IHM vorher meinen „Leib“ (Hände, Füße, Mund ...) zur Verfügung stellen, damit dieser Leib „führbar“ ist und das tut, was der HERR für ihn „vorbereitet“ hat (Römer 12,1; Epheser 2,10). 
Die alte Natur, „das Fleisch“, wehrt sich dagegen. Sie will „den Willen des Fleisches und der Gedanken tun“ (Epheser 2,3). Sie wird unterstützt durch viele Stimmen, die warnen. Begriffe wie „Schwarmgeist“, „unnüchtern sein“, „das ist von unten“, schüchtern selbst  aufrichtig verlangende Christen ein. Viel mehr aber kommen solche Warnungen denen entgegen, die „ihre erste Liebe verlassen haben“, die „Welt liebgewannen, „lau geworden“ sind (Off. 2,4; 2.Tim. 4,10; Off. 3,16).


Wer Durst hat

Der GEIST spricht zu uns durch das Wort GOTTES. Da lese ich, daß „Ströme lebendigen Wassers“ fließen können, daß denen, die glauben, wunderbare „Zeichen folgen“, daß wir nicht der Furchtsamkeit ausgeliefert sind, sondern den GEIST der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ empfangen haben (Joh. 7,38; Mark. 16,17f.; 2.Tim. 1,7).  Wir  erkennen den Unterschied zwischen solchen Verheißungen der Schrift  und unserer eigenen Lebenspraxis. Es entsteht ein Verlangen, ein Durst, die Verheißungen GOTTES auch wirklich zu erfahren. Oft spricht man in diesem Zusammenhang von „mehr“. „Es muß doch nach GOTTES Wort mehr geben, mehr als ich erlebe! Wie bekomme ich das?“
Viele mühen sich, manche fast bis zur Verzweiflung, dieses „Mehr“ zu bekommen. Durch Beten, Bibellesen, Zeugnisgeben, „Heiligung“, Vernachlässigung der irdischen Gegebenheiten (essen, trinken, Familie, Beruf) und bedeutenden Einsatz versuchen sie, „es“ zu erreichen: Vergebens. Es sind ja alles Anstrengungen des Fleisches, die zu keinem guten Ergebnis führen können.
Wir müssen mit unserm Durst zu unserem Heiland kommen und trinken: annehmen, aufnehmen! Was GOTTES Geschenk ist, kann man sich nicht erarbeiten, sonst wäre Gnade nicht Gnade!

Johannes 7,37: An dem letzten, dem großen Tage des Festes aber stand Jesus und rief und sprach: Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke. (vgl. Off, 22,17; Jes. 55,1).



Bin ich bereit?
 
Zu der Bereitschaft, dem HEILIGEN GEIST  die Herrschaft einzuräumen, gehört selbstverständlich die Trennung von jeder bewußten Form von Sünde (2. Korinther 6,14ff.). Das bedeutet nicht, daß wir in uns herumforschen, wo vielleicht noch Finsternis in uns ist. Das dürfen wir unserem Souverän überlassen. Wo uns aber Sünde, auch falsche Beziehungen, Freundschaften, Vorlieben, Hobbys ..., bewußt werden, da müssen wir Abstand nehmen.
„Dazu bin in noch nicht bereit!“ Bete darum, daß der Durst wächst. Der Durstende ist, ehe er verdurstet, zu vielem bereit!



Das Ergebnis

Wenn ich den HEILIGEN GEIST empfangen habe, verändert sich mein Leben radikal.

    Frucht des GEISTES beginnt zu wachsen
Galater 5,22: Die Frucht des Geistes aber ist: (göttliche) Liebe, Freude, Friede Langmut (Geduld), Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue (Glaube, Vertrauen, Zuverlässigkeit), Sanftmut, Enthaltsamkeit (Selbstbeherrschung).
Menschen, die vom HEILIGEN GEIST erfüllt sind, werden ihrem Meister immer ähnlicher.

    Wir sind imstande, die Handlungen des Fleisches zu töten
Römer 8,13: denn wenn ihr nach dem Fleische lebet, so werdet ihr sterben, wenn ihr aber durch den Geist die Handlungen des Leibes tötet, so werdet ihr leben (vgl. Galater 5,16ff.!)

