Dienstag, 7. September 2010
 
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Die Bibel
Dienstag, 07. September 2010
Sie sollen erfahren, dass ich, der HERR, ihr Gott, bei ihnen bin und dass die vom Hause Israel mein Volk sind, spricht Gott der HERR.
Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er zuvor erwählt hat.
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Was bedeutet das?
 taufe

Ich bin getauft

Was bedeutet das?

Vorwort zur überarbeiteten Neuauflage

In den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts ist an verschiedenen Orten die Frage nach der biblischen Taufe wach geworden. Was bis dahin die Sache einzelner Freikirchen war, bewegte damals die Gemüter vieler Kinder GOTTES aus allen Kirchen und Gemeinschaften.

In der Zeit entstand dieses Studienheft, in dem nicht theologisch Meinung gegen Meinung abgewogen werden sollte. Vielmehr war das Bestreben, die Heilige Schrift selbst zu Wort kommen zu lassen.

Wir geben diese kleine Schrift, überarbeitet, noch einmal heraus, weil wir glauben, dass auch heute hier und da Unsicherheit über die Taufe besteht.

Bitte, lesen Sie darum die angeführten Schriftstellen in der Bereitschaft „Seinen Willen“ auf jeden Fall zu tun, sobald er Ihnen klar wird. Unser HERR JESUS sagt: „Wenn jemand Seinen (GOTTES) Willen tun will, so wird er wissen von der Lehre, ob sie aus GOTT ist“ (Johannes 7,17).

Bitte nehmen Sie sich einige Stunden Zeit, um über dieses wichtige Thema Klarheit zu bekommen. Wenn bei Ihnen Fragen offenbleiben, schreiben Sie gern an uns.

Unser HERR JESSU CHRISTUS segne  Sie!

Die Schriftstellen sind, wo nicht besonders  auf etwas anderes hingewiesen wurde, nach der Elberfelder Übersetzung angegeben.

Leer-Loga, Dezember 2001

 

Wer da glaubt und getauft wird,

 wird errettet werden;

wer aber nicht  glaubt,

wird verdammt werden

Markus 16,16

 

1.Taufe in der Bibel

„Taufe „ und „taufen“ – nur im NT,  („Taufe“ 20mal und „taufen“ 78mal).

Im Alten Testament  gibt es als Vorbilder die Reinigungsbäder (23 x im 3. Buch Mose), die Taufe in Wolke und Meer (siehe 1.Kor. 10,2!).

1.1.Taufe hat im Neuen Testament verschiedene Bedeutungen:

1.1.1.      Die Taufe des Johannes – erklärt besonders Apg.19, 4;  Matth.3, 11; Markus 1,8; und über 30 andere Stellen.

1.1.2.       Im Zusammenhang damit die Taufe der Jünger des HERRN auf der gleichen Grundlage (Joh. 4, 1-2).

1.1.3.      Die Taufe im (Luther: mit) HEILIGEM GEIST erklären 1.Kor. 12, 13 und noch 5 weitere Stellen. – Lies zum Beispiel  Apg. 1, 5 – 8.

1.1.4.      Taufe als Bezeichnung der Leiden (CHRISTI): Luk. 12, 50; Mark. 10, 38 – 39.

1.1.5.      Die Taufe des HERRN als besonderes und einmaliges Ereignis (Mark. 1, 9 ff; Matth.3, 13 ff).

1.1.6.      Taufe „auf Mose“ (1.Kor. 10,12) der Gemeinde Israel beim Durchzug durch das Meer und unter der Wolke.

1.1.7.      Nach außerbiblischen Quellen sollen auch Heiden, die den alttestamentlichen Glauben (Gesetz und Propheten)  annehmen wollten, mit der sogenannten Proselytentaufe getauft worden sein.

 

2.Die christliche Taufe

2.1.Taufe „auf den Namen des HERRN“, auf  CHRISTUS JESUS (Röm. 6,3) , auf den Namen des HERRN JESUS (Apg. 19,4) , „im Namen des VATERS, des SOHNES  und des HEILIGEN GEISTES“ (MAtth.28,19).

