Freitag, 18. Mai 2012
 
  Sie sind hier:  Home arrow Christenlehre arrow Etwas über das Gebetsleben der Heiligen GOTTES
Die Bibel
Freitag, 18. Mai 2012
Wer ist nun willig, heute eine Gabe für den HERRN zu spenden?
Jeder gebe, wie er es sich im Herzen vorgenommen hat, ohne Bedauern und ohne Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.
Joe Rahn - innovative Dienstleistungen und mehr

 
________________________
Home
Drogen-Infopool
Joe´s Drogen-Blog
Suchtprobleme?
Out of the dark into the light
Zeugnisse der Hoffnung
Bildergalerien
Over in the Gloryland?
Dit und Dat
Augenfisch
Zuschriften, e-mails, Reaktionen
Frag Joe!
Drogenforum
Surftipps
Jesus Christus
Christenlehre
Gästebuch
Suche
Contact me
_______________________
_____________________
Etwas über das Gebetsleben der Heiligen GOTTES PDF Drucken E-Mail

Mit allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit im Geist, und wachet hierzu in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen! (Epheser 6,18)

Ich ermahne nun vor allen Dingen, dass Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, für Könige und alle, die in Hoheit sind, auf dass wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und würdigem Ernst (1.Timotheus 2,1-2).

Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. Seid nun besonnen und seid nüchtern zum Gebet! (1.Petrus 4,7).

Betet unablässig! (1.Thessalonicher 5,17). 

 

 

Beten – was ist gemeint?

 

Beten ist Reden mit GOTT, wohlgemerkt: Reden mit GOTT, nicht nur Reden zu GOTT. GOTT selbst ist bereit, mit Seinen Heiligen zu sprechen, wie ein Vater mit Seinen Kindern spricht, tröstend, belehrend, ermahnend. Dabei ist es für uns klar, dass GOTT der Einzigartige, der Höchste und der Anbetungswürdige ist, auch dann, wenn ER uns sehr nahe kommt mit Seiner Liebe und Freude. GOTT ist GOTT! Darum gehören Dank und Anbetung GOTTES wesentlich zu unserem Beten. Hier folgt eine Darstellung dessen, was mit „Beten“ gemeint ist.

 

Beten ist:

 

Anbetung

Anschauen und aussprechen, wer und wie GOTT ist  (Über das Thema Anbetung lies CfD-Schrift 166!)

 

Es kommt aber die Stunde und ist jetzt, da die wahren Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten (Johannes 4,23-24).

 

Dank

„Du hast meine Angelegenheit wunderbar geordnet"! – Ich danke für das, was ER für mich getan hat.

Sagt allezeit für alles dem Gott und Vater Dank im Namen unseres Herrn Jesus Christus!  (Epheser 5,20)

 

Lob und Preis GOTTES

„Das hat ER gut gemacht!“ – was der HERR tut und getan hat.

Und als er sich schon dem Abhang des Ölbergs näherte, fing die ganze Menge der Jünger an, mit lauter Stimme freudig Gott zu loben über alle die Wunderwerke, die sie gesehen hatten  (Lukas 19,37).

In dieser Stunde jubelte Jesus im Geist und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Verständigen verborgen hast und hast es Unmündigen geoffenbart. Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir (Lukas 10,21). 

 

Bitte

Auf unser Bitten steht immer die Verheißung der Erhörung, wenn wir richtig bitten: im Glauben, im Namen des HERRN.

Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet werden! Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird aufgetan werden (Matthäus 7,7-8).   

 

Frage

Wir dürfen den HERRN fragen!

Und David befragte den HERRN; der aber sprach: Du sollst nicht hinaufziehen! Wende dich [und fall] ihnen in den Rücken, dass du von der Seite der Bakabäume an sie herankommst!  (2.Samuel 5,23)

 

Fürbitte

Mit allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit im Geist, und wachet hierzu in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen (Epheser 6,18).

 

Flehen, schreien, rufen, seufzen, ringen

Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden (Philipper 4,6). 

Es grüßt euch Epaphras, der von euch ist, ein Knecht Christi Jesu, der allezeit für euch ringt in den Gebeten, dass ihr vollkommen und völlig überzeugt in allem Willen Gottes dasteht (Kolosser 4,12).  

Und der HERR sprach zu ihm: Geh mitten durch die Stadt, mitten durch Jerusalem, und zeichne ein Kennzeichen an die Stirnen der Männer, die seufzen und stöhnen über all die Gräuel, die in ihrer Mitte geschehen!  (Hesekiel 9,4)

Sünden bekennen

Und sie nehmen es sich zu Herzen in dem Land, wohin sie gefangen weggeführt worden sind, und kehren um und flehen zu dir im Land ihrer Bezwinger, indem sie sagen: Wir haben gesündigt und haben uns schuldig gemacht, wir haben gottlos gehandelt (1.Könige 8,47). 

 

 

Segnen

Segnen = gut reden, gut über und für den anderen sprechen in Verbindung mit dem Gebet. Ich kann segnen, ohne den Ausdruck „segnen“ zu benutzen. Wenn ich für dich Gutes von GOTT erbitte, dann segne ich dich.

 

 

Aussprüche bekannter Männer GOTTES über das Gebet

 

Beten heißt: Sich aus der Angst der Welt aufmachen und zum VATER gehen. Friedrich von Bodelschwingh

 

Gläubiges Gebet ist nicht eine Kanonade, durch die man GOTT zur Kapitulation zwinge, sondern das Bitten des Tiefge­beugten, der seinem GOTT alles zutraut, aber alles hinzunehmen bereit ist, was Seine Hand gibt. Elias Schrenk

                                                                                                                                                       

Die, so da recht beten, sollen sich gewöh­nen, dass sie freudig und getrost bitten, und sich weder durch die Größe der Dinge, worum sie bitten, noch durch die Unwürdigkeit ihres Gebetes abschrecken lassen. Martin Luther

 

Wir bitten nicht, als wenn wir noch nie ei­nen Pfennig von GOTT erhalten hätten, sondern im Gegenteil: Da wir schon uner­messlich viele Gnaden erhalten haben, so kommen wir zu einem GOTT, der reich an Freundlichkeit ist, der willig ist, uns gute Gaben zu verleihen und darauf wartet, gnädig zu sein. Charles H. Spurgeon

 

Wer nicht zu bestimmten Zeiten betet, betet auch nicht zu unbestimmten. Claus Harms

 

Wir sind nur soweit Christen wie wir beten. Martin Luther

 

Entweder bannt das Gebet die Sünde oder die Sünde bannt das Gebet. Sadhu Sundar Singh

 

 

Übrigens:

Was du an Zeit beim Beten einsparst, verlierst du bei der Arbeit bestimmt.

Können vorgefertigte Texte beim Beten helfen?

 

Das ist für die meisten Christen keine Frage. Die einen kennen es gar nicht anders. Sie beten frei: „Ich spreche mit GOTT wie eben ein Kind mit seinem Vater spricht; das Kind sagt auch keine Verse auf.“ Die andern kennen das „freie Gebet“ ebenfalls, zumindest in Augenblicken der Angst („HERR, hilf mir!“). In ihrer persönlichen Andacht und in den Gottesdiensten, die sie besuchen, beten sie vorgefertigte Gebete, etwa das Vaterunser, Katechismus- und Gesangbuchtexte, Psalmen oder die Gebete irgendeiner Agende. Was ist nun besser?

