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Im Licht
Arbeitsmaterial vom
Missionswerk
CHRISTUS für Dich
Meierstraße 1
26789 Leer-Loga
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..
noch verfälschen wir das Wort GOTTES, sondern durch die Offenbarung der
Wahrheit empfehlen wir uns jedem Gewissen der Menschen vor GOTT.“ 2.Korinther
4,2b
Dieses Schriftwort wird sicherlich jeder ernsthafte
Christ für sich in Anspruch nehmen wollen. Niemand will das Wort GOTTES
verfälschen! Jeder, der „von neuem geboren ist (Johannes 3,3) hat CHRISTI Sinn (1.Korinther
2,16). Mit dem HEILIGEN GEIST hat er die „Salbung von dem Heiligen“ bekommen,
die ihn über alles belehrt (1.Johannes 2,27).
Trotzdem
gibt es auch unter diesen Gläubigen viel Uneinigkeit bezüglich der Lehre.
Streit, Spaltungen, liebloses Verurteilen der Erkenntnisse anderer sind Folgen
dieser Uneinigkeit.
Das hat seine Ursache darin, daß wir alle
„mannigfaltig irren“ (Jakobus 3,1-3). Unser Erkennen ist Stückwerk (1.Korinther
13,12). Das gilt für jeden, und darum sollten wir demütig sein bei der
Beurteilung unserer Brüder und der Lehre unserer Brüder. Nicht die Wahrheit
steht zur Disposition (die ist ein für allemal in GOTTES Wort niedergelegt),
der jeweilige Stand unserer Erkenntnis bringt die Unsicherheit und
Uneinheitlichkeit der Bekenntnisse hervor.
Weiter müssen wir erkennen, daß der HERR mit uns
persönlich sehr viel Geduld hat. ER sieht, mit welchem Eifer wir Richtiges und
Falsches verbreiten. Trotzdem liebt ER uns.
Dasselbe gilt auch für die Brüder mit einer
Erkenntnis, die wir für falsch halten.
Allerdings: „Brüder“ müssen sie sein. Es gibt auch
„falsche Brüder“ (2.Korinther 11,26). Es gibt auch „Hunde, böse Arbeiter, Feinde
des Kreuzes CHRISTI“ (Philipper 3,2+18). Es gibt auch die „grausamen Wölfe, die
der Herde nicht schonen“ (Apostelgeschichte 20,29). Es gibt Menschen, die „ein
anderes Evangelium“ verkünden (Galater 1,8). Mit diesen haben wir gar keine
Gemeinschaft. Wir erkennen diese Menschen an ihrer Stellung zu dem HERRN JESUS
CHRISTUS: „Hieran erkennt ihr den GEIST GOTTES: Jeder Geist, der JESUS
CHRISTUS, im Fleisch gekommen, bekennt, ist aus GOTT; und jeder Geist, der
nicht Jesus bekennt, ist nicht aus GOTT; und dies ist der <Geist> des
Antichrists, von dem ihr gehört habt, daß er komme, und jetzt ist er schon in
der Welt“ (1.Johannes 4,2-3).
Weil es so
viele verschiedene Auffassungen gibt, geraten wir hier und da in Konflikte. Man
begegnet Christen und fragt sich: „Was mögen diese Leute wohl lehren?“ oder:
„Kann man sich denen wohl anvertrauen?“ „Darf ich meine geistlichen Kinder zu
ihnen schicken?“
In alten Kriegsberichten las man, daß es Situationen
gab, in denen z.B. Schiffer ihre Flagge nicht zeigen wollten. So konnte man
nicht erkennen, mit wem man es zu tun hatte. Wir wollen „Flagge zeigen“!
Wenn wir im Folgenden unsere Stellung zu wichtigen und
heute unter treuen Christen oft schmerzlich empfundenen Lehrdifferenzen
darstellen, dann ist es uns bewußt, daß wir nicht ungeteilte Zustimmung zu
erwarten haben. Das möchten wir nicht einmal, wissen wir doch, daß es uns
überall noch an mehr Erkenntnis fehlt. Wer hätte schon in allem recht? GOTTES
Wort allein hat recht. Wir selbst reichen nicht entfernt an die ganze Fülle
der Erkenntnis Seiner Wahrheit heran.
Wir wissen, daß wir entsprechend viel Belehrung
benötigen. Auch können wir immer nur von gegenwärtigen Stand unserer Erkenntnis
sprechen. Wir verlernen und wir lernen dazu.
