| Was bedeutet das? |
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Ich bin getauft
Was bedeutet das?
Vorwort
zur überarbeiteten Neuauflage
In
den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts ist an verschiedenen Orten die Frage
nach der biblischen Taufe wach geworden. Was bis dahin die Sache einzelner
Freikirchen war, bewegte damals die Gemüter vieler Kinder GOTTES aus allen
Kirchen und Gemeinschaften.
In
der Zeit entstand dieses Studienheft, in dem nicht theologisch Meinung gegen
Meinung abgewogen werden sollte. Vielmehr war das Bestreben, die Heilige
Schrift selbst zu Wort kommen zu lassen.
Wir
geben diese kleine Schrift, überarbeitet, noch einmal heraus, weil wir glauben,
dass auch heute hier und da Unsicherheit über die Taufe besteht.
Bitte,
lesen Sie darum die angeführten Schriftstellen in der Bereitschaft „Seinen
Willen“ auf jeden Fall zu tun, sobald er Ihnen klar wird. Unser HERR JESUS
sagt: „Wenn jemand Seinen (GOTTES) Willen tun will, so wird er wissen von der
Lehre, ob sie aus GOTT ist“ (Johannes 7,17).
Bitte
nehmen Sie sich einige Stunden Zeit, um über dieses wichtige Thema Klarheit zu
bekommen. Wenn bei Ihnen Fragen offenbleiben, schreiben Sie gern an uns.
Unser
HERR JESSU CHRISTUS segne Sie!
Die
Schriftstellen sind, wo nicht besonders
auf etwas anderes hingewiesen wurde, nach der Elberfelder Übersetzung
angegeben.
Leer-Loga,
Dezember 2001
Wer
da glaubt und getauft wird,
wird errettet werden;
wer
aber nicht glaubt,
wird
verdammt werden
Markus 16,16
1.Taufe
in der Bibel
„Taufe „ und „taufen“ – nur im NT, („Taufe“ 20mal und „taufen“ 78mal).
Im Alten Testament
gibt es als Vorbilder die Reinigungsbäder (23 x im 3. Buch Mose), die
Taufe in Wolke und Meer (siehe 1.Kor. 10,2!).
1.1.Taufe
hat im Neuen Testament verschiedene Bedeutungen:
1.1.1.
Die Taufe des Johannes – erklärt
besonders Apg.19, 4; Matth.3, 11; Markus
1,8; und über 30 andere Stellen.
1.1.2.
Im Zusammenhang damit die Taufe der Jünger des
HERRN auf der gleichen Grundlage (Joh. 4, 1-2).
1.1.3.
Die Taufe im (Luther: mit) HEILIGEM
GEIST erklären 1.Kor. 12, 13 und noch 5 weitere Stellen. – Lies zum
Beispiel Apg. 1, 5 – 8.
1.1.4.
Taufe als Bezeichnung der Leiden
(CHRISTI): Luk. 12, 50; Mark. 10, 38 – 39.
1.1.5.
Die Taufe des HERRN als besonderes
und einmaliges Ereignis (Mark. 1, 9 ff; Matth.3, 13 ff).
1.1.6.
Taufe „auf Mose“ (1.Kor. 10,12) der
Gemeinde Israel beim Durchzug durch das Meer und unter der Wolke.
1.1.7.
Nach außerbiblischen Quellen sollen
auch Heiden, die den alttestamentlichen Glauben (Gesetz und Propheten) annehmen wollten, mit der sogenannten
Proselytentaufe getauft worden sein.
2.Die
christliche Taufe
2.1.Taufe
„auf den Namen des HERRN“, auf CHRISTUS
JESUS (Röm. 6,3) , auf den Namen des HERRN JESUS (Apg. 19,4) , „im Namen des
VATERS, des SOHNES und des HEILIGEN
GEISTES“ (MAtth.28,19).
2.2.