Zunächst eine kritische Frage zu der ersten Position „Für mich kommt nur das freie Gebet in Frage“: Beten wir wirklich immer wie ein Kind zu seinem Vater spricht? Hat sich nicht längst eine gewisse Routine in unser Beten eingeschlichen? Wiederholen wir nicht täglich die gleichen Wendungen? Und das öffentliche Gebet: Ist das immer von dem HEILIGEN GEIST geführt? Spricht es aus, was die versammelte Gemeinde dem HERRN sagen möchte? Sind solche Gebete nicht häufig kleine „Predigten“, in denen wir „Wahrheiten“ aussprechen, manchmal sogar (unbewusst) zur Korrektur oder Ergänzung von etwas, was vorher gepredigt oder gebetet worden war? Hören wir nicht häufig von ein und derselben Person immer wieder ein und dieselben Wendungen? Mit diesen Fragen soll das „freie Gebet“ nicht abgetan werden, sie sollen uns aber zu größerer Gottesfurcht mahnen, zu heiliger Scheu, dass wir nicht „plappern wie die Heiden“. Das kann natürlich auch und erst recht bei dem Beten von vorgeschriebenen Texten passieren. Ja, es geschieht sogar sehr häufig, dass zum Beispiel das „Vaterunser“ gedankenlos heruntergeplappert wird (Luther soll dieses Gebet  den „größten Märtyrer“ genannt haben). Angesichts dieser Gefahr sollen wir dem „freien Gebet“ doch wohl den Vorzug geben. Das sagt aber nicht, dass wir die Hilfe, die uns die Psalmen, Gebetstexte des Neuen Testamentes und insbesondere das Vaterunser geben, verachten. Es kann hilfreich sein, wenn wir von Zeit zu Zeit ein Gebet aufschreiben, ehe wir es beten. Es kommt auf das Herz des/der Betenden an. Das kann allein GOTT beurteilen. Wir aber tun gut daran, von geheiligten Betern der Bibel und der späteren Christenheit zu lernen. Genannt seien: John Hyde, Corrie ten Boom, Smith Wiggelsworth, Catherine Marshall, auch Martin Luther und Dietrich Bonhoeffer. Ein ehrfürchtiges Herz wird, unterstützt vom GEIST GOTTES, beten wie es GOTT gemäß ist.

 

JESUS, der Beter

 

Unser HERR JESUS betet

Als ER als Mensch auf Erden wandelte betete ER viel.

Und es geschah in diesen Tagen, dass er auf den Berg hinausging, um zu beten; und er verbrachte die Nacht im Gebet zu Gott (Lukas 6,12). 

Er aber zog sich zurück und war in einsamen Gegenden und betete (Lukas 5,16). 

Und es geschah, als er für sich allein betete, waren die Jünger bei ihm; und er fragte sie und sprach: Was sagen die Volksmengen, wer ich bin?  (Lukas 9,18). 

Es geschah aber etwa acht Tage nach diesen Worten, dass er Petrus und Johannes und Jakobus mitnahm und auf den Berg stieg, um zu beten (Lukas 9,28). 

Und es geschah, als er an einem Ort war und betete, da sprach, als er aufhörte, einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger lehrte!  (Lukas 11,1). 

Und als er die Volksmengen entlassen hatte, stieg er für sich allein auf den Berg, um zu beten. Als es aber Abend geworden, war er dort allein (Matthäus 14,23). 

Und frühmorgens, als es noch sehr dunkel war, stand er auf und ging hinaus und ging fort an einen einsamen Ort und betete dort (Markus 1,35). 

Und nachdem er sie verabschiedet hatte, ging er auf den Berg, um zu beten (Markus 6,46). 

Und sie kommen an ein Gut mit Namen Gethsemane, und er spricht zu seinen Jüngern: Setzt euch hier, bis ich gebetet habe!  (Markus 14,32).

Lies Johannes 17 als ein Beispiel für Sein Gebet!

Von der Zeit Seines Erdenlebens bezeugt der Prophet von IHM: „Ich aber bin Gebet“  (Psalm 109,4b).

 

Heute betet ER

Daher kann er die auch völlig erretten, die sich durch ihn Gott nahen, weil er immer lebt, um sich für sie zu verwenden (Hebräer 7,25). 

Denn Christus ist nicht hineingegangen in ein mit Händen gemachtes Heiligtum, ein Gegenbild des wahren <Heiligtums>, sondern in den Himmel selbst, um jetzt vor dem Angesicht Gottes für uns zu erscheinen (Hebräer 9,24).

Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt; und wenn jemand sündigt – wir haben einen Beistand bei dem Vater: Jesus Christus, den Gerechten (1.Johannes 2,1). 

Wer ist, der verdamme? Christus Jesus ist es, der gestorben, ja noch mehr, der auferweckt, der auch zur Rechten Gottes ist, der sich auch für uns verwendet (Römer 8,34).  

Die Hauptsache aber bei dem, was wir sagen, ist: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät in den Himmeln (Hebräer 8,1).

 

 

Über das Bitten

 

GOTT weiß, was wir brauchen, bevor wir bitten

Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die von den Nationen; denn sie meinen, dass sie um ihres vielen Redens willen erhört werden. Seid ihnen nun nicht gleich! Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet (Matthäus 6,7-8).

Dem aber, der über alles hinaus zu tun vermag, über die Maßen mehr, als wir erbitten oder erdenken, gemäß der Kraft, die in uns wirkt ... (Epheser 3,20).

 

ER fordert uns trotzdem zum Bitten auf

Diese Aufforderung und die damit verbundene Verheißung finden wir oft in GOTTES Wort, besonders im Neuen Testament.

 

  1. Matthäus 7,7: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. 
  2. Matthäus 7,8: Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. 
  3. Matthäus 18,19: Wahrlich, ich sage euch auch: Wenn zwei unter euch eins werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. 
  4. Matthäus 21,22: Und alles, was ihr bittet im Gebet, wenn ihr glaubt, so werdet ihr's empfangen. 
  5. Markus 11,24: Darum sage ich euch: Alles, was ihr bittet in eurem Gebet, glaubt nur, dass ihr's empfangt, so wird's euch zuteil werden. 
  6. Lukas 11,9: Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. 
  7. Lukas 11,10: Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. 
  8. Johannes 14,13: Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn. 
  9. Johannes 14,14: Was ihr mich bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun. 
  10. Johannes 15,7: Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren. 
  11. Johannes 15,16: Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit, wenn ihr den Vater bittet in meinem Namen, er's euch gebe. 
  12. Johannes 16,23: An dem Tag werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er's euch geben. 
  13. Johannes 16,24: Bisher habt ihr um nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, dass eure Freude vollkommen sei.  
  14. Jakobus 1,5: Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern gibt und niemanden schilt; so wird sie ihm gegeben werden. 
  15. 1.Johannes 3,22: … und was wir bitten, werden wir von ihm empfangen; denn wir halten seine Gebote und tun, was vor ihm wohlgefällig ist. 
  16. 1.Johannes 5,14-15:  Und das ist die Zuversicht, die wir haben zu Gott: Wenn wir um etwas bitten nach seinem Willen, so hört er uns. Und wenn wir wissen, dass er uns hört, worum wir auch bitten, so wissen wir, dass wir erhalten, was wir von ihm erbeten haben. 

17.     1.Johannes 5,16: Wenn jemand seinen Bruder sündigen sieht, eine Sünde nicht zum Tode, so mag er bitten, und Gott wird ihm das Leben geben – denen, die nicht sündigen zum Tode. Es gibt aber eine Sünde zum Tode; bei der sage ich nicht, dass jemand bitten soll.

 

Warum wiederholt die Schrift Befehl und Verheißung so häufig? Kann es sein, dass der HERR JESUS auf diese Frage geantwortet hätte: „Wegen eures Kleinglaubens“? GOTT erfüllt wohl unsere Bitten. Sein Wort sagt es. Es spricht allerdings auch von Bedingungen für die Erfüllung der Verheißungen GOTTES in Bezug auf die Erhörung unserer Bitten. Darauf wird später eingegangen werden.