Es soll versucht werden, das, was wir glauben, gelernt
zu haben, zunächst einmal positiv darzustellen und es dann von
entgegengesetzten Positionen abzusetzen.
2. überarbeitete Fassung
Loga, Sommer 2005
Inhalt:
Die Heilige Schrift
Einheit der Heiligen
Gemeinde
Taufe
Erweckung
Leben im Sieg
Geistestaufe
Geistesgaben
Glauben
Loben, Preisen, Danken, Anbeten
Fasten
Gute Werke
Stellung der Frau
Israel
Apostel,
Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer – gibt es das heute noch?
Unsichtbare Welt
Wiederkunft des HERRN JESUS
Die Heilige Schrift
Wir glauben, daß die ganze Bibel GOTTES Wort
ist. Wir glauben, daß die Urschriften vom HEILIGEN GEIST inspiriert, also ohne
Fehler sind.
(Vergleiche Chicagoer Erklärung zur Irrtumslosigkeit der Heiligen Schrift)
Wir verwerfen damit jede Position, die in der Bibel
GOTTES GEIST und Menschengeist am Werke sieht, oder die die Bibel gar
ausschließlich als eine Zusammenfassung menschlicher Überlieferungen versteht.
Die Bibel ist Reden GOTTES und nicht nur Reden über
GOTT.
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Einheit der
Heiligen
Wir glauben, daß der HERR will, daß die Heiligen
„eins“ sind (Johannes 17,21). Diese Einheit ist einerseits schon
geschaffen (Epheser 4,4-6), andererseits gilt es, sie zu verwirklichen. Wir
glauben, daß wir zur „Einheit des Glaubens“ berufen sind (Epheser 4,13), und
daß diese Einheit möglich ist. Es gibt nur ein Haupt, es gibt nur eine
Wahrheit, CHRISTUS ist nicht zerteilt (1.Korinther 1,13)!
Wir glauben, daß es keine wirkliche Einheit gibt
auf Kosten der Wahrheit. Kompromisse können nicht zur Einheit führen die
der hohen Anforderung entspricht: „gleich wie wir eins sind“ (Johannes 17,22).
Wir glauben,
daß man Einheit nicht „machen“ kann. Einheit entsteht, wo Heilige im Licht
GOTTES „wandeln“ (1.Johannes 1,7). Einheit setzt nicht völlige
Übereinstimmung in allen Erkenntnissen voraus, wohl aber demütiges Hören
auf GOTTES Wort und auf einander.
Wir glauben nicht, daß GOTT den „Pluralismus“, die Vielfalt,
gewollt hat. Wir empfinden die Trennung unter GOTTES Volk schmerzlich und
demütigend. Auch lehrt uns die Erfahrung, daß die bestehenden Trennungen nicht
zur Bereicherung unseres Glaubenslebens beitragen, sondern daß sie immer
wieder Anlaß bieten zu ungeistlichem Richten bei Gläubigen und Spott und
Verachtung durch Ungläubige.
Wir lehnen aber auch jede Art von bewußtem Ungehorsam
gegen GOTTES Wort ab. Wir sind davon überzeugt, daß die Glaubenswahrheiten,
für die unsere Väter bereit waren zu sterben, auch heute noch wert sind,
verteidigt zu werden (Judas 1,3).
Wir glauben,
daß dort, wo man mit der „modernen Theologie“ die Grundlagen unseres
Bekenntnisses leugnet, für uns keine Voraussetzung für echte Einheit gegeben
ist.
Wir lehnen jede Vermengung mit dem besonderen
Gedanken- und Glaubensgut der katholischen Kirche ab. Heiligenverehrung, Marienanbetung,
Bilderverehrung, „Messe“, Heilige Jahre (Ablaß), das Amt (nicht die Person) des
„Heiligen Vaters“, u.a.m. Das alles können wir nicht gutheißen in der
Hoffnung, daß durch Zustimmung „Gräben überwunden und Einheit geschaffen“
werde. Aus den genannten Gründen können wir uns auch nicht mit
Zusammenschlüssen wie dem „Weltrat der Kirchen“ Einsmachen.
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Gemeinde
Wir glauben, daß der HERR auch heute noch Gemeinde
bauen will.
Unter „Gemeinde“ verstehen wir
·
das „Haus GOTTES“ (1.Timotheus 3,14-15), das ist die Familie GOTTES, in der ER
der Hausvater ist und wir die „Hausgenossen des Glaubens“ sind (Galaler 6,10).
·
den „Leib Christi“ (1.Korinther 12; Römer 12,4-8), in welchem alle
Heiligen* „Glieder“ sind, die „durch jedes Gelenk des Dienstes“ gut
zusammengefügt werden (Epheser 4,16).