„In
den (auf den) Namen des VATERS, des SOHNES
und des HEILIGEN GEISTES“ – das ist neu. GOTT ist erst im Neuen
Testament als Drei-Einheit offenbart (Matth.28, 19). Wir sind gemäß der
Taufe auf wunderbare Weise mit GOTT-VATER, GOTT-SOHN und GOTT-HEILIGEM GEIST in
Verbindung gebracht; nicht durch die Taufe (durch den Glauben Röm.5,
1-2; Eph. 2,8), sondern die Taufe ist das Siegel darauf. In ihrer Symbolik
(Bildaussage) stellt sie die Grundlage dieser Verbindung dar. Darum Mark.
16,16!
2.3.Bedeutung
der Taufe
2.3.1.Die
Abwaschung der Sünden
Textstellen: Apg.2,38; Apg. 22,16; 1. Petr. 3,20 ff.
Die Taufe ist
nicht die Abwaschung der Sünden: Sie
stellt die Abwaschung der Sünden dar. – (1.Joh. 1,7 u.a.)
2.3.2. Man wird nicht „Kind
GOTTES“ durch die Taufe. „Bruder“ Saul wird getauft (Apg.9,17); der Kämmerer
(Apg. 3,38) „glaubte“ vor der Taufe;
Kornelius (Apg. 10,44-48) und der Kerkermeister (Apg. 16,33)und viele andere hatten das Wort bereits „gehört“, als sie
getauft wurden (Apg.2,41).
2.3.2.1.
Frage: Aber Apg. 16,33 und 1. Kor.1, 16 ist doch die
Rede davon, dass jeweils „das Haus“, das heißt, alle, die zum Haus gehörten,
getauft wurden. Sicher waren doch auch Kinder dabei.
Antwort:
Wer sagt das? In 1. Korinther 1 steht gar nichts von
Kindern; in Apg. 16 dagegen heißt es, dass Paulus dem ganzen Haus das
Evangelium verkündigt habe, und dass sich „das Haus“ dann freute, an den HERRN
JESUS gläubig geworden zu sein. (Hier
muss die Luther-Bibel korrigiert werden, in der es heißt: „ … freute sich mit
seinem ganzen Haus, dass er an den Herrn JESUS gläubig geworden war.“ Richtig
das Münchener NT und andere: „Und er jubelte mit dem ganzen Haus, gläubig
geworden an GOTT.“) Die genannten Texte widersprechen nicht der biblischen Lehre: Erst der Glaube, dann
die Taufe.
2.3.3.
Der Täufling erhält die Zusicherung
der Sündenvergebung.
2.3.3.1.
Darum siehe auch Zeitpunkt (2.7.4.). Der Täufling bekennt: Ich bin durch das
Blut CHRISTI reingewaschen von meinen Sünden. Ich will fortan mich vor jeder
Befleckung hüten. Durch IHN habe ich ein gutes Gewissen. ER ist für mich durch den Tod gegangen und
hat durch SEIN Blut eine vollkommene
Sühnung gebracht. Und ER ist auferstanden. Auch davon gibt die Taufe Ausdruck (vgl. 1.Petr. 3,18
ff).
2.3.4.
Das Begräbnis mit CHRISTUS
Textstellen: Röm. 6. 1-4; Kol. 2, 8-13
2.3.4.1.
Durch die Taufe bezeugen wir, das wir mit IHM begraben sind; wir = mein
„Fleisch“ (Röm.8, 4-11), mein ICH (Gal. 2,20), mein Sein in der Sünde (Röm.
6,6-11).
2.3.4.2.
Die Taufe mit Wasser (im Wasser) ist das Grab des alten Menschen.
2.3.4.3.
Aber aus dem Grab steht ein neuer Mensch auf. Das ist natürlich eine sinnbildliche Handlung (die Wirklichkeit ist in IHM).
2.3.5.
Die Taufe verbindet uns mit CHRISTUS.
Wir werden eins mit IHM („Zusammengewachsene … mit
der Gleichheit Seines Todes“ (Römer 6,5 MüNT) und Seiner Auferstehung). Diese
Verbindung ist mit der Ehe zu vergleichen (“die zwei werden ein Fleisch sein“).
Darum Jakobus 4,4: „Ihr Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft
der Welt Feindschaft wider Gott ist? Wer nur irgend ein Freund der Welt sein
will, stellt sich als Feind Gottes dar.“ In der Taufe werden wir mit CHRISTUS verbunden. „Fremdgehen“ ist Ehebruch!