    Die Liebe zu GOTT wächst
Der HEILIGE GEIST „verklärt“ (verherrlicht) den SOHN GOTTES (Joh. 16,14-15). Das führt unweigerlich dazu, daß wir VATER und SOHN mehr lieben, Gemeinschaft suchen und pflegen, bitten und empfangen, im GEIST und in der Wahrheit anbeten. Wir lieben SEIN Wort!

    Wir werden vom HEILIGEN GEIST geleitet
Römer 8,14: Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, diese sind Söhne GOTTES.
Der HEILIGE GEIST hat die Verfügungsgewalt. ER sagt uns, was wir tun und lassen sollen. 

    ER teilt Seine Gaben an uns aus
Korinther 12,11: Alles dieses (die vorher aufgezählten Gnadengaben) aber wirkt ein und derselbe Geist, einem jeden insbesondere austeilend, wie er will. 

    Wir gehören zum Leib CHRISTI
Korinther 12,13: Denn auch in einem Geiste sind wir alle zu einem Leibe getauft worden, es seien Juden oder Griechen, es seien Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geiste getränkt worden. 
Epheser 4,3: euch befleißigend, die Einheit des Geistes zu bewahren in dem Bande des Friedens.

    Wir wirken daran mit, den LEIB CHRISTI aufzubauen
1.Korinther 14,12: Also auch ihr, da ihr um geistliche Gaben eifert, so suchet, daß ihr überströmend seid zur Erbauung der Versammlung.

    ER macht uns zu Zeugen des Auferstandenen
Apostelgeschichte 1,8: Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.

Apostelgeschichte 4,31: Und als sie gebetet hatten, bewegte sich die Stätte, wo sie versammelt waren; und sie wurden alle mit Heiligem Geiste erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit. 

Apostelgeschichte 5,14-16: Aber um so mehr Gläubige wurden dem Herrn hinzugetan, Scharen von Männern sowohl als Weibern;) so daß sie die Kranken auf die Straßen hinaustrugen und auf Betten und Lager legten, auf daß, wenn Petrus käme, auch nur sein Schatten einen von ihnen überschatten möchte. Es kam aber auch die Menge der umliegenden Städte nach Jerusalem zusammen, und sie brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte, welche alle geheilt wurden. 

Apostelgeschichte 4,33: Und mit großer Kraft legten die Apostel das Zeugnis von der Auferstehung des Herrn Jesus ab; und große Gnade war auf ihnen allen. 

    Wir werden erfüllt zur ganzen Fülle GOTTES
Epheser 3,19: ... und zu erkennen die die Erkenntnis übersteigende Liebe des Christus, auf daß ihr erfüllt sein möget zu der ganzen Fülle Gottes.                                                                                          Epheser 5,18: Und berauschet euch nicht mit Wein, in welchem Ausschweifung ist, sondern werdet mit dem Geiste erfüllt (im GEIST immer mehr zur Vollendung gebracht).


Nicht für mich selbst

Bei alledem dürfen wir nicht vergessen, daß es bei der „Geistestaufe“ nicht nur und nicht in erster Linie um uns persönlich geht.
Wir sind durch den HEILIGEN GEIST zu „einem Leib getauft“. Die  Auswirkungen dieser „Taufe“ sollen zum Aufbau der Gemeinde JESU dienen. Es geht darum, daß der Organismus des Leibes CHRISTI  gestärkt  und so das Ziel, das der HERR mit diesem Leibe hat, erreicht wird:

„daß wir alle hingelangen zu der Einheit des Glaubens und zur Erkenntnis des Sohnes Gottes, zu dem erwachsenen Manne, zu dem Maße des vollen Wuchses der Fülle des Christus; auf daß wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Winde der Lehre, die da kommt durch die Betrügerei der Menschen, durch ihre Verschlagenheit zu listig ersonnenem Irrtum; sondern die Wahrheit festhaltend in Liebe, laßt uns in allem heranwachsen zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus,  *16 aus welchem der ganze Leib, wohl zusammengefügt und verbunden durch jedes Gelenk der Darreichung, nach der Wirksamkeit in dem Maße jedes einzelnen Teiles, für sich das Wachstum des Leibes bewirkt zu seiner Selbstauferbauung in Liebe“ (Eph. 4,13-17).


Und wie geht es weiter?