 

GOTT möchte gerne das Richtige reichlich geben

Wen von euch, der Vater ist, wird der Sohn um einen Fisch bitten - und wird er ihm statt des Fisches <etwa> eine Schlange geben? Oder auch, wenn er um ein Ei bäte - er wird ihm doch nicht einen Skorpion geben? Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wieviel mehr wird der Vater, der vom Himmel <gibt, den> Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!  (Lukas 11,11-13)

 

Braucht GOTT unser Bitten?

Nein, gewiss nicht. ER ist der „selige GOTT“ (1. Timotheus 1,11). Unser GOTT braucht unser Bitten nicht. Wir brauchen es, weil wir GOTT brauchen. Darum bitten wir demütig und beständig.

Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur [rechten] Zeit, indem ihr alle eure Sorge auf ihn werft! Denn er ist besorgt für euch (1.Petrus 5,6-7).

 

GOTT weiß, was wir brauchen, aber manchmal gibt ER es nur, wenn wir bitten

Ihr begehrt und habt nichts; ihr tötet und neidet und könnt nichts erlangen; ihr streitet und führt Krieg. Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet (Jakobus 4,2).

 

Der Wille des Glaubenden hat Wert in den Augen GOTTES

Wenn unser Wille vom GEIST GOTTES bestimmt ist, geht ER auf diese Bitten ein.

Mose jedoch flehte den HERRN, seinen Gott, an und sagte: Wozu, o HERR, entbrennt dein Zorn gegen dein Volk, das du mit großer Kraft und starker Hand aus dem Land Ägypten herausgeführt hast? Wozu sollen die Ägypter sagen: In böser Absicht hat er sie herausgeführt, um sie im Gebirge umzubringen und sie von der Fläche des Erdbodens zu vertilgen? Lass ab von der Glut deines Zornes und lass dich das Unheil gereuen, [das du] über dein Volk <bringen willst>! Denke an deine Knechte Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst geschworen und denen du gesagt hast: Ich will eure Nachkommen so zahlreich machen wie die Sterne des Himmels, und dieses ganze Land, von dem ich gesagt habe: »ich werde <es> euren Nachkommen geben«, das werden sie für ewig in Besitz nehmen. Da gereute den HERRN das Unheil, von dem er gesagt hatte, er werde es seinem Volk antun (2.Mose 32,11-14).

 

Kann man also GOTT zu etwas überreden, was ER (so) eigentlich nicht wollte?

Es sieht aus, als ob es so ist – aber: „Wer hat des HERRN Sinn erkannt?“ (Römer 11,34) Vielleicht hat ER die Zusage der Erhörung nur eine Zeit zurückgehalten, um die Beter zu prüfen. 

Und es wurde ihnen im Kampf gegen sie geholfen; und die Hagariter wurden in ihre Hand gegeben samt allen, die mit ihnen waren; denn sie hatten im Kampf zu Gott um Hilfe geschrien, und er ließ sich von ihnen erbitten, weil sie auf ihn vertraut hatten (1.Chronik 5,20).

Da sagte er: Siehe doch, ich habe mich erdreistet, zu dem Herrn zu reden; vielleicht werden dort zwanzig gefunden. Und er sprach: Ich will nicht vernichten um der Zwanzig willen. Da sagte er: Der Herr möge doch nicht zürnen, ich will nur <noch> dieses Mal reden. Vielleicht werden dort zehn gefunden. Und er sprach: Ich will nicht vernichten um der Zehn willen (1.Mose 18,31-32).

Etwas über die Bedingungen für die Erhörung unserer Bitten

 

GOTT hört alle unsere Gebete.

ER erhört,

- wenn wir in Seinem Namen bitten

Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das werde ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn  (Johannes 14,13).

- wenn wir nach Seinem Willen bitten

Und dies ist die Zuversicht, die wir zu ihm haben, dass er uns hört, wenn wir etwas nach seinem Willen bitten (1.Johannes 5,14).

- was wir für Seinen Dienst bitten

Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch geschehen (Johannes 15,7). In dem Zusammenhang geht es um das Fruchtbringen für GOTT. Was wir dafür brauchen, dürfen wir glaubensvoll von GOTT erbitten und werden es auch empfangen.

- wenn wir einmütig beten

Wiederum sage ich euch: Wenn zwei von euch auf der Erde übereinkommen, irgendeine Sache zu erbitten, so wird sie ihnen werden von meinem Vater, der in den Himmeln ist (Matthäus 18,19).

- wenn wir zur Ehre GOTTES bitten

Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das werde ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn. Wenn ihr mich etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun (Johannes 14,13-14). 

Ihr begehrt und habt nichts; ihr tötet und neidet und könnt nichts erlangen; ihr streitet und führt Krieg. Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet; ihr bittet und empfangt nichts, weil ihr übel bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden (Jakobus 4,2-3).  Unser Leben ist ein Leben für GOTT; IHM Frucht zu bringen ist unsere Berufung. „Nur so“, für mich, kann ich zwar bitten, kann mich aber nicht auf GOTTES Erhörungsverheißungen berufen.

Ihr habt nicht mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch dazu bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibe, damit, was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er euch gebe (Johannes 15,16).

- wenn unser Herz uns nicht verurteilt

 Geliebte, wenn das Herz uns nicht verurteilt, haben wir Freimütigkeit zu Gott, und was immer wir bitten, empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und das vor ihm Wohlgefällige tun (1. Johannes 3,21-22).

- wenn unsere Beziehungen zu Menschen geordnet sind

Ihr Männer ebenso, wohnt bei ihnen mit Einsicht als bei einem schwächeren Gefäß, dem weiblichen, und gebt ihnen Ehre als solchen, die auch Miterben der Gnade des Lebens sind, damit eure Gebete nicht verhindert werden!  (1. Petrus 3,7)

Denn wenn ihr den Menschen ihre Vergehungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben; wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euer Vater eure Vergehungen auch nicht vergeben (Matthäus 6,14-15).

Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden. Und wenn ihr steht und betet, so. vergebt; wenn ihr etwas gegen jemand habt, damit auch euer Vater, der in den Himmeln ist, euch eure Übertretungen vergebe (Markus 11,24-25).

- wenn wir nicht nur gelegentlich bitten, sondern ein Bittender  geworden sind

Bittet, und es wird euch gegeben werden; suchet, und ihr werdet finden; klopfet an, und es wird euch aufgetan werden. Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird aufgetan werden (Matthäus 7,7-8). 

- wenn wir in CHRISTUS bleiben = alles von IHM erwarte – nicht  von mir, nicht von anderen, auch nicht von meinem Beten

So spricht der HERR: Verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz vom HERRN weicht! Er wird sein wie ein kahler Strauch in der Steppe und nicht sehen, daß Gutes kommt. Und an dürren Stätten in der Wüste wird er wohnen, in einem salzigen Land, wo sonst niemand wohnt. Gesegnet ist der Mann, der auf den HERRN vertraut und dessen Vertrauen der HERR ist! Er wird sein wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt und sich nicht fürchtet, wenn die Hitze kommt. Sein Laub ist grün, im Jahr der Dürre ist er unbekümmert, und er hört nicht auf, Frucht zu tragen  (Jeremia 17,5-8). 

- wenn wir nicht in Sünde leben

Siehe, die Hand des HERRN ist nicht zu kurz, um zu retten, und sein Ohr nicht zu schwer, um zu hören; sondern eure Vergehen sind es, die eine Scheidung gemacht haben zwischen euch und eurem Gott, und eure Sünden haben sein Angesicht vor euch verhüllt, dass er nicht hört  (Jesaja 59,1-2). 

 

Eigenartige Verheißungen:

„was ihr wollt“, „was dein Herz wünscht“

Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch geschehen (Johannes 15,7).

Und habe deine Lust am HERRN, so wird er dir geben, was dein Herz wünscht (Psalm 37,4). 

