Mittwoch, 8. Februar 2012
 
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Die Bibel
Mittwoch, 08. Februar 2012
Lass leuchten dein Antlitz über dein zerstörtes Heiligtum um deinetwillen, Herr!
Ihr seid aufgebaut auf dem Fundament der Apostel und Propheten - der Schlussstein ist Christus Jesus selbst. Durch ihn wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, durch ihn werdet auch ihr mit eingebaut in die Wohnung Gottes im Geist.
Joe Rahn - innovative Dienstleistungen und mehr

 
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Hallo Joe,

du hast mir 2000 ( damals war ich 19, naja fast 20) auf dem Hurricane dein Buch No Hope in Dope in die Hand gedrückt. Ich las es noch direkt auf dem Festival und war von deiner Lebensgeschichte schon sehr beeindruckt. Damals erschienen mir deine Erzählungen von Jesus allerdings viel zu freakig. Und so legte ich dein Buch beiseite und zog genüsslich am nächsten Joint. Zuhause angekommen, bekam es immerhin einen "Ehrenplatz" auf meinem Schreibtisch. Es viel mir zwischendurch immer wieder in die Hände und gab mir mit jedem Blick darauf die Hoffnung, dass sich irgendwann auch mein Leben positiv verändert. Allerdings ging ich zu diesem Zeitpunkt nicht davon aus, dass Jesus mir diesen Weg weisen würde, sondern ich dachte, dass es mir einfach nur an Motivation fehle um Dinge zu verändern. Überbehütet aufgewachsen, flüchtete ich schon im Alter von elf Jahren in die Magersucht. Dann folgte die Phase der totalen Rebellion. In der Woche zählte ich die Kalorien und am Wochenende die Korn-Gläschen...Als ich 16 war zog ich den ersten Joint...Nicht weil andere es taten.... Nein, ich setzte mich ganz allein in mein Zimmer und rauchte das Zeug. Ich wollte den ultimativen Kick. Und ich wollte mich kaputt machen. Es war um mich geschehen...eine Zeitlang glaubte  ich, dass dieses kleine Zigarettchen all meine Fragen beantworten könnte. Als ich 18 war kam mein erster Freund in mein Leben (er war 10 Jahre älter als ich).  Die Korn-Gläschen, der Joint und auch ein wenig die Magersucht traten zu der Zeit ein wenig in den Hintergrund. Denn nun setzte ich all meine Hoffnung in meinen Freund. So glaubte ich, dass er mich ganz bestimmt glücklich machen würde. Das tat er nicht. Als er mir meine Unschuld genommen hatte, mich betrogen hatte und mir jeglichen Stolz genommen hatte, verließ er mich. Er hatte ja was er wollte. Seinen Spaß...Was er hatte, ging für mich nun richtig los.... Ich wollte Spaß. Partys, Rausch und Späßchen mit Männern. ( Ich hatte mir wenigstens noch den Stolz bewahrt, dass ich nicht mit jedem schlief.) Ich berauschte mich so sehr, dass ich irgendwann im Bett eines Mannes lag und praktisch handlungsunfähig war. Ich lag dort und ließ seine Fummelei über mich ergehen. Ich hatte das Gefühl, gar nicht anwesend zu sein. Doch dann kam aus dem Nichts ein klarer Gedanke. Ich taumelte ins Nebenzimmer und konnte so das Schlimmste verhindern. Ich versuchte mich zu sammeln. Im Nebenzimmer hörte ich die Kotzerei von meiner Bekanntschaft. Ich verließ seine Bude und lief 20 Kilometer zu Fuß durch die Nacht und Pampa nach Hause. Ich heulte unterwegs wie ein kleines Kind, fragte mich, wo mein Stolz geblieben ist und ob ich jemals welchen hatte. Ich fragte mich,  was in meinem Leben schief gelaufen war. Ich beschäftigte mich mit der Frage ob es Gott gibt. Und dabei musste ich auch an dein Buch denken. Plötzlich stand ich vor einem Kreuz ( die sind hier überall an den Wegrändern aufgestellt ). Ich sprach zu Gott. Ich sagte ihm, er solle jetzt mal ganz genau hingucken, was für ein tolles Geschöpf er da erschaffen hat. Ich fragte ihn, warum er mich am Boden sehen will. Wieso mich? Wieso ist meine Schwester schwerstbehindert? Wieso reicht das nicht? Wieso ist meine kleine Nichte so krank? Wieso bin gerade ich ein kleines verwöhntes Junkie-püppchen? Es kam keine Antwort … ich verachtete ihn, wie er dort an seinem Kreuz hin und mir keine Antwort gab. Irgendwann mittags bin ich dann zu Hause angekommen...Der Ton meiner Eltern wurde schärfer. Sie drohten mir mit `ner Einweisung...Mir war´s egal...ich legte mich ins Bett und pennte. Eine Antwort hatte ich nicht bekommen und so ging mein Leben weiter. Die ganze Sache bewirkte bei mir nur eine positive Sache. Von nun an schlief ich in meinem eigenem Bett und generell hatte ich die Freude am Sex verloren...ich zählte weiter jedes verlorene Kilo, Joints und Korn-Gläschen...Ich begann meine Ausbildung zur Erzieherin. Ich war sogar trotz der ganzen Partys und dem Alkohol Klassenbeste. 