2.2. „In den (auf den) Namen des VATERS, des SOHNES  und des HEILIGEN GEISTES“ – das ist neu. GOTT ist erst im Neuen Testament als Drei-Einheit offenbart (Matth.28, 19). Wir sind gemäß der Taufe auf wunderbare Weise mit GOTT-VATER, GOTT-SOHN und GOTT-HEILIGEM GEIST in Verbindung gebracht; nicht durch die Taufe (durch den Glauben Röm.5, 1-2; Eph. 2,8), sondern die Taufe ist das Siegel darauf. In ihrer Symbolik (Bildaussage) stellt sie die Grundlage dieser Verbindung dar. Darum Mark. 16,16!

2.3.Bedeutung der Taufe

2.3.1.Die Abwaschung der Sünden

Textstellen: Apg.2,38; Apg. 22,16; 1. Petr. 3,20 ff.

Die Taufe ist nicht die Abwaschung der Sünden:  Sie stellt die Abwaschung der Sünden dar. – (1.Joh. 1,7 u.a.)

 2.3.2. Man wird nicht „Kind GOTTES“ durch die Taufe. „Bruder“ Saul wird getauft (Apg.9,17); der Kämmerer (Apg. 3,38) „glaubte“ vor der Taufe; Kornelius (Apg. 10,44-48) und der Kerkermeister (Apg. 16,33)und viele andere  hatten das Wort bereits „gehört“, als sie getauft wurden (Apg.2,41).

2.3.2.1. Frage:  Aber Apg. 16,33 und 1. Kor.1, 16 ist doch die Rede davon, dass jeweils „das Haus“, das heißt, alle, die zum Haus gehörten, getauft wurden. Sicher waren doch auch Kinder dabei.

Antwort:  Wer sagt das?  In 1. Korinther 1 steht gar nichts von Kindern; in Apg. 16 dagegen heißt es, dass Paulus dem ganzen Haus das Evangelium verkündigt habe, und dass sich „das Haus“ dann freute, an den HERRN JESUS  gläubig geworden zu sein. (Hier muss die Luther-Bibel korrigiert werden, in der es heißt: „ … freute sich mit seinem ganzen Haus, dass er an den Herrn JESUS gläubig geworden war.“ Richtig das Münchener NT und andere: „Und er jubelte mit dem ganzen Haus, gläubig geworden an GOTT.“) Die genannten Texte widersprechen nicht  der biblischen Lehre: Erst der Glaube, dann die Taufe.   

2.3.3.      Der Täufling erhält die Zusicherung der Sündenvergebung.

 

2.3.3.1. Darum siehe auch Zeitpunkt (2.7.4.). Der Täufling bekennt: Ich bin durch das Blut CHRISTI reingewaschen von meinen Sünden. Ich will fortan mich vor jeder Befleckung hüten. Durch IHN habe ich ein gutes Gewissen.  ER ist für mich durch den Tod gegangen und hat durch SEIN Blut eine vollkommene  Sühnung gebracht. Und ER ist auferstanden. Auch davon  gibt die Taufe Ausdruck (vgl. 1.Petr. 3,18 ff).

 

2.3.4.      Das Begräbnis mit CHRISTUS

Textstellen: Röm. 6. 1-4; Kol. 2, 8-13

2.3.4.1. Durch die Taufe bezeugen wir, das wir mit IHM begraben sind; wir = mein „Fleisch“ (Röm.8, 4-11), mein ICH (Gal. 2,20), mein Sein in der Sünde (Röm. 6,6-11).

2.3.4.2. Die Taufe mit Wasser (im Wasser) ist das Grab des alten Menschen.

2.3.4.3. Aber aus dem Grab steht ein neuer Mensch auf. Das ist natürlich eine  sinnbildliche Handlung  (die Wirklichkeit ist in IHM).

 

2.3.5. Die Taufe verbindet uns mit CHRISTUS.

Wir werden eins mit IHM („Zusammengewachsene … mit der Gleichheit Seines Todes“ (Römer 6,5 MüNT) und Seiner Auferstehung). Diese Verbindung ist mit der Ehe zu vergleichen (“die zwei werden ein Fleisch sein“). Darum Jakobus 4,4: „Ihr Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft der Welt Feindschaft wider Gott ist? Wer nur irgend ein Freund der Welt sein will, stellt sich als Feind Gottes dar.“ In der Taufe werden wir mit CHRISTUS  verbunden. „Fremdgehen“ ist Ehebruch!