Unser Herz wünscht vielerlei, wir wollen so manches. Und um das alles dürfen wir bitten, das alles wird ER uns geben? Ja, wenn wir in IHM bleiben. Wenn Herz und Seele IHN und nur IHN liebt, Seine Herrlichkeit sucht, IHN verherrlicht wissen möchte, dann werden wir bekommen, was wir dann noch wünschen. Ganz gewiss!

 

Wünsche, die nicht erfüllt werden

Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus (Philipper 4,6-7).

Vertraut auf ihn allezeit, <ihr von Gottes> Volk! Schüttet euer Herz vor ihm aus! Gott ist unsere Zuflucht (Psalm 62,9).

Wir dürfen dem HERRN alles sagen, auch unsere geheimsten Wünsche, all unsere Anliegen, das, worüber wir uns (unserer Meinung nach) freuen würden. Wir dürfen es IHM „durch Gebet und Flehen kundwerden“ lassen, unser Herz vor IHM ausschütten, ohne uns sorgen zu müssen, dass wir IHN damit überfordern oder verärgern. Durch Gebet und Flehen kommen unsere Anliegen vor Seinen Thron, und das mit Danksagung, Dank dafür, dass unser VATER weiß, was gut für uns ist. Wir haben es IHM gesagt, und jetzt hört das Begehren und Streben auf. Gibt ER – gut! Gibt ER nicht – auch gut! Sein Frieden kehrt zurück und bewahrt Herz und Sinn, Wünschen und Streben in CHRISTUS JESUS.

 

Grundsätzliche Voraussetzung für Erhörung: Glauben!

 

Und Jesus antwortete und spricht zu ihnen: Habt Glauben an Gott! Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, dass geschieht, was er sagt, dem wird es werden. Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden (Markus 11,22-24). 

 

 

So einfach ist das also: Ich bete und glaube, mein Kopf tut nicht mehr weh, ich habe immer genug Geld, ich kann fliegen! Und dann ... – „alles“!

Und an GOTTES Wort darf man doch nicht herumdeuteln! Also, es „wird mir werden!“ Ich brauche es bloß auszusprechen und schon ist es da!

Halt! Glaube ist Glauben an GOTT!

Wie ist das gemeint?

Ich glaube, dass es einen GOTT geben muss?

Ich glaube, dass JESUS GOTTES SOHN ist?

Ich glaube, dass GOTT heute noch Wunder tut und das auch unter eventueller Beteiligung von Gläubigen?

Ich glaube, dass wir dringend Zeichen und Wunder benötigen, dass GOTT bereit ist, und dass es nur an uns liegt, ob wir ein solches Handeln GOTTES erleben?

All das ist nicht gemeint! Glauben drückt mehr aus als verstandesmäßiges Wissen. Glauben bedeutet, in einem Treueverhältnis zu GOTT zu leben. Wir gehören IHM: unsere Hände, unsere Füße, unser Mund – aber zuerst unsere Ohren! Glaubende hören, wie Jünger hören (Jesaja 50,4). Glauben heißt:

 

Hören auf GOTT und tun, was ER sagt!

 

Darin war der HERR JESUS in der Zeit Seines Wirkens als Mensch das absolute Vorbild.

ER hörte, was der VATER sagte (Johannes 8,28).

Er betete stets. (Psalm 109,4: „Ich aber bin Gebet“  – Der Psalmist spricht hier prophetisch von dem Messias)

ER war GOTT so hingegeben, dass ER nichts aus sich selbst tun konnte (Johannes 5,19 + 30).

Was der VATER sagte, das tat ER gerne (Psalm 40,8-9).

Was der VATER sagte, das tat ER immer (Johannes 4,34; 8,29).

ER war treu (2. Thessalonicher 3,3).

GOTT erhörte IHN immer (Johannes 11, 41-42).

Auch uns wird ER immer erhören, wenn wir glauben.

 

  • Glaubende Menschen sind Beter.
  • Glaubende Menschen sind Menschen, die gelernt haben, auf GOTT zu hören.

Glauben kann ich, wenn GOTT gesprochen hat, darum geht das Gespräch mit GOTT dem Bitten voraus: „Alles, was ihr betet und bittet“ (Markus 11,24). Wenn GOTT uns aufgetragen hat, in einer bestimmten Sache zu bitten, dann haben wir Grund zu glauben und dürfen entsprechend mit Erhörung rechnen. Wenn GOTT „Nein“ sagt, dann bitten wir nicht. Vielleicht flehen, betteln, weinen wir vor GOTT, ob ER nicht doch aus dem „Nein“ ein „Ja“ macht – aber gegen den Willen GOTTES bitten heißt, vergeblich bitten.

  • Glaubende Menschen sind bereit, alles zu tun, was GOTT ihnen aufträgt.
  • Glaubende Menschen bedenken nicht die Folgen von dem, was sie im Gehorsam tun, sie überlegen auch nicht, ob sie das, was GOTT ihnen aufgetragen hat, auch tun können. Sie rechnen mit GOTT.
  • Glaubende Menschen sind bereit, sich zu Narren für CHRISTUS zu machen (1. Korinther 4,10). Beispiel: Man stelle sich vor, welche Folgen dieser Vorfall gehabt hätte: Da ist ein Lahmer. Viele Menschen stehen herum, schauen zu. Petrus und Johannes sagen: „Im Namen JESU: Stehe auf!“  (Apostelgeschichte 3, 1-8)und der Lahme hätte das versucht, wäre aber ächzend zusammengebrochen ....
  • Glaubende Menschen leben in der „Einfalt gegen den CHRISTUS“ (2. Korinther 11,3). Wie Kinder: vertrauensvoll, völlig überzeugt, dass GOTT das, was ER zugesagt hat, auch tun wird. Der in diesem Sinne Einfältige meint nicht, GOTT dadurch unterstützen zu müssen, dass er sich in der Sache, um die es geht, qualifiziert. Er spannt auch kein Sicherheitsnetz aus (falls es nicht „klappt“), auch kein theologisches Sicherheitsnetz.
  • Glaubende Menschen sind erfüllt von der Liebe GOTTES. Diese Liebe ist immer zuerst Liebe zu GOTT, dann aber auch Liebe zu den Heiligen GOTTES und darüber hinaus zu allen Menschen. Diese Liebe nötigt den Gläubigen sehr oft auf die Knie, um zu GOTT zu rufen, GOTTES Antwort zu hören und – wenn GOTT will, der Not in Seinem Namen zu begegnen.

 

Paulus berichtet (2. Korinther 12,8-9): „Um dessentwillen habe ich dreimal den Herrn angerufen, dass er von mir ablassen möge. Und er (der HERR) hat zu mir gesagt: Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung. Sehr gerne will ich mich nun vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne“.

 

„angerufen“ = parakaleo (an die Seite rufen, ermahnen ...)

Der HERR sagt: „Nein, Paulus“ – und Paulus fällt es gar nicht ein, die entsprechende Bitte auszusprechen, sondern er „rühmt“ sich der Situation, die er doch so gerne beseitigt gesehen hätte. Er „rühmt“ sich, weil er in dem Fortbestand der Situation den guten, vollkommenen und wohlgefälligen Willen GOTTES erkannt hat (s. Römer 12,2).

 

Erst beten, dann bitten

 

Erst beten, dann bitten. Reden wir doch mit GOTT, schütten wir unser Herz vor IHM aus (Psalm 62,9), klagen wir IHM unsere Not, lassen wir „unsere Anliegen vor GOTT kundwerden“, und hören wir, was ER dazu sagt. Wir müssen lernen, stille zu sein vor IHM. ER hört unser Seufzen. Der HEILIGE GEIST vertritt uns vor GOTT mit „unaussprechlichen Seufzern“ (Römer 8,26-27). In der Gegenwart GOTTES zerschmilzt alles Falsche, alles Eigensüchtige, Ungeheiligte. Ehe ich bitte, formt sich in mir das Bekenntnis: „Aber nicht mein Wille, Dein Wille geschehe!“

Dieser Wille steht mir über meinem persönlichen Anliegen. Wenn ich „zuerst nach dem Reich des HERRN trachte“, redet ER mit mir; ich darf „hören, wie ein Jünger hört“  (Matthäus 6,33; Jesaja 50,4).