·
einen „heiligen Tempel im HERRN“, eine „Behausung GOTTES im Geist“ (Epheser
2,21-22).
·
Die Gemeinde ist zeit- und raumüberspannend, konkretisiert
sich (stellt sich dar) aber in all den kleinen Ortsgemeinden, „Herden“ (Apostelgeschichte
20,28). Hier kann ich praktisch dazugehören.
Mit-Glied
einer Gemeinde kann nur der sein, der auch „Glied“ am Leibe Christi ist (1.Korinther 12,13).
Als Dienste in der Gemeinde gibt die Bibel zunächst
„Älteste“ und „Diener“ (Diakone) an. (Lies 1.Timotheus 3,1-13; Titus 1,5-9).
Darüber hinaus werden in Römer 12,6-8 und an anderen Orten weitere Aufgabenbereiche
aufgezählt.
Die Leitung einer Gemeinde liegt in den Händen
der Ältestenschaft.
Ihr ist in innergemeindlichen Dingen Gehorsam zu
leisten (Hebräer 13,17; 1.Timotheus 5,17-19; 1.Thessalonicher 5,12-13 u. a.).
Die Ältesten
ihrerseits sollen sich der großen Verantwortung ihres Dienstes bewußt sein (Apostelgeschichte
20,28; 1.Petrus 5,1-3).
Wir glauben,
daß zur Bezeichnung einer Gemeinde ihre Anschrift völlig ausreicht. Jede
Bezeichnung, die über die Angabe des Ortes, an dem die Versammlungen in der
Regel abgehalten werden, hinausgeht, kann bereits zur Bildung von Gruppen,
Denominationen, Konfessionen und ähnlichen Zusammenschlüssen führen. Solche
Zusammenschlüsse vereinigen nicht nur, sie trennen auch.
Wenn es stimmt. daß jede Gemeinde „Familie GOTTES“, „Leib
Christi“ darstellt so gilt das auch dann, wenn eine Gemeinde noch gewisse
Mängel aufweist. Sie soll ja erst „hingelangen zur Einheit des Glaubens und zur
Erkenntnis des Sohnes GOTTES, zu dem erwachsenen Manne, zu dem Maße des vollen
Wuchses der Fülle des Christus“ (Epheser 4,12-13).
Das Wissen um die eigene Unvollkommenheit einerseits,
um GOTTES Wertschätzung unserer Gemeinde andererseits, veranlaßt uns, auch
anderen Gemeinden mit demütiger Wertschätzung entgegenzukommen, selbst, wenn
sie uns ablehnen sollten. Das Gebot: „Nehmet einander an, wie auch der
Christus euch angenommen hat“ (Römer 15,7) wollen wir nicht nur auf
Einzelpersonen anwenden. Den vielleicht offensichtlichen Fehlern anderer
Gemeinden stehen unsere eigenen gegenüber. GOTT hat mit beiden Geduld.
Die Gemeinde am Ort hat eine weitreichende
Autorität (z.B. 1.Korinther 5,4; Matthäus18,17-20).
Wir glauben, daß der HERR auch in „Zeiten des
Verfalls“ (wie der unseren) noch Gemeinden bauen will. Darum beten wir für alle
Mitarbeiter im Werk des HERRN und unterstützen ihre Bemühungen.
* Heilige:
etwa 60x werden die an den HERRN JESUS Gläubigen im Neuen Testament „Heilige“
genannt. Die Bezeichnung „Christ“ kommt dagegen nur 3x vor. Wir sind Heilige
GOTTES!
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Taufe
Wir bekennen uns zur Taufe von Menschen, die
gläubig geworden sind. Wir sehen in der Taufe den öffentlichen Ausdruck für die
Tatsache, daß wir „mit Christus gekreuzigt“ (Galater 2, 20; Römer 6,3-4)
sind,
daß wir daraufhin in einem neuen Leben wandeln wollen
und können (2 Korinther 5,17; Römer 6, 4).
Wir glauben,
daß „die Taufe mit der Taufe anfängt“, daß wir in dem Bekenntnis der Taufe bleiben müssen,
das heißt, „in Christus bleiben“ (Johannes 15,5).
Das schließt aus, daß der Mensch durch das „Sakrament
der Taufe“ wiedergeboren wird (Taufwiedergeburtslehre), einerlei, ob die Taufe
mit seiner Einwilligung geschehen sei oder nicht.