2.3.5.1
Tertullian soll gesagt haben: „Taufe ist Fahneneid auf CHRISTUS.“
2.4.
Zusammenfassung:
2.4.1. Wir bekennen in der
Taufe und werden versichert, dass wir durch SEINE Gnade von Sünde gereinigt
sind und dass wir mit IHM gestorben, begraben und auferstanden sind.
Wir sind
der Sünde (Röm. 611),
den „Elementen der Welt“ (Kol.2,20),
der Welt (Gal.6,14),
uns selbst (2.Kor. 5,15, vgl. Gal. 2,20!),
dem Gesetz (Röm.7,4)
gestorben und auferstanden als neuer Mensch in
CHRISTUS, mit IHM verbunden (vgl. Röm.7,1-4), „damit wir für GOTT Frucht
bringen!“
2.4.2.
Die Taufe ist also für das Leben wichtig (Gal.3, 27). Ich habe CHRISTUS angezogen, nachdem ich allem anderen gestorben bin und mit IHM auferstanden bin, so dass ER mein
Leben ist. Bei Anfechtungen , Versuchungen:
Ich
BIN getauft!
2.5.
Die Taufe ist ein öffentliches Bekenntnis.
2.5.1.
Wem
bekennen wir?
Dem HERRN,
Der Gemeinde,
dem Taufenden,
in vielen Fällen den Außenstehenden,
den „Fürstentümern
und Gewalten“ der unsichtbaren Welt , in deren Machtbereich wir einst lebten. Darum
ist die Taufe eine Herausforderung und Proklamation des Sieges JESU in dem
Leben des Getauften. Auf die Taufe folgen darum oft auch besondere Anfechtungen.
2.5.2.
Was
bekennen wir?
Das unter 1.3. und 2.4. Gesagte. Kurz: Wie bei einer
Eheschließung bezeugen wir: „Ja, ich will ausschließlich dem HERRN JESUS
angehören.“ Während es aber bei der Eheschließung notwendig ist, hinzuzufügen: „bis
dass der Tod euch scheidet“, gilt bei der Taufe: „von Ewigkeit zu Ewigkeit“!
2.6.Die
Taufe fängt mit der Taufe an.
Die Taufe ist erst der Anfang des Weges. Wie in der Ehe
gilt mein Wort, das ich ein für allemal in der Taufe gegen habe. Aber im Alltag muss ich immer
wieder für dieses Wort entscheiden: „Ja, ich stehe auch in dieser Situation
dazu: Ich gehöre JESUS! Nicht mein Wille, sondern Sein Wille geschehe!“ Dazu muss
ich mich immer wieder verleugnen (Luk.9, 23), mich „der Sünde für tot halten“
(Röm. 6,11), mein Leben bewusst in den Dienst GOTTES stellen. Tägliche Reinigung
, tägliche Hingabe, tägliche Erneuerung des neuen Menschen (2.Kor.4,16) sind
erforderlich. (Luther: „… dass der alte Mensch durch tägliche Reue und Buße müsse
ersäufet werden und auferstehen ein neuer Mensch …“)
Christenleben
ist Leben in der Taufe.
2.7
Praktische Fragen
2.7.1.
Wie wird getauft?
Taufen ist untertauchen. So wie CHRISTUS ganz in das
Grab gelegt wurde, so wie ER aus dem Grab heraufgestiegen ist, so auch wir
(sinnbildlich). So taufte die Gemeinde JESU ganz selbstverständlich in den ersten
Jahrhunderten. Der Taufe voraus geht eine Willensbekundung des zu Taufenden,
eine Absage an jede Form von bewusster Sünde
und – wenn so etwas vorhanden ist – okkulter Bindung vor Zeugen, in der
Regel vor dem Taufenden.
2.7.2.
Wer tauft?
Zunächst der Verkündiger des Evangeliums, durch den der
Mensch zum Glauben gekommen ist. Dann aber jeder Christ, der einen Auftrag dazu hat. Die Taufe liegt in der Verantwortlichkeit
des Taufenden und nicht in der Verantwortlichkeit einer Gemeinde. Anders ist es zum Beispiel in
Fragen der Gemeindezucht, Ausübung von Diensten
und Gaben in der Gemeinde u. s. w.