Und wenn des HERRN Wille mit meinem Wünschen übereinstimmt, dann darf ich fröhlich bitten: „VATER, du hast gesagt, also ...!“ Und dann fangen wir an zu danken, auch wenn wir die Erhörung jetzt noch nicht sehen können. 

 

Werde ein Bittender!

 

Wir sollen lernen, ein Leben zu führen, das dem HERRN gefällt. Voraussetzung dafür ist, dass wir in einer demütigen Haltung vor GOTT bleiben. Wenn es in Jakobus 4,2 heißt: „Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet“, dann sagt uns das nicht nur, dass wir vieles ohne unser Bitten nicht empfangen. Man kann es auch so verstehen: „Ihr habt nichts, weil ihr GOTT befehlen wollt, das und das zu tun.“ Hören sich nicht viele unserer Gebete so an? „HERR, segne den, gib das, tue jenes?“ Weil wir meinen, über GOTT verfügen zu können  (Jakobus 4,3: „… weil ihr übel bittet“. GOTT so zu bitten, ist übel), wo ER doch GOTT ist, Schöpfer und Erhalter, Richter und Retter! – darum empfangen wir oft nichts. Nehmen dürfen nur Bittende.

Ja, aber sind wir nicht selbst Söhne, Könige und Priester? Können wir nicht auch im Glauben aussprechen, was zu geschehen hat, einfach in Anspruch nehmen, was wir für notwendig erachten? Warum bitten?

Dazu nur so viel: Paulus war ein begnadeter Apostel, aber er bittet und fleht unablässig für die Heiligen. Der HERR JESUS selbst bittet für die Seinen. Epaphras ringt in seinen Gebeten für seine Geschwister (Kolosser 4,12).

Ja, wir sind Söhne GOTTES, Heilige, Geliebte. Das sind wir aber in dem CHRISTUS, der  auch heute noch als der treue Hohepriester für uns betet. Ohne weitere Erklärungen abgeben zu wollen: Wenn die genannten Personen bitten, dann steht uns das ebenfalls gut an!

Unser VATER gibt uns, was wir brauchen. ER gibt es uns ausreichend, besonders dann, wenn wir „zuerst nach dem Reiche GOTTES und nach Seiner Gerechtigkeit trachten“ (Matthäus 6,33). Uns aber ist es angemessen, IHN zu bitten. Damit zeigen wir an, dass wir uns der Tatsache bewusst sind, dass „jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk“ von unserem VATER kommt (Jakobus 1,17).

So ist unser Bitten ein Zeichen der Abhängigkeit von GOTT. Weil wir in jeder Lage und immer von IHM abhängig sind, sind wir in jeder Lage und immer Bittende. Und wir sind Nehmende. Nehmen dürfen nur Bittende!

Bittende werden Nehmende  (In der Sprache des Neuen Testamentes gibt es für die Begriffe „nehmen“ und „empfangen“ ein und dasselbe Wort (etwa wie im Deutschen „in Empfang nehmen“).)  (Empfangende). Nehmende werden Dankende.

Indem wir lernen, mehr und mehr mit GOTT zu leben („Henoch wandelte mit GOTT“, 1. Mose 5,24), werden wir uns unserer Abhängig­keit von unserem liebenden VATER mehr und mehr bewusst und erfahren Seine treue Fürsorge mit offenen Sinnen.

Dieses Gottesbewusstsein führt uns in ein Leben der Anbetung unseres GOTTES.

Dann wird unsere Freude vollkommen!

 

Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis dafür, dass sie allezeit beten und nicht ermatten sollten,  und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der Gott nicht fürchtete und vor keinem Menschen sich scheute. Es war aber eine Witwe in jener Stadt; und sie kam zu ihm und sprach: Schaffe mir Recht gegenüber meinem Widersacher! Und eine Zeitlang wollte er nicht; danach aber sprach er bei sich selbst: Wenn ich auch Gott nicht fürchte und vor keinem Menschen mich scheue, so will ich doch, weil diese Witwe mir Mühe macht, ihr Recht verschaffen, damit sie nicht am Ende komme und mir ins Gesicht fahre. Der Herr aber sprach: Hört, was der ungerechte Richter sagt! Gott aber, sollte er das Recht seiner Auserwählten nicht ausführen, die Tag und Nacht zu ihm schreien, und sollte er es bei ihnen lange hinziehen? Ich sage euch, dass er ihr Recht ohne Verzug ausführen wird. Doch wird wohl der Sohn des Menschen, wenn er kommt, den Glauben finden auf der Erde?  Lukas 18,1-8

 

Wie sollen wir beten?

 

Das Mustergebet

 

Er sprach aber zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, geheiligt werde dein Name; dein Reich komme; unser nötiges Brot gib uns täglich; und vergib uns unsere Sünden, denn auch wir selbst vergeben jedem, der uns schuldig ist; und führe uns nicht in Versuchung (Lukas 11,2-4).

 

Der HERR JESUS weist Seine Jünger an, „so“ zu beten.

Mehr dazu in der CfD-Schrift 174.

Dieses und jedes Gebet eines Christen richtet sich auf GOTT aus. Jedes Gebet eines Christen erkennt an und bekennt, dass GOTT groß, heilig, gewaltig, gerecht ... ist. Der Name GOTTES wird geheiligt. Jedes Gebet eines Christen trägt darum der Tatsache Rechnung, dass wir Vergebung brauchen und Reinigung.

 

Wir beten:

 

- demütig

Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur rechten Zeit, indem ihr alle eure Sorge auf ihn werft! Denn er ist besorgt für euch (1.Petrus 5,6-7). 

 

- mit Danksagung

Ich ermahne nun vor allen Dingen, dass Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen (1.Timotheus 2,1).

 

- im Glauben, ohne zu zweifeln

Wenn aber jemand von euch Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der allen willig gibt und keine Vorwürfe macht, und sie wird ihm gegeben werden. Er bitte aber im Glauben, ohne irgend zu zweifeln; denn der Zweifler gleicht einer Meereswoge, die vom Wind bewegt und hin und her getrieben wird. Denn jener Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen werde, ist er doch ein wankelmütiger Mann, unbeständig in allen seinen Wegen  (Jakobus 1,5-8). 

Ich will nun, dass die Männer an jedem Ort beten, indem sie heilige Hände aufheben, ohne Zorn und zweifelnde Überlegung (1.Timotheus 2,8).  

 

- ohne Leistungsdruck

Beten ist kein „Werk“. Beten ist das Gespräch des Kindes mit seinem VATER. Beten ist das Vorrecht der Kinder. Ich darf beten, wenn ich mich freue, wenn ich traurig bin, wenn ich sündig geworden bin.

Beten – in die geöffneten Arme des VATERS laufen.

Beten – vor Seiner Heiligkeit erscheinen.

 

- flehend, ringend, kämpfend (Kämpfen = „ringen, sich um einen Preis bewerben, um etwas ringen, sich anstrengen, eine Sache zum Abschluss zu bringen, etwas mit großem Eifer erstreben“ (Briem).)

 

Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden (Philipper 4,6). 

Ich ermahne nun vor allen Dingen, dass Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen (1.Timotheus 2,1). 

Mit allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit im Geist, und wachet hierzu in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen (Epheser 6,18). 