Wir lehnen auch die Anschauung ab, die Taufe sei
„reine Formsache“, lediglich ein „Gehorsamsakt“, der aber im Grunde
nicht so bedeutend sei. zurück zum Inhaltsverzeichnis
Erweckung
Wir glauben, daß die Zeit unmittelbar vor der
Wiederkunft des HERRN JESUS eine Zeit der „Ernte“ ist (Jakobus 5,7-8).
Wir glauben, daß bis zuletzt Menschen eingeladen
werden sollen, daß bis zuletzt Menschen gerettet werden (Matthäus 22,10).
Erweckung setzt vorbereitete Werkzeuge voraus,
Menschen, die bereit sind sich mit allem, was sie sind und haben dem Lichte
GOTTES auszusetzen und darin zu wandeln.
Weil wir das glauben, lehnen wir damit einerseits
jeden Gedanken daran ab, daß die „letzte Zeit“ nur noch der „Zubereitung des
Leibes Christi“ oder „der Zubereitung der Braut“ diene (Lukas 19,13).
Andererseits
sind wir überzeugt, daß eine Hinwendung der ganzen Welt zu CHRISTUS erst nach
Seiner Wiederkunft geschehen wird. Wir erwarten in der Gegenwart nicht die
Errettung der Welt, sondern die Errettung aus der Welt (Habakuk 2,14; Psalm
86,8-9; Johannes 17,14-16).
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Leben im
Sieg
Wir glauben an ein Leben im Sieg über die Sünde.
Wir glauben,
daß ein Christ nicht zu sündigen braucht, weil der HERR JESUS der Sünde die
Macht genommen hat.
Wir glauben, daß derjenige, der in CHRISTUS ist, eine
neue Schöpfung ist (2.Korinther 5,17) und ein Siegesleben führen kann (Römer
5,17b; 8,37).
Wir glauben, daß jeder, der sich selbst verleugnet,
(d.h., der bekennt: „... so lebe nun nicht mehr ich, CHRISTUS lebt in mir“ (GaIater
2,20)) den Willen des HERRN gerne und freudig tut, daß jeder, der im Geist
wandelt, die Lust des Fleisches nicht vollbringt (Galater 5,16). Wir
glauben, daß wir „in uns nicht Gutes vorfinden, daß „ich selbst“ (Römer 7,25+18)
nur zum Bösen fähig bin. In CHRISTUS jedoch habe ich Sieg. ER ist mein Sieg
meine Kraft, meine Heiligung, meine Erlösung (1.Korinther 1,30).
Wir glauben, daß es entscheidend darauf ankommt, in
IHM zu bleiben, und ER in uns (Johannes 15,5).
Wir lehnen aber die Lehre der „Sündlosigkeit“ der
Christen ab, wenn damit gemeint ist daß ein Christ nicht mehr sündigt (1.Johannes
1,8+10).
Wir lehnen auch den Gedanken ab, daß der Christ nun
einmal sündigen muß solange er lebt. Wir wehren uns gegen Vorstellungen,
daß wir „arme Sünder“ bleiben werden, und daß der Sieg erst im Himmel beginnt.
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Geistestaufe
Wir glauben, daß es der Wille des HERRN ist, daß wir
„voll GEISTES“ sind (Epheser 5,18b).
Wir sehen, daß die Belehrung darüber oft fehlt,
so daß die Jungbekehrten zwar Vergebung und das „Recht, GOTTES Kinder zu
heißen“ (Johannes 1,12) im Glauben annehmen können, nicht aber die „Gabe des
HEILIGEN GEISTES“ (Apostelgeschichte 2,38). Sie wissen oft nicht einmal, „ob
der Heilige Geist überhaupt da ist“ (Apostelgeschichte 19,2).
Es besteht
in der hiesigen Christenheit ein bedeutender Nachholbedarf. (Das gilt ebenso
von der Wassertaufe). Darum muß die Botschaft vom HEILIGEN GEIST verkündigt
werden.
Nachdem wir
den GEIST empfangen haben als wir gläubig wurden, muß die Erfüllung wieder und
wieder geschehen. Das Gleichnis von dem Krug, der nur dann überfließend mit
frischem Wasser gefüllt bleibt, wenn er unter der Quelle stehen bleibt, kann
das veranschaulichen.
Immerhin muß dieser Krug einmal bewußt dahin gestellt
werden. Man kann die erste bewußte Erfüllung mit dem HEILIGEN GEIST mit
dem außerbiblischen Begriff* „Geistestaufe“ bezeichnen.