3 Monate vor der Abschlussprüfung schmiss ich alles hin. Ich war zu der Erkenntnis gekommen, dass ich "Problemfall" auf gar keinen Fall Erzieherin werden dürfte (wenigstens hatte ich ja meinen Sozi-Assistenten-Abschluss in der Tasche). Hatte ich vorher immer gedacht, schlimmer geht‘s nicht mehr...wusste ich nun...schlimmer geht doch. Nun war ich richtig am Ende...obendrein wurde ich mit akuter Magenschleimhautentzündung und Hyperventilation ins Krankenhaus eingeliefert. Ich zog zu Hause aus und ging in eine WG. Wir lebten in einem altem Kotten umgeben von schöner Natur. Ich fühlte mich immer noch schlecht. Und tat das, was ich immer tat wenn‘ s mir schlecht ging … ich zählte Kalorien, Korn-Gläschen, Joints und nun auch noch die Schnittwunden an meinen Armen...dein Buch fand seinen "Ehrenplatz" in meinem neuem Zimmer im Regal...Irgendwann Abends lag ich im Bett und fischte das Buch aus dem Regal...Ich las und fand die Sache mit Jesus immer noch freakig. Aber ich beschloss mal etwas kürzer zu treten. Ich strich Partys, Korn-Gläschen und die Joints von meiner Liste.... Die Magersucht blieb mir allerdings heilig… Ich hielt gut ein paar Wochen durch...dann kam der "Jahrhundertsommer Michaela". Ich wurde morgens wach, die Sonne schien und ich beschloss zu Fuß die 10 Kilometer zu meinen Eltern zu gehen. Ich weiß bis heute noch nicht, wieso ich unbedingt zu Fuß gehen wollte ... *kopfschüttel*. Jedenfalls ging ich los, die Sonne schien super heiß am Himmel. Ich fühlte mich erinnert an meinen Marsch aus meiner "Horrornacht" damals. Damals war es dunkel und kalt.... Nun zog ich vorbei an Blumen und Kornfeldern. Es war hell und warm...Und plötzlich spürte ich Jesus. Ich spürte seine Liebe...Mein Weg führte mich wieder an einem Kreuz vorbei...Ich blieb kurz stehen und sagte:" Nun bist du mein Kumpel." Ganz schlicht und einfach fiel mir nur das ein. Ich ging weiter und warf ihm noch ein kurzes lächeln rüber... ich wünschte mir, dass dieser Weg nie zu Ende gehen würde, denn er brachte mir soviel Erkenntnis. Der Weg ging bis heute nicht zu Ende. Denn nun bin ich auf "seinem Weg". Nach ein paar Wochen auf seinem Weg, schickte mir Jesus meinen Freund Tommy (Name verändert)  ins Leben. Ich kannte Tommy  zwar schon von einigen wilden Partys ... aber nun war ja alles anders... Tommy  hatte gerade 3 Monate Suchttherapie hinter sich....Er kam in mein Leben....und ich wusste,  dass wenn ich ihn behalten möchte, ich auch mein Leben ändern muss...Heute bin ich stolz darauf sagen zu können, dass ich seit meiner Begegnung mit Jesus absolut gesund lebe. Mein Leben hat sich an diesem Tag geändert. Ich habe durch Jesus Liebe erfahren...er hat mir tolle Eltern geschenkt, er schenkt mir Freude durch das Lachen meiner behinderten Schwester und Nichte...er hat mir einen wundervollen Mann zur Seite gestellt.... Ich hab durch Jesus die Gewissheit, dass er in schweren Phasen meines Lebens bei mir ist. Und irgendwie gab er mir auch dein Buch. So als wollte er mir damit schon früher etwas sagen, was ich aber noch nicht verstehen konnte. Ich bin kurze Zeit nach meiner "Erkenntnis" aus der WG ausgezogen....dabei ist dein Buch bis heute in einem Umzugskarton verschollen geblieben...( weggeschmissen hab ich `s sicher nicht). Ich hab seit meiner "Erkenntnis" nie wieder drin gelesen...ich hab*s wohl nicht mehr gebraucht. Ich werde morgen mal den Keller danach durchwühlen.... Heute bist du mir jedenfalls nach sehr langer Zeit wieder in den Kopf gekommen. Ich hörte ein Lied. ( schicke dir am Ende mal den Link ) und plötzlich dachte ich an dich. schnell mal gegoogelt und schwupps war ich hier auf deiner Seite. Eigentlich wollte ich nur mal kurz Hallo sagen, nun schlag ich mir hier die halbe Nacht um die Ohren...naja, auch das soll wohl so sein...Als Dankeschön fürs Buch schenk ich dir nun das Lied was mich heute wieder zu dir gebracht hat....

das Lied kennst du bestimmt. Es ist Blowin` in the wind .
Ich wünsch dir alles Gute, 

bleib auf dem richtigen Weg,
D.

Vielen Dank, so etwas ist eine große Ermutigung für mich. Dürfte ich diesen Brief anonym unter Leserbriefe veröffentlichen?

Joe

Letzte Aktualisierung ( Montag, 23. August 2010 )