Es grüßt euch Epaphras, der von euch ist, ein Knecht Christi Jesu, der allezeit für euch ringt in den Gebeten, dass ihr vollkommen und völlig überzeugt in allem Willen Gottes dasteht (Kolosser 4,12). 

Ich ermahne euch aber, Brüder, durch unseren Herrn Jesus Christus und durch die Liebe des Geistes, mit mir zu kämpfen in den Gebeten für mich zu GOTT (Römer 15,30).

Kämpfen – nicht nur entspannen, feiern.

Kämpfen – gegen wen? Wir kämpfen nicht gegen „Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen Mächte der Bosheit in der Himmelswelt“ (Epheser 6,12).  

Berufe dich auf den Sieg JESU! Rufe Seinen Sieg aus!

Und sie haben ihn überwunden wegen des Blutes des Lammes und wegen des Wortes ihres Zeugnisses, und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tod!  (Offenbarung 12,11).

 

- wachsam

Wachet und betet! (Markus 14,38).

... zu aller Zeit betend mit allem Gebet und Flehen in dem Geiste, und eben hierzu wachend in allem Anhalten und Flehen für alle Heilige (Epheser 6,18).  

Wir sind leicht abgelenkt, darum sollen wir wachsam sein. Dann stehen wir bereit, Impulse des HEILIGEN GEISTES zu empfangen, und wir werden nicht so leicht ängstlich. Wir verfallen nicht in Trägheit oder „Ich – Dreherei“. Wir sind auf die Liebe und auf die Allmacht GOTTES ausgerichtet.  Darum: wachsam sein beim Beten!

 

- anhaltend, ausdauernd

Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis dafür, dass sie allezeit beten und nicht ermatten sollten (Lukas 18,1).

Petrus nun wurde im Gefängnis verwahrt; aber von der Gemeinde geschah ein anhaltendes Gebet für ihn zu Gott (Apostelgeschichte 12,5)  ( Siehe Anhang 1.)

. 

Wir danken Gott allezeit für euch alle, indem wir euch erwähnen in unseren Gebeten und unablässig vor unserem Gott und Vater ... (1.Thess. 1,2-3).

Es grüßt euch Epaphras, der von euch ist, ein Knecht Christi Jesu, der allezeit für euch ringt in den Gebeten, auf dass ihr stehet vollkommen und völlig überzeugt in allem Willen Gottes dasteht (Kolosser 4,12).

Nicht aufhören, bis Petrus an die Tür klopft (Apostelgeschichte 12,13)!

Müde, resigniert? - Dranbleiben!!! (Sage nicht zu früh „Amen“!)

 

- erwartend, glaubend

Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden (Markus 11,24).

 

- opferbereit, dienstwillig

Und ich hörte die Stimme des Herrn, der sprach: Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen? Da sprach ich: Hier bin ich, sende mich!  (Jesaja 6,8). 

Und nun, wenn du doch ihre Sünde vergeben wolltest! Wenn aber nicht, so lösche mich denn aus deinem Buch, das du geschrieben hast, aus (2.Mose 32,32). 

 

- gemeinsam:

All die vielen Aufforderungen in den Briefen der Apostel zur Fürbitte sind an Gemeinden gerichtet.  Sie sollen                 

-       zusammenkommen, um für... zu beten,

-       gemeinsam den Willen GOTTES erfahren,

-       gemeinsam gegen die Finsternismächte ihr Zeugnis erheben,

-       gemeinsam an den Siegen CHRISTI teilhaben,

-       gemeinsam für ihre kämpfenden Brüder und Schwestern eintreten

Manches geschieht nicht, weil Christen zu wenig beten.

Nicht kritisieren – beten!

Nicht zugucken – beten!

 

Zu wem sollen wir beten?

 

Die Antwort scheint einfach: zu GOTT natürlich! Das ist auf jeden Fall richtig. Die Bibel warnt uns davor, zu irgend einer anderen Person zu beten. Von Menschen bestellte „Heilige“ sind keine Heiligen. Sie werden zu Götzen, sobald wir zu ihnen beten. Das gilt auch für Personen der Bibel, etwa Maria, die Mutter JESU.

Die Frage ist vielmehr: Beten wir zum VATER, zum SOHN oder zum HEILIGEN GEIST?

Eine ausführliche Besprechung dieses Themas findet man in der CfD-Schrift 173: „Zu wem beten wir?“

 

Beten in Zungen?

 

Gibt es das heute noch?

Lies dazu die CfD-Schrift 163: „Weissagen, Zungenreden, Erkenntnis – gibt es das heute noch?

 

Wofür sollen wir beten?

 Wir sollen beten

- für die Regierung

Ich ermahne nun vor allen Dingen, dass Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, für Könige und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit (1.Timotheus 2,1-2). 

- für die Boten des Evangeliums

Übrigens, Brüder, betet für uns, dass das Wort des Herrn laufe und verherrlicht werde wie auch bei euch und dass wir errettet werden von den schlechten und bösen Menschen! Denn die Treue ist nicht aller Menschen Sache  (2.Thessalonicher 3,1-2). 

- für Jerusalem (Israel)

Auf deine Mauern, Jerusalem, habe ich Wächter bestellt. Den ganzen Tag und die ganze Nacht werden sie keinen Augenblick schweigen. Ihr, die ihr den HERRN erinnert, gönnt euch keine Ruhe und lasst ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem <wieder> aufrichtet und bis er es zum Lobpreis macht auf Erden! (Jesaja 62,6-7)

- für alle Menschen

Ich ermahne nun vor allen Dingen, dass Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, für Könige und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit (1.Timotheus 2,1-2). 

- für unsere Feinde

Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, und betet für die, die euch verfolgen (Matthäus 5,44). 

Gebetshaltungen in der Bibel

- stehend

Auf! preist den HERRN, all ihr Knechte des HERRN, die ihr steht im Haus des HERRN in den Nächten!  (Psalm 134,1)

- mit erhobenen Händen

Erhebt eure Hände im Heiligtum und preist den HERRN!  Psalm 134,2

 - kniend

Und als er dies gesagt hatte, kniete er nieder und betete mit ihnen allen (Apostelgeschichte 20,36). 

- liegend

Und während Esra betete und, weinend und vor dem Haus Gottes daliegend, <die Schuld> bekannte, versammelte sich um ihn eine sehr zahlreiche Versammlung aus Israel, Männer und Frauen und Kinder; denn <auch> das Volk weinte unter vielen Tränen (Esra 10,1).

- auf dem Angesicht liegend, im Knien das Angesicht auf die Erde gepresst (Lukas 22,41)

Und er ging ein wenig weiter und fiel auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Kelch an mir vorüber! Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst (Matthäus 26,39).

Und alle Söhne Israel sahen das Feuer herabfahren und die Herrlichkeit des HERRN über dem Haus. Da knieten sie mit dem Gesicht zur Erde auf das Pflaster nieder und beteten an, und sie priesen den HERRN: Denn er ist gütig, denn seine Gnade <währt> ewig!  (2.Chronik 7,3)

 

Ich habe keine Lust

 

Wenn du keine Lust zum Beten hast, dann hast du es am nötigsten!

Und wenn es aber nicht geht? – Wenn es nichts bringt, wenn ich keine Konzentration aufbringen kann? Wenn alles „tot“ zu sein scheint?

Schlage Deine Bibel auf und lies einen Psalm, einen Bericht oder eine Lehre aus den Evangelien ..., danke für das, was du gelesen hast!

Lebe mit einer bußfertigen Haltung!

Bleibe einfach vor GOTT! Wenn du nichts zu sagen weißt, sage GOTT, dass du nicht weißt, was du beten sollst – und siehe da, du betest schon!

Bleibe vor GOTT! Sage  nicht zu schnell „Amen!“

Wir brauchen den HEILIGEN GEIST zum rechten Beten.

Wisse, dass GOTT dich liebt!