Ein geisterfülltes Leben weist sich durch „gute
Früchte“ aus. Galater 5,22 spricht von der „Frucht des GEISTES“, 2.Timotheus
1,7 kennzeichnet den Heiligen Geist in den Glaubenden als den „GEIST der Kraft
und der Liebe und der Besonnenheit.“
Jemand sagte zudem einmal: „Es kommt nicht so sehr
darauf an, daß wir den GEIST haben, als vielmehr darauf, daß ER uns hat.“
Hingabe und Gehorsam, ein „Wandel in guten Werken“ und verschiedene Wirkungen
des GEISTES (Gnadengaben) sind ein besserer Beweis als jedes Lippenbekenntnis.
Das wichtigste Anliegen des HEILIGEN GEISTES ist es, JESUS CHRISTUS zu
verherrlichen.
Wir glauben, daß alles, was nicht letztlich „zum
Preise der Herrlichkeit Seines Namens“ (Epheser 1,12) ist, nicht aus dem
HEILIGEN GEIST kommt.
Wir verwerfen damit einerseits die Auffassung, jeder
Christ sei von Anfang an und immer „voll GEISTES“. Die Praxis zeigt, daß es in
Wirklichkeit nur wenige Menschen „voll HEILIGEN GEISTES“ gibt (Apostelgeschichte
6,3). Damit soll nicht bestritten werden, daß Bekehrung und Wiedergeburt
bereits Werke des GEISTES sind. Als wir gläubig wurden haben wir den HEILIGEN
GEIST empfangen (Epheser 1,13; Römer 5,5; 8,9+23; 1.Korinther 6,19 u.a.). Wenn
Petrus in Apostelgeschichte 2,38 von der „Gabe des HEILIGEN GEISTES“ spricht,
dann meint er etwas, das im Leben des Empfängers dieser Gabe wirkt.
Wir können
anderseits nicht zustimmen, wenn nur Menschen mit einer „zweiten Erfahrung“ als
wahre Gläubige anerkannt werden. Auch haben wir nicht das Recht, Gottes Kindern
den HEILIGEN GEIST abzusprechen, insbesondere dann, wenn in ihrem Leben
deutlich die Frucht des GEISTES, Liebe zum HERRN und den Heiligen, Sehnsucht
nach Gemeinschaft mit dem HERRN zu erkennen sind – nur weil sie keinen
bestimmten Zeitpunkt ihrer „Geistestaufe“ angeben können.
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Geistesgaben
Wir glauben, daß es auch heute Geistesgaben gibt.
Wir glauben, daß alle Gaben von 1. Korinther 12 auch
heute in der Gemeinde des HERRN JESU vorhanden sein sollen.
Es gibt auch heute noch das „Wort der Weisheit“,
es gibt auch heute noch das „Wort der Erkenntnis“,
es gibt auch heute noch „Gnadengaben der Heilungen“,
es gibt auch heute noch „Wunderwirkungen“,
es gibt auch heute noch „Prophezeiung“,
es gibt auch heute noch „Unterscheidung von Geistern“,
es gibt auch heute noch „Arten von Zungenreden“,
es gibt auch
heute noch „Auslegung von Zungenreden“.
Wir glauben weiter, daß auch in Römer 12 und an
anderen Orten genannten Gnadengaben noch existieren.
Wir erkennen in der Anweisung von 1. Korinther 14,1
ein Gebot des HERRN. In 1.Korinther 1,4-7, in 1.Korinther 14,39 u.a.m. sehen
wir zugleich entsprechende Verheißungen.
Wir glauben, daß der HERR diese „Wirkungen“ zum
„Nutzen der Gemeinde“ und des Einzelnen gibt. Wir glauben, daß besonders die
Gabe der Weissagung zur Auferbauung der Gemeinde unentbehrlich ist (vergl.
1.Korinther 14).
Diese Gabe hat es vor allem mit dem Entdecken des
„Verborgenen des Herzens“ (1.Korinther 14,25), dem Aufdecken von Sünde, irrigen
Vorstellungen und Gedanken, Widerstreben des Herzens..., aber auch mit
„Tröstung“ (1.Korinther 14, 3) zu tun. Wir sollen danach „eifern“.
Das Reden in Sprachen geschieht zur Hauptsache
zur Selbstauferbauung (1.Kor.14,4). Es ist ein Beten, Lobsingen, Preisen und
Danksagen im Geist (vergl. 1.Korinther 14,14-16). Es ist wichtig und gut (Verse
5+18). Für die Gemeinde aber und während der Gemeindeversammlung ist es eher
hinderlich als nützlich, es sei denn, daß es ausgelegt werde (Vers 28).