Kann man die „Geistestaufe“ mehrmals erleben? Kann es nicht geschehen, daß ich mit der Zeit wieder „lau“ werde? Gibt es nicht viele Christen, die einmal voll des GEISTES waren, jetzt aber gleichgültig geworden sind? Benötigen wir von Zeit zu Zeit nicht immer wieder einmal eine „neue Taufe“?
Es ist wie mit der Wassertaufe. Da gilt der Satz: „Die Taufe fängt mit der Taufe an!“ Wenn ich treu „in der Taufe wandle“, darin lebe, bleibe ich der Taufe treu. Wenn ich aber untreu wurde, muß ich Buße tun, aber ich muß nicht neu getauft werden.
Es ist logisch, daß wir im GEIST wandeln, das Geschenk GOTTES in Freude, Dankbarkeit und Gottesfurcht heilig halten und damit „handeln“. Wenn wir das nicht tun, erleiden wir und erleidet der Leib CHRISTI großen Schaden. Dann müssen wir Buße tun. Der HERR möchte uns wieder neu erfüllen.
Am Richterstuhl CHRISTI werden wir nach unserer Treue in unserem Wandel im GEIST gefragt werden. Wir werden Lohn erhalten oder Schaden leiden (1. Kor.3,15).
 
 
Exkurs:

Ein neues Pfingsten?


Pfingsten war das vierte der 7 Jahresfeste des HERRN (3.Mose 23).
Alle diese Feste weisen prophetisch auf ihre Erfüllung hin:
das Passahfest auf die Schlachtung unseres Passahlamms, CHRISTUS (2.Kor.5,7),
das Fest der ungesäuerten Brote auf die Heiligung des Volkes dessen, der für die Seinen gestorben ist,
das Fest der Erstlingsbrote auf die Auferstehung CHRISTI und derer, die Sein sind (1. Kor. 15, 20+23),
das Fest der Pfingsten auf die Entstehung des Leibes CHRISTI durch die Sendung des HEILIGEN GEISTES (mehr dazu s.u.),
das Fest des Posaunenhalls auf die Sammlung Israels am Ende der Gemeindezeit,
der große Versöhnungstag auf den Augenblick, wenn Israel „die Decke von den Augen genommen wird (Sach. 13, 1; Röm. 11,25-26; 2. Kor. 3,16),
das Laubhüttenfest schließlich auf die große Festfeier im Friedensreich unseres HERRN JESUS CHRISTUS (Sach.14,16-19).

Das Pfingstfest fand seine Erfüllung in den Ereignissen, die Apostelgeschichte 2 beschreibt. „Und als der Tag der Pfingsten erfüllt war ...“. So beginnt der Bericht darüber.
Mit „erfüllt“ ist hier das Wort sympleroo (= mit-anfüllen, vollkommen erfüllen, ganz voll werden, sich erfüllen) übersetzt. Dieses Wort kommt nur in Lk. 8,23; 9,51 und Apg. 2,1 vor. In Lk. 8,23 bezeichnet das „Erfüllt werden“ den Vorgang eines voll Wasser laufenden Schiffes. Die beiden anderen Stellen sprechen von der Erfüllung der Tage Seiner Aufnahme und der Erfüllung des Pfingsten. Wenn das erfüllt ist, dann ist es vollständig abgeschlossen. Es gibt kein „neues Pfingsten“ mehr. Die Ereignisse bei den Samaritern und im Hause des Kornelius (Apostelgeschichte 8 und 10) sind kein Beleg dafür, daß es Wiederholungen des Pfingstereignisses gibt. Vielmehr handelt es sich um eine Erweiterung des Pfingstgeschehens auf die Samariter und die Heiden, für die Kornelius exemplarisch ist      (lies Apg. 10,45; 11,17!). Es gibt nur eine Erfüllung des Pfingstfestes, aber immer wieder geschieht es, daß der HEILIGE GEIST auf eine Gruppe von Gläubigen fällt, daß die Anwesenden (neu) erfüllt werden mit dem GEIST GOTTES und daß sich das dann auch entsprechend äußert.

Kein neues Pfingsten –
aber eine zweite Erfahrung?