 

Anhang

 

1.)  Apostelgeschichte 12,5

 

Die junge Gemeinde in Jerusalem wird be­droht. Da sind Menschen, die ihr schaden  wollen, doch die Gemeinde weiß, dass ihr Kampf nicht gegen Fleisch und Blut ist (Epheser 6,12); sie hat es mit weit gefährlicheren Feinden zu tun, als Menschen es je sein kön­nen. Was tut sie? Sie betet!

 

„Petrus nun wurde im Gefängnis verwahrt; ABER VON DER GEMEINDE GE­SCHAH EIN ANHALTENDES GEBET FÜR IHN ZU GOTT“ (Apostelgeschichte 12,5).

 

ABER – Dem ernsten Angriff des Feindes auf das Leben der Gemeinde setzt diese ihr ABER entgegen. Dieses ABER besteht im glaubenden Gebet der Gemeinde.

 Auch wir wollen unseren Problemen das ABER des glaubenden Gebets entgegensetzen.

 

VON DER GEMEINDE – „die Sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt“ (Epheser 1,23). GOTT hat selbst Seinen SOHN für sie gegeben. Das veranlaßt den Apostel Paulus zu der Frage: „Wie sollte ER uns mit IHM nicht auch alles schenken?“ (Römer 8,32) Diese Gemeinde betet in ihrer von GOTT gegebenen Autorität!

Unsere Gemeinde betet, und wenn zwei Glie­der dieser Gemeinde eins werden, um was sie bitten wollen, haben sie eine wunderbare Verheißung (Matthäus 18,19).

 

GESCHAH  Sie wissen nicht nur über die Notwendigkeit des Gebets, sondern es „ge­schieht“, sie tun es. „Ihr habt nicht, weil ihr nicht bittet", sagt GOTTES Wort (Jakobus 4,1).

Und wir?

EIN ANHALTENDES GEBET   anhaltend, inbrünstig, ausgestreckt, so war das Gebet der Gemeinde in Jerusalem. „Ich lasse dich nicht, du, segnest mich denn!“, hat Jakob ausgerufen, als er mit GOTT rang (1. Mose 32,27).

Laßt uns anhaltend beten!

FÜR IHN  Sie hatten ein konkretes Anlie­gen, eine wirkliche Not.

Laßt uns zielgerichtet beten!

ZU GOTT   Ist es nicht auch möglich, dass wir „nur so“ beten? Kann man nicht auch „beten“, um bei den Mitbetern Eindruck zu erwecken oder ihnen zu predigen? Wir müs­sen in die Gegenwart GOTTES kommen und vor IHM stehen, wenn wir in der rechten Wei­se beten wollen. Vor Sein Angesicht sollen wir kommen (Psalm 100,2), Sein Angesicht beständig suchen (Psalm 105,4).

Und GOTT erhört das Gebet dieser Schar auf wunderbare Weise – lasst uns das auch für unsere Anliegen erwarten! GOTT erhört auch unser Gebet.

  ... und (Abraham) zweifelte nicht an der Verheißung GOTTES durch Unglauben, sondern wurde gestärkt im Glauben, GOTT die Ehre ge­bend, und war der vollen Gewissheit, dass ER, was ER verheißen habe, auch zu tun vermöge (Römer 4,20-21).

 

2. Fürbitte

 

Übrigens, Brüder, betet für uns, dass das Wort des Herrn laufe und verherrlicht werde, wie auch bei euch (2.Thessalonicher 3,1).

 

Brüder, betet für uns (1.Thessalonicher 5,25).

 

Beten füreinander – „Fürbitte“

„Und betet füreinander!“ (Jakobus 5, 16 b)

 

2.1. Damit wir füreinander beten können, müssen wir um die Not wissen.

a) Wir hören von der Not

Und man kam und berichtete Joschafat: Eine große Menge ist gegen dich gekommen von jenseits des Meeres, von Aram. Und siehe, sie sind <schon> in Hazezon-Tamar, das ist En-Gedi (2.Chronik 20,2). 

 

b) Wir empfinden Not

Aber der HERR hat mich sehen lassen, dass er stirbt, <ja dass> er stirbt. Dabei starrte er unbeweglich vor sich hin und war über die Maßen entsetzt. Dann weinte der Mann Gottes (2.Könige 8,10b-11). 

 

c) GOTT zeigt uns Not, während wir beten

 

d) GOTT lenkt unseren Weg, dass wir über die Not „stolpern"

Da geschah das Wort des HERRN zu ihm: Mache dich auf, geh nach Zarpat, das zu Sidon gehört, und bleib dort! Siehe, ich habe dort einer Witwe befohlen, dich zu versorgen. Da machte er sich auf und ging nach Zarpat. Und als er an den Eingang der Stadt kam, siehe, da war dort eine Witwe, die gerade Holz sammelte. Und er rief sie an und sagte: Hole mir doch ein wenig Wasser im Gefäß, dass ich trinke!  (1.Könige 17,8ff.)

 

Der erste Teil des Verses Jakobus 5,16 heißt: „Bekennt denn einander die Sünden ...“ Die Sünde meines Bruders ist seine größte Not, weil sie ihn von der Gemeinschaft mit GOTT trennt. Damit er bereit ist, vor uns Sünde zu bekennen, müssen wir vertrauenswürdig sein!

Wenn der Bruder zum Bekenntnis bereit ist, haben wir besonders liebevoll und besonders demütig zu sein.

 

2.2. In den Riss treten

Und Abraham trat hinzu und sagte: Willst du wirklich den Gerechten mit dem Ungerechten wegraffen? Vielleicht gibt es fünfzig Gerechte innerhalb der Stadt. Willst du sie denn wegraffen und dem Ort nicht vergeben um der fünfzig Gerechten willen, die darin sind?  (1.Mose 18,23-24)

 

2.3. Die Arbeiter im Werk des HERRN brauchen besondere Fürbitte (s.o.)

Sie sind besonderen Angriffen ausgesetzt. Darum fordert der Apostel Paulus immer wieder auf: „Betet für uns!“

 

3. Das Gebet der Zwei

 

Noch sage ich euch dazu: Wenn zwei aus euch übereinstimmen auf der Erde betreffs irgendeiner Sache, die sie erbitten, sie wird ihnen werden von meinem VATER in den Himmeln. Denn wo zwei oder drei versammelt sind zu meinem Namen hin, da bin ich in ihrer Mitte (Matthäus 18, 19-20).

 

Eine ganz besondere Verheißung!

Wir beten in der Gemeinde, in Hauskreisen: gut!

Wir beten alleine: wichtig und gut!

ABER: Es gibt noch etwas Besonderes, eine wunderbare Verheißung aus dem Munde des HERRN JESU.

 

3.1. JESUS in der Mitte

ER ist nicht nur „bei“ den Zweien oder Dreien. ER ist Mittelpunkt, wie die Nabe des Rades, der Schaft der Menorah. ER wird zum Mittelpunkt in unserem Denken und Bitten.

 

JESUS in der Mitte (einige Bibeltexte):

Als es nun Abend war an jenem Tag, dem ersten der Woche, und die Türen, wo die Jünger waren, aus Furcht vor den Juden verschlossen waren, kam Jesus und trat in die Mitte und spricht zu ihnen: Friede euch!  (Johannes 20,19)

Und nach acht Tagen waren seine Jünger wieder drinnen und Thomas bei ihnen. <Da> kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und trat in die Mitte und sprach: Friede euch! (Johannes 20,26)

Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte (Matthäus 18,20). 

Denn wer ist größer, der zu Tisch Liegende oder der Dienende? Nicht der zu Tisch Liegende? Ich aber bin in eurer Mitte wie der Dienende (Lukas 22,27). 