2.3.5.1 Tertullian soll gesagt haben: „Taufe ist Fahneneid auf CHRISTUS.“

 

2.4. Zusammenfassung:

 2.4.1. Wir bekennen in der Taufe und werden versichert, dass wir durch SEINE Gnade von Sünde gereinigt sind und dass wir mit IHM gestorben, begraben und auferstanden sind.

Wir sind

der Sünde (Röm. 611),

den „Elementen der Welt“ (Kol.2,20),

der Welt (Gal.6,14),

uns selbst (2.Kor. 5,15, vgl. Gal. 2,20!),

dem Gesetz (Röm.7,4)

gestorben und auferstanden als neuer Mensch in CHRISTUS, mit IHM verbunden (vgl. Röm.7,1-4), „damit wir für GOTT Frucht bringen!“

2.4.2. Die Taufe ist also für das Leben wichtig (Gal.3, 27). Ich habe  CHRISTUS angezogen, nachdem  ich allem anderen gestorben bin  und mit IHM auferstanden bin, so dass ER mein Leben ist. Bei Anfechtungen , Versuchungen:

Ich BIN getauft!

 

2.5. Die Taufe ist ein öffentliches Bekenntnis.

2.5.1.      Wem  bekennen wir?

Dem HERRN,

Der Gemeinde,

dem Taufenden,

in vielen Fällen den Außenstehenden,

 den „Fürstentümern und Gewalten“ der unsichtbaren Welt , in deren Machtbereich wir einst lebten. Darum ist die Taufe eine Herausforderung und Proklamation des Sieges JESU in dem Leben des Getauften. Auf die Taufe folgen darum oft auch besondere Anfechtungen.

2.5.2.      Was bekennen wir?

Das unter 1.3. und 2.4. Gesagte. Kurz: Wie bei einer Eheschließung bezeugen wir: „Ja, ich will ausschließlich dem HERRN JESUS angehören.“ Während es aber bei der Eheschließung notwendig ist, hinzuzufügen: „bis dass der Tod euch scheidet“, gilt bei der Taufe: „von Ewigkeit zu Ewigkeit“!

2.6.Die Taufe fängt mit der Taufe an.

Die Taufe ist erst der Anfang des Weges. Wie in der Ehe gilt mein Wort, das ich ein für allemal in der Taufe  gegen habe. Aber im Alltag muss ich immer wieder für dieses Wort entscheiden: „Ja, ich stehe auch in dieser Situation dazu: Ich gehöre JESUS! Nicht mein Wille, sondern Sein Wille geschehe!“ Dazu muss ich mich immer wieder verleugnen (Luk.9, 23), mich „der Sünde für tot halten“ (Röm. 6,11), mein Leben bewusst in den Dienst GOTTES stellen. Tägliche Reinigung , tägliche Hingabe, tägliche Erneuerung des neuen Menschen (2.Kor.4,16) sind erforderlich. (Luther: „… dass der alte Mensch durch tägliche Reue und Buße müsse ersäufet werden und auferstehen ein neuer Mensch …“)

Christenleben ist Leben in der Taufe.

2.7 Praktische Fragen

2.7.1. Wie wird getauft?

Taufen ist untertauchen. So wie CHRISTUS ganz in das Grab gelegt wurde, so wie ER aus dem Grab heraufgestiegen ist, so auch wir (sinnbildlich). So taufte die Gemeinde JESU ganz selbstverständlich  in den ersten  Jahrhunderten. Der Taufe voraus geht eine Willensbekundung des zu Taufenden, eine Absage an jede Form von bewusster Sünde  und – wenn so etwas vorhanden ist – okkulter Bindung vor Zeugen, in der Regel vor dem Taufenden.

2.7.2. Wer tauft?

Zunächst der Verkündiger des Evangeliums, durch den der Mensch zum Glauben gekommen ist. Dann aber jeder Christ, der einen  Auftrag dazu hat. Die Taufe liegt in der Verantwortlichkeit des Taufenden und nicht in der Verantwortlichkeit einer  Gemeinde. Anders ist es zum Beispiel in Fragen der Gemeindezucht, Ausübung von Diensten  und Gaben in der Gemeinde u. s. w.