Heilungen schenkt der HERR als das Wort bestätigendes,
„mitfolgendes Zeichen“ (Markus 16, 17+20), durch den Dienst der Ältesten (Jakobus.5,14ff)
und als freies Geschehen während der Gemeindezusammenkunft nach 1.Korinther 12,
9, „wie ER will“ (Vers 11).
Die endgültige Heilung erfahren wir in der
Herrlichkeit. Hier bleibt unser Leib ein „irdenes Gefäß“ (2.Kor.4,7). Wir
dürfen aber vertrauen, daß der HERR auch hier für eine gewisse Zeit Linderung,
Besserung und auch Heilung schenkt, damit wir IHM besser dienen und mehr Frucht
bringen können.
Wir glauben, daß der HERR alles das schenken will,
wenn wir danach „eifern“. Es geht allerdings nicht darum, daß Menschen als
„Gabenträger“ gefeiert werden. Vielmehr sind alle Gaben geleitet durch die
Liebe. Ohne Liebe werden vorhandene Gaben nutzlos (1.Korinther 13) und das
Streben danach Eitelkeit. Zum Dienst, zur Hilfe, zur notwendigen Auferbauung
der Gemeinde sollen gehorsame Christen um die Gaben „eifern“.
Wir glauben, daß dieses Eifern den Glauben an die
Bereitschaft GOTTES voraussetzt, die Gnadengaben zu geben. Weiter schließt
dieses „Eifern“ das ganze Leben des Gläubigen ein. Es muß klar bleiben, daß der
„Hausherr“ Gefäße „zur Ehre“ sucht (2.Timotheus 2,10-21). Wenn wir nicht „im
GEISTE wandeln“ (Gal.5, 16+25), können wir auch nicht das Wirken des GEISTES
durch uns erwarten.
Hier ist die
Liebe (s.o.) Veranlassung zum Streben nach praktischer Heilung.
Wir verwerfen einerseits jede Lehre, die da sagt,
seitdem der Kanon der Schrift abgeschlossen sei, gäbe es keine Geistesgaben
mehr. Wir verwerfen die Ansicht, daß alle Weissagung, alles Sprachenreden
u.s.w. hier und heute vom Teufel sei, als gegen die Aussagen der Heiligen
Schrift und als unzulässiges Aburteilen ungezählter Auserwählter Gottes (Römer
8, 33+34).
Wir können
anderseits die Lehre nicht anerkennen, die besagt, daß das Fehlen bestimmter
„Gaben“ (Zungenrede, Weissagung) zeige, dass die betreffende Person den
HEILIGEN GEIST (noch) nicht empfangen hat.
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Glauben
Wir glauben, daß GOTT unsere Gebete erhört. Wir
wissen, daß im Neuen Testament viele Aufforderungen zum Bitten zu finden sind,
und daß bei jeder dieser Aufforderungen zugleich auch die Verheißung der
Erhörung beigefügt ist („Bittet, und ihr werdet empfangen“). Wir bekennen uns
zu einem großen, allmächtigen GOTT. ER kann helfen und ER will
helfen.
Allerdings kann nicht übersehen werden, daß die
Verheißung der Erhörung immer an die Erfüllung von Bedingungen gebunden ist.
(„Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben“, (Johannes 15,7); „in
meinem Namen“, (Johannes 14,13); „nach Seinem Willen“ (1.Johannes 5,14). Eine
Bedingung gilt immer: Glauben.
Glaube in GOTTES Wort ist immer Glaube an GOTT (Markus
11,22). Glauben setzt Hören voraus. Ich glaube, was GOTT mir sagen läßt, ich
glaube, was GOTT mir sagt (Römer 10,17). Ich glaube, daß sichtbar wird, was in
der unsichtbaren Welt durch das Wort GOTTES bereits Wirklichkeit geworden ist (vergl.
Hebr.11,1-3).
Der HERR JESUS tat nur, was ER den Vater tun sah (Johannes
5,19).
Glauben setzt Hören auf GOTT, Sehen auf das
Unsichtbare, voraus (2.Korinther 4,18).
Diese
Einsicht wird unser Gebetsleben vom bloßen „Höre, HERR, Dein Knecht redet!“
(vergl. 1.Samuel 3,9), auf ein Verweilen in der Gegenwart GOTTES hin verändern,
auf ein Hören und Sehen auf IHN umstellen.