Während sie aber dies redeten, stand er selbst in ihrer Mitte und spricht zu ihnen: Friede euch! (Lukas 24,36)

Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser; mitten  (Mitte, mitten, in mitten ist im Grundtext immer ein und dasselbe Wort: „in der Mitte von“)  unter euch steht, den {ihr} nicht kennt, der nach mir kommt, vor dem ich nicht würdig bin, den Riemen seiner Sandale zu lösen (Johannes 1,26-27). 

... wo sie ihn kreuzigten, und zwei andere mit ihm, auf dieser und auf jener Seite, Jesus aber in der Mitte (Johannes 19,18). 

Dem Engel der Gemeinde in Ephesus schreibe: Dies sagt der, der die sieben Sterne in seiner Rechten hält, der inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt (Offenbarung 2,1). 

Und ich sah inmitten des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Ältesten ein Lamm stehen wie geschlachtet, das sieben Hörner und sieben Augen hatte; die sind die sieben Geister Gottes, ausgesandt über die ganze Erde (Offenbarung 5,6). 

Denn das Lamm, das in der Mitte des Thrones ist, wird sie hüten und sie leiten zu Wasserquellen des Lebens, und Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen (Offenbarung 7,17).

 

ER, Schöpfer und Erhalter aller Dinge, lebt in ihrer Mitte als der Dienende. Schließlich hängt ER am Kreuz, in der Mitte von zwei Übeltätern, identifiziert sich mit ihnen, indem ER die Sünde der Welt, also auch die Sünde der mit IHM Gekreuzigten, auf Sich nimmt. Jetzt tritt ER als der Auferstandene mit dem Friedensgruß in die Mitte Seiner verängstigten Brüder.

Heute sehen wir IHN als DEN, der in der Mitte der 7 Leuchter wandelt, ja, der die Mitte des Thrones GOTTES ist (siehe Offenbarung 1,13).

Dieser JESUS hat uns zugesagt, in unserer Mitte zu sein, wenn zwei oder drei in Seinem Namen versammelt sind.

JESUS in der Mitte! 

 

3.2. Was immer  sie bitten

Was immer“ = „pantos pragmatos“

„pantos“ von  „pas“ =  „jedes, alles, alle, in jeder Hinsicht“

„pragma“ = „Tat, Handlung, Tun, Tatsache, Ereignis, Vorfall, Geschehnis, Vorhaben, Aufgabe, Sache, Ding, Angelegenheit, Prozeß, Rechtsstreit, Rechtshandel“ (Briems Wörterbuch)

D. h.: Alles!  Alles, was es auch sei – wird euch werden!

Der VATER wird es geben: Der Sohn verbürgt sich dafür.

 

3.3. Voraussetzung:

Übereinkommen, indem JESUS „in ihrer Mitte“ ist (s.1.!). Der HERR bewirkt durch Seinen GEIST beides, die richtige, das heißt, GOTT gefällige Bitte und die Einmütigkeit der Bittenden.

 

3.4. symphoneo

„Wenn zwei von euch“ (nicht: „mindestens 2!“)

Es ist wichtig, den richtigen Gebetspartner zu finden! (Bitte darum, suche die Leitung durch den HEILIGEN GEIST!)

„Eins werden“  = „Zusammenklingen“. Hier steht das Wort, aus dem die uns bekannte „Symphonie“ benannt wurde. Es „klingt zusammen“. Im Geist gibt es völlige Übereinstimmung. Die Seelen sind eins („synpsychoi“ – Philipper 2,2 = „Zusammengeseelte“ oder nach Zinzendorff: „Herz und Herz vereint zusammen“) in der Gegenwart JESU – Seinen Willen zu erfahren, zu beten.

Wenn zwei so beten, sagt der HERR: „Da bin ICH in ihrer Mitte“.

Da erleben wir allerengste Gebetsgemeinschaft. Und der VATER gibt. „Es wird euch werden von meinem VATER in den Himmeln“.

 

3.5. Aus zwei werden drei!

Die Gemeinschaft der Zwei zieht den Dritten an.

So wird die Schar wachstümlich erweitert.

Und wenn der Vierte dazukommt, dann haben wir 2 x 2!

„versammelt sind...“ – „synagein“ = „zusammenbringen“

in JESU Namen!

4. Psalmen beten

 

Hast du schon einmal einen Psalm gebetet? Ich meine nicht: einen Psalm aufgesagt.

Gebetet?

Ich möchte versuchen, an einem Beispiel zu erklären, was ich meine. Nehmen wir etwa den 93. Psalm. (Ich wähle ihn, weil er nicht so bekannt ist wie z.B. der 23. oder der 150.). Der Psalm beginnt (nach der Albrecht-Übersetzung):

 

Der HERR herrscht als König,

er hat sich mit Macht umkleidet.

Der HERR hat sich umkleidet,

mit Macht sich umgürtet.

So steht nun der Erdkreis fest

und wanket nicht.

Fest steht sein Thron von alters her,

seit Ewigkeiten bist Du!

 

Jetzt beten wir:

„HERR, DU herrschst als König.

Dein Thron steht fest.

Er wankt nicht.

Vieles wankt in dieser Welt.

Ich wanke manchmal.

DU wankst nicht ...“

 

Der Psalm geht weiter:

Zwar haben Ströme, HERR,

Ströme haben erhoben ihr Brausen.

Auch ferner noch werden Ströme

ihr Tosen erheben:

Doch größer als vieler mächtiger Wasser Gebraus,

als des Meeres brandende Wogen

ist der HERR droben in Himmelshöhn!

 

Hier dürfen wir an all die „brausenden Wogen“ denken, die unser Leben, unsere Existenz,  die Existenz unserer Gemeinde bedrohen. Wir dürfen sie vor dem HERRN nennen. Und wir dürfen bekennen:

 

 

 

„...doch größer, HERR, bist DU!

DU hast all das Tosen und Brausen in Stille verwandelt,

durch den Sieg, den unser HERR JESUS am Kreuz errungen hat. Ich will mich nicht mehr ängstigen lassen!

HERR, DU bist größer!“

 

Der Psalm endet:

 

Was du verordnet, ist unverbrüchlich,

deinem Hause ziemt Heiligkeit,

HERR, für alle Zeiten!

 

„Und weil DU größer bist, HERR,

größer als alles,

darum preise ich DICH!

DU hältst Dein Wort.

Deine Verheißungen sind Ja und Amen!

Die Verheißung, die DU mir gegeben hast -

(hier darfst du sie vor GOTT nennen)

– wirst DU erfüllen.

Unverbrüchlich ist Dein Wort!

HERR, das gilt ja aber auch für Deine Anweisungen.

Weil DU so liebevoll, so groß, so zuverlässig bist, so treu,

möchte ich Dich lieben und zu Deiner Ehre leben.

Heiligkeit ---!

HERR, gib mir das Bewußtsein von Deiner Heiligkeit!

Ich möchte Deinen Namen heiligen!

Geheiligt werde Dein Name!

In Deinem Hause soll Heiligkeit sein!

Ich will heilig sein.

Ich werde heilig sein.

In Ewigkeit.

Amen."

 

So, zum Beispiel, könntest du diesen Psalm beten. Fange doch einmal damit an.

Der HERR JESUS hat Psalmen gebetet. Die ersten Christen, das können wir aus der Apostelgeschichte und den Briefen erkennen, haben Psalmen gebetet. Wir dürfen Psalmen beten!

 

Schriften des Missionswerks zum Thema Gebet:

 

S107 Stille vor dem HERRN

S163 Weissagen, Zungenreden, Erkenntnis – gibt es das heute noch?

S165 Gemeinsam beten

S166 Anbetung

S173 Zu wem beten wir?

S174 HERR; lehre uns beten!

 

Arbeitsmaterial vom Missionswerk

CHRISTUS für Dich

  logografikMeierstraße 1, 26789 Leer-Loga

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können

 

 

 

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 3. April 2012 )