2.7.3. Wer wird getauft?

„So viele nun das Wort annahmen …“ (Apg. 2,41).

2.7.4. Wann wird getauft?

„Alsbald“(lies Apg.16, 33; 8, 36; 10, 44-48 u. a.).

2.8. Taufe  im Wasser und  Empfang  des HEILIGEN GEISTES

Im Zusammenhang mit der Taufe steht der Empfang des HEILIGEN GEISTES. Jeder Gläubige hat den HEILIGEN GEIST empfangen (1.Kor. 6,19; Röm.5, 5 u. a.), ist „versiegelt mit dem HEILIGEN GEIST“ (Eph.1, 14). Aber wir sollen nun auch durch den GEIST „wandeln“(Gal.5, 25), d. h. wir sollen unsere Handlungen, unsere Entscheidungen, Worte, Reaktionen allein vom GEIST bestimmen lassen. Grundlage dafür ist das, was wir in der Taufe bekannt haben: „Ich bin mit CHRISTUS gestorben. SEIN Tod hat mir das Leben gebracht. Meine Sünden sind abgewaschen. Fortan gehöre ich nicht mehr mir selbst, sondern DEM, der für mich gestorben und auferweckt ist. Darum will ich durch IHN für IHN leben!     

2.9.Und wenn ich mich nicht taufen lassen mag?

… dann bin ich ungehorsam (lies Johannes 14,21!).

… dann kann ich in gewissen Fällen nicht auf die Notwendigkeit des Gehorsams gegen GOTT hinweisen (ich bin ja selbst wissentlich ungehorsam!).  

… dann verzichte ich auf den mit der Taufe verbundenen Segen.

… dann gehe ich nicht verloren, weil der Grund meiner Errettung  ja nicht die Taufe ist, sondern das Opfer CHRISTI, das ich im Glauben ergriffen habe.

 

2.10.        Und wenn ich als kleines Kind bereits getauft bin?

Es gibt nur eine biblische Taufe.

Es gibt eine ehrwürdige Tradition: Seit dem 2. oder 3. Jahrhundert nach CHRISTI Geburt taufen viele Kirchen Säuglinge. Aus diesen sind Frauen und Männer geworden, die zum Teil in großem Segen gewirkt haben. Wir haben kein Recht, über sie zu Gericht zu sitzen.

Uns geht es nicht darum, festzustellen, ob andere etwas falsch verstanden hatten oder richtig. Uns geht es einzig  darum, festzustellen, was die Bibel zu dem Thema sagt.

Es gibt anerkannte Theologen, die zugeben, dass die Taufe von kleinen Kindern nicht mit der Lehre des Neuen Testamentes übereinstimmt. Wenn sie trotzdem dafür eintreten, dann berufen sie sich auf die kirchliche Tradition (Beispiele: Karl Barth, Hermann Schuster, Markus Barth u. a. Auch Luther hat seine anfängliche Ablehnung  später zugunsten der gängigen Taufpraxis aufgegebenen.)

Bei allem gebotenen Respekt: Uns geht es darum, darzulegen, was GOTTES Wort sagt.  Dabei haben wir gesehen,  dass der Mensch ohne Glauben  (also auch das sehr junge Kind) nicht im biblischen Sinne  getauft werden kann.

 

2.10.1.  Aber Wiedertaufe?

Nein, wenn ich erkannt habe, dass ich eigentlich, d. h. nach der Schrift, noch gar nicht  neutestamentlich getauft bin, dann lasse ich mich taufen, nicht „wieder“, sondern erstmalig!

Lies Apg. 19, 1-7! Hier tauft Paulus Menschen, die bereits mit einer anderen als der christlichen Taufe getauft waren.

3.Textstellen, die nicht von der Taufe sprechen:

Titus 3,5; Hebräer 10,22; Epheser 5,26.

Diese Texte werden häufig mit der Taufe verbunden, sagen aber etwas völlig anders aus.

 

„Und nun, was zögerst Du?“

(Apg.22,16a)

 

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Letzte Aktualisierung ( Montag, 5. Oktober 2009 )