Weil Glaube
auf die Person GOTTES gerichtet ist, kommt es darauf an, daß uns der HEILIGE
GEIST unseren GOTT, den VATER, und unseren HERRN JESUS CHRISTUS groß machen
kann. Je mehr IHM das gelingt, um so einfacher ist unser Glaube. (Wir brauchen
nicht einen großen Glauben, sondern Glauben an einen großen GOTT. Ein großer
Glaube an ein morsches Brett, das als Steg über einem Bach liegt, kann uns
einen großen Reinfall bescheren. Wie selbstverständlich vertrauen wir uns doch
einer stabilen Brücke an!)
Wir haben einen großen, gütigen, starken GOTT!
Glaube ist Werk des HEILIGEN GEISTES. Es gibt auch
eine besondere Gabe des Glaubens (1.Korinther 12,9 und Römer 12,3) für
besondere Dienste und Situationen. In diesem Zusammenhang wird von
verschiedenem „Maß an Glauben“ gesprochen, weil ja Aufgaben und Umstände
unterschiedlich sind.
Judas 1,3,
Epheser 4,13 u.a. meinen mit dem Begriff „Glauben“ die Glaubensinhalte, das,
was ein Christ gemäß der Heiligen Schrift glaubt.
Wir meinen, daß ein Christ nicht alles um sich her und
mit sich geschehen lassen sollte, weil ja sowieso alles vorherbestimmt sei. Es
ist nicht alles „Kreuz“, was uns an Schwierigkeiten und Nöten begegnet. Der
HERR will, daß wir widerstehen. „Land einnehmen“ (Josua 1) und „im Leben
herrschen“ (Römer 5,17).
Andererseits hüten wir uns davor, von unserem Glauben
etwas zu erwarten. Wir glauben an GOTT und nicht an unseren Glauben. Wir
haben keine Möglichkeit den Glauben „zu vermehren“ (Lukas 17,5). Sich etwas
einreden, „positives Bekennen“ spielt zwar in weltlicher Therapie und
Psychologie eine bedeutende Rolle, darf aber nicht mit biblischem Glauben
verwechselt werden. Unsere Augen sind auf den GOTT gerichtet, von dem unsere
Hilfe kommt.
Wir können
nichts „ins Dasein“ sprechen. Beachte dazu die Aussagen des HERRN JESU z.B,. in
Johannes 5,19; 5,30; 8,28 ; 14,10; 4,34; 6, 38.
In der
Sprache des Neuen Testamentes werden die deutschen Begriffen „Glaube“ und
„Treue“ durch ein und dasselbe Wort ausgedrückt. Wenn wir also in unserer
Übersetzung das Wort „Glaube“ lesen, dann deshalb, weil sich die Übersetzer
gemäß ihrer Einschätzung der Textaussage dafür entschieden haben. Sie hätten
aber auch „Treue“ schreiben können (und umgekehrt). Glaube ist mehr als „für
wahr halten“: Er ist Ausdruck einer (Liebes)beziehung zu DEM, an DEN wir
glauben.
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Loben,
Preisen, Danken, Anbeten
Wir glauben, daß es gut ist, den HERRN zu loben.
Wir loben IHN wegen Seiner großen Taten.
Wir preisen IHN, weil ER gut ist, treu, gerecht,
liebevoll
Wir danken IHM für das, was ER getan hat,
wir beten IHN an wegen dessen, was ER ist.
Wir lieben es, im Lobpreis Gottes zu sein (Psalm 100;
Psalm 145,1-3).
Wir singen weil u.a. Kol. 3,16 uns dazu auffordert.
Epheser 5,19 spricht von drei Arten des Singens: „ in
Psalmen,
Hymnen und pneumatischen (geistlichen) Liedern“
(wörtlich).
(vergl. Apostelgeschichte 16, 25).
Wir sprechen uns einerseits gegen den Argwohn aus,
gegen jede Unterdrückung der Äußerung von Freude als „seelisch“ oder
„schwärmerisch“ Auch der „Geistliche“ soll mit seiner Seele den HERRN erheben (Psalm
146,1; Lukas 1,47).
Jauchzen, Jubeln, Singen, ja auch Hüpfen vor Freude
und Reigen sind (zumindest alttestamentliche) biblische Ausdrucksformen. (Psalm
150). Dabei erkennen wir, daß weder die Liebe noch die Ordnung verletzt werden
dürfen (1.Korinther 13,1 und 1.Korinther 14,40).
Anderseits wenden wir uns dagegen, wenn der „Lobpreis“
zu einem Weg gemacht wird, um bei Gott etwas durchzusetzen. Wir preisen, weil
... – („Denn Gott ist gut (2.Chronik 5,13)). Also: nicht damit ...
sondern
weil...! Wir mögen
nicht einen unechten, von irgendwelchen Veranstaltern aufgesetzten „Lobpreis“,
der mit ‘Tricks“ gruppendynamische Prozesse auslöst. GOTT preisen ist immer
eine Sache des Herzens.