In manchen christlichen Kreisen spricht man von der „zweiten Erfahrung“ oder dem „zweiten Segen“ und meint damit die Taufe mit dem HEILIGEN GEIST. Die erste Erfahrung ist demnach die Bekehrung des Menschen, der dann – wenn es gut geht – diese zweite Erfahrung folgt.
Ohne jede Polemik müssen wir nach dem bisher Gesagten einen grundlegenden Unterschied bei der Definition des Begriffs „Bekehrung“ feststellen. Im Neuen Testament wird die Bekehrung als etwas Ganzheitliches dargestellt:

Apostelgeschichte 26,18: ... von der Finsternis zum Licht.
1. Thessalonicher 1,9+10: ... um dem lebendigen und wahren GOTT zu dienen und seinen Sohn aus den Himmeln zu erwarten. 

Bekehrung schließt alles ein, was dazu nötig ist: Buße, Sündenbekenntnis, Heilsannahme, Empfang des GEISTES, Wassertaufe. Wenn das so ist, dann müssen wir feststellen, daß eine „Bekehrung“ ohne Taufe und Empfang des HEILIGEN GEISTES noch nicht abgeschlossen ist. So ist weder eine spätere Taufe noch der endlich geschenkte Empfang des GEISTES eine „zweite“, sondern der mit einer schmerzlichen Verzögerung eingetretene Abschluß der „ersten Erfahrung“.
Wenn wir von vornherein eine „zweite Erfahrung“ annehmen und verkündigen, verkürzen wir Inhalt und Tragweite der Bekehrung: Wir verleugnen die Radikalität der Forderungen GOTTES an das neue Leben aus GOTT, indem wir dem neu zum Glauben Gekommenen eine Zeit ohne die Kraft aus der Höhe zubilligen, die dann allerdings früher oder später in die „zweite Erfahrung“ einmünden muß. 
Heute wird viel über die Form der Verkündigung diskutiert. Es wird Zeit, daß wir uns über die Notwendigkeit der Rückkehr zu neutestamentlichen Inhalten Gedanken machen. 


Sind bestimmte Geistesgaben ein Beweis für den Empfang des HEILIGEN GEISTES?

Leben und Dienst eines Glaubenden sind von außergewöhnlichen Wirkungen GOTTES begleitet. Außergewöhnlich ist vor allem anderen, wenn Menschen, die bis dahin „tot waren in Vergehungen und Sünden“ (Eph. 2,1) neues Leben empfangen. Auch ist es eine außergewöhnliche Wirkung GOTTES, wenn Gebundene frei werden, Sünder Vergebung ihrer Schuld empfangen, ängstliche Herzen mit Freude und Zuversicht erfüllt werden. Solche Wirkungen GOTTES – nennen wir sie getrost Wunder – werden im Leben und Dienst der Glaubenden  sichtbar. Wenn wir Markus 16, 17-18 für wahr halten, machen wir auch die dort angekündigten Erfahrungen. Um die Geistesgaben, die im 1. Korintherbrief genannt werden, sollen wir „eifern“. Sie sind also für uns da, wenn wir uns danach ausstrecken. Sie werden durch den GEIST gegeben und zwar denen, die den GEIST empfangen haben, als „Offenbarungen des GEISTES“ (1.Kor.12,7-8; 14,1).
Der GEIST teilt „einem jeden aus, wie ER will“ (1. Kor.12,11). ER teilt aus an diejenigen, welche Seine Bedingungen erfüllen.
Wenn es heißt, daß ER „einem jeden austeilt, wie ER will“, dann sagt das:
Jeder bekommt etwas, gemeint ist, jeder, der dafür in Frage kommt. Wir können – so hoffe ich – sagen: „Jeder von uns“ (vgl. 1. Petr. 4,10).
Wie ER will deutet Maß und Art der Gnadengabe an. Das Maß ist das „Maß des Glaubens“ (Röm. 12,3); die Art der Gnadengabe richtet sich nach den jeweiligen Bedürfnissen gemäß der Weisheit GOTTES.
Wir sollen nicht nach speziellen Gnadengaben „eifern“ ausgenommen Weissagung (1. Kor. 14,2). Auch können wir nicht an dem scheinbaren Vorhandensein einer bestimmten Gnadengabe erkennen, ob jemand den HEILIGEN GEIST empfangen hat oder nicht. Ausweis dafür ist der „Wandel im GEIST“ mit der wachsenden „Frucht des GEISTES“ (Gal. 5,15+22).