2.7.3.
Wer wird getauft?
„So viele nun das Wort annahmen …“ (Apg. 2,41).
2.7.4.
Wann wird getauft?
„Alsbald“(lies
Apg.16, 33; 8, 36; 10, 44-48 u. a.).
2.8. Taufe im Wasser und Empfang des HEILIGEN GEISTES
Im Zusammenhang mit der Taufe steht der Empfang des
HEILIGEN GEISTES. Jeder Gläubige hat den HEILIGEN GEIST empfangen (1.Kor. 6,19;
Röm.5, 5 u. a.), ist „versiegelt mit dem HEILIGEN GEIST“ (Eph.1, 14). Aber wir
sollen nun auch durch den GEIST „wandeln“(Gal.5, 25), d. h. wir sollen unsere Handlungen,
unsere Entscheidungen, Worte, Reaktionen allein vom GEIST bestimmen lassen.
Grundlage dafür ist das, was wir in der Taufe bekannt haben: „Ich bin mit
CHRISTUS gestorben. SEIN Tod hat mir das Leben gebracht. Meine Sünden sind
abgewaschen. Fortan gehöre ich nicht mehr mir selbst, sondern DEM, der für mich
gestorben und auferweckt ist. Darum will ich durch IHN für IHN leben!
2.9.Und
wenn ich mich nicht taufen lassen mag?
… dann bin ich ungehorsam (lies Johannes 14,21!).
… dann kann ich in gewissen Fällen nicht auf die
Notwendigkeit des Gehorsams gegen GOTT hinweisen (ich bin ja selbst wissentlich
ungehorsam!).
… dann verzichte ich auf den mit der Taufe verbundenen
Segen.
… dann gehe ich nicht verloren, weil der Grund meiner
Errettung ja nicht die Taufe ist,
sondern das Opfer CHRISTI, das ich im Glauben ergriffen habe.
2.10.
Und
wenn ich als kleines Kind bereits getauft bin?
Es gibt nur eine
biblische Taufe.
Es gibt eine ehrwürdige Tradition: Seit dem 2. oder 3.
Jahrhundert nach CHRISTI Geburt taufen viele Kirchen Säuglinge. Aus diesen sind
Frauen und Männer geworden, die zum Teil in großem Segen gewirkt haben. Wir
haben kein Recht, über sie zu Gericht zu sitzen.
Uns geht es nicht
darum, festzustellen, ob andere etwas falsch verstanden hatten oder richtig.
Uns geht es einzig darum, festzustellen,
was die Bibel zu dem Thema sagt.
Es gibt anerkannte Theologen, die zugeben, dass die
Taufe von kleinen Kindern nicht mit der Lehre des Neuen Testamentes
übereinstimmt. Wenn sie trotzdem dafür eintreten, dann berufen sie sich auf die
kirchliche Tradition (Beispiele: Karl Barth, Hermann Schuster, Markus Barth u.
a. Auch Luther hat seine anfängliche Ablehnung später zugunsten der gängigen Taufpraxis
aufgegebenen.)
Bei allem gebotenen Respekt: Uns geht es darum,
darzulegen, was GOTTES Wort sagt. Dabei
haben wir gesehen, dass der Mensch ohne
Glauben (also auch das sehr junge Kind)
nicht im biblischen Sinne getauft werden
kann.
2.10.1.
Aber
Wiedertaufe?
Nein, wenn ich erkannt habe, dass ich eigentlich, d.
h. nach der Schrift, noch gar nicht
neutestamentlich getauft bin, dann lasse ich mich taufen, nicht „wieder“,
sondern erstmalig!
Lies Apg. 19, 1-7! Hier tauft Paulus Menschen, die
bereits mit einer anderen als der christlichen Taufe getauft waren.
3.Textstellen,
die nicht von der Taufe sprechen:
Titus 3,5; Hebräer 10,22; Epheser 5,26.
Diese Texte werden häufig mit der Taufe verbunden,
sagen aber etwas völlig anders aus.
„Und nun, was zögerst Du?“
(Apg.22,16a)
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CHRISTUS für Dich
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