Mit GEIST und mit Feuer

Matthäus 3,11 und Lukas 3,16 heißt es:
„ ... derselbe wird euch mit GEIST und mit Feuer taufen“. Mit Feuer?
„Feuer“ ist in GOTTES Wort ein Hinweis auf Gericht, und zwar auf reinigendes und auf verzehrendes Gericht.
Es wird häufig von „Geistesfeuer“ u.ä. gesprochen. Gemeint ist, daß der HEILIGE GEIST Menschenherzen entzündet, wodurch dann andere in Brand geraten, so daß schließlich die ganze Welt erfüllt wird von der Botschaft von JESUS. So wird auch Luk. 12,49:  Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen; und was will ich, wenn es schon angezündet ist?  gerne ausgelegt.
Wir wollen dieser Sicht nicht widersprechen. Es muß aber beachtet werden, daß der HERR JESUS die in Vers 49 begonnene Aussage in Vers 50 unmittelbar fortsetzt: „Mit einer Taufe muß ich getauft werden, und wie drängt es mich, bis dahin, daß sie vollendet wird.“ Hier sind die Begriffe „Feuer“ und Taufe“ ebenfalls zusammen erwähnt. Offensichtlich spricht der HERR JESUS von Seinem bevorstehenden Leiden (vgl. Markus 10,38: Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr wisset nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder mit der Taufe getauft werden, mit der ich getauft werde?). 
Das Schwerste, das IHM bevorstand, war das Gericht GOTTES über die Sünde der Welt, das ER ertragen mußte, als ER für uns zur Sünde gemacht wurde (2. Kor. 5,21). Diese Taufe konnte nur ER durchstehen – wenn auch Seine Jünger in gewisser Weise daran teilhaben sollten, indem sie unschuldig verurteilt und in vielen Fällen unschuldig getötet wurden.

 „Mit GEIST und mit Feuer getauft“ werden, diesen Ausdruck finden wir nur vor Golgatha. Nachher werden die Jünger „mit dem HEILIGEN GEIST getauft“. Das Gericht hat damals stattgefunden. Das Feuer hat sein Werk getan. Darum kommen wir nicht mehr ins Gericht (Joh. 5,24). Dennoch ist es die Taufe, mit der wir getauft wurden, indem wir durch die Taute „mit ihm einsgemacht worden sind in der Gleichheit seines Todes“ Röm. 6,5. Die Identifikation mit dem Tode CHRISTI ist unsere Feuertaufe.


Verschiedene ältere Ausleger:

Jubiläumsbibel: „Johannes gibt seiner Bußpredigt Kraft und Nachdruck mit dem Hinweis auf das kommende Gericht und das nahe Heil. Dieses werde der HERR mit der Feuertaufe des HEILIGEN GEISTES, jenes werde die unfruchtbaren Bäume ebenso wie die die Gestalt des Korns nachäffende Spreu dem ewigen Feuer überantworten. Denn das Gericht sei dem Herzenskündiger übergeben, der Schein und Wesen wohl zu unterscheiden wisse. Du hast die Wahl zwischen dem Feuer des HEILIGEN GEISTES, das erleuchtet, reinigt und wärmt, und dem Feuer des göttlichen Zorns: Wähle das beste Teil!“

Schumacher spricht in seinem NT mit Anmerkungen von dem Feuer Seines GEISTES (Apg. 2,3), Seines Wortes (Jer. 23,29), Seiner Liebe, aber auch des göttlichen Gerichts.

Langenbergs Bibelwerk sagt: „Das Feuer ist für die Ungläubigen bestimmt... der eine wird durch die Geistestaufe erneuert, der andere unter der Feuertaufe eines entschiedenen Gerichts begraben.“

Rienecker (Wuppertaler Studienbibel): „ Das neue Leben ist ein fortwährendes Umhülltsein vom HEILIGEN GEIST, ein Gefülltsein mit IHM. GEIST und Feuer sind das fortlaufend richtende und reinigende wie auch das dauernd wärmende und lebensfördernde Element des neuen Lebens. 

Theodor Zahn, Das Evangelium des Lukas: „Das Feuer ist ... an so zahllosen Stellen beider Testamente ein Bild des gegen die Sünde und die Sünder entbrannten und im Gericht sich durchsetzenden Zornes GOTTES.“ 

Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.

Apostelgeschichte 1,8

 

Arbeitsmaterial vom Missionswerk CHRISTUS für Dich

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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 7. April 2009 )