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Fasten
Wir glauben, daß Fasten nützlich und gut ist. Der HERR
JESUS hat gefastet. Seine Jünger taten es auch (2.Korinther 6,5;
Apostelgeschichte 13,2).
Zwar gibt es keine direkte Anweisung zum Fasten, aber
der HERR setzt es bei Seinen Jüngern voraus (Matthäus 6,16).
Fasten gibt
uns Raum, tiefere Gemeinschaft mit GOTT zu finden, zeigt unsere Demütigung vor
ihm an und bringt neue Frische, neue Ausrichtung und neue Liebe hervor.
Wir wenden uns gegen den Gedanken, das Fasten
abzulehnen oder aber auch den Grundgedanken des Fastens (völliges Enthalten von
Speisen) vorschnell zu unterhöhlen.
Wir können es aber auch nicht verstehen, wenn Gläubige
fasten, um eine Gebetserhörung durchzusetzen (Fasten für die Heilung eines Bruders,
Fasten zur Durchsetzung meiner Pläne). Fasten ist weder ein Druckmittel gegen
Gott (Hungerstreik), noch ist es ein Weg zum „Überwinderleben“. Das gibt es nur
in und durch JESUS CHRISTUS.
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Gute Werke
Wir glauben, daß der HERR uns berufen hat, gute Werke
zu tun. Des Christen Leben soll durch gute Werke gekennzeichnet sein (Titus 2,
14; Titus 3,8; Titus 3,14).
Der Glaube erweist sich erst als lebendiger Glaube,
indem er gute Werke hervorbringt (Jakobus 2,17; Gal. 5,6).
Als „gute Werke“ nennt die Schrift: Witwen und Waisen
in ihrer Drangsal besuchen (Jakobus 1,27); Kinder aufziehen, Fremde beherbergen,
den Heiligen Füße waschen, Bedrängten Hilfe leisten (1.Timotheus 5,10), den
Armen Röcke nähen (Apostelgeschichte 9,36+39).
Wir
verurteilen die Lehre, die sagt, daß zur Erlangung der Seligkeit gute Werke
notwendig seien. Die Errettung ist durch das ein für allemal geschehene Opfer
des HERRN JESUS vollbracht, ohne „Werke“ (Titus 3,4-5).
Wir wenden
uns andererseits gegen die Meinung, daß - weil ja unsere Errettung geschehen
sei - wir jetzt ein Leben ohne „gute Werke“ führen könnten, entweder im
irdischen Eigenwillen oder in einem „frommen“ innerlichen Wandel. Auch für
Maria kommt die Zeit, in der sie „dienen“ wird (Lukas 10,38-42).
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Stellung der
Frau
Wir glauben, daß - was das Heil in Christus anbelangt
- zwischen Mann und Frau kein Unterschied besteht (Galater 3,28), Wir glauben,
daß es in der Bibel keine Diskriminierung der Frau gibt. Vielmehr werden uns in
der Heiligen Schrift viele Frauen vorgestellt, die im Vergleich zu Männern in
gleicher oder ähnlicher Lage, geistlicher, vollmächtiger, verständnisvoller,
einfühlsamer reagierten (z. B. in der Passions- und Ostergeschichte).
Allerdings hat GOTT die Leitung der Gemeinde Männern
übertragen Im Neuen Testament finden wir eindeutige Anweisungen (1.Timotheus
2,11-12 u.a.).
Die „Lehre“ ist Sache des Mannes. Unter „Lehre“
verstehen wir das Angeben der Richtung, Erklärung, wie GOTT den Weg der
Gemeinde oder Einzelheiten des Gottesdienstes usw. geregelt haben will. Das hat
etwas mit „Leitung“ zu tun (vergl. 1.Timotheus 2,12).
Wir glauben, daß Werke, die sich mit Frauen und
Kindern, mit Kranken und Alten und anderen Hilfsbedürftigen befassen,
selbstverständlich von Frauen geleitet werden können. Wir glauben auch, daß
Dienste in der Gemeinde von Schwestern ausgeübt werden sollen. „Zeugnisse“,
Ermahnungen, Tröstungen, Weissagungen und Gebete können und sollen in der
Gemeinde auch von Frauen ausgesprochen werden (1. Korinther 11,5).
Wir glauben,
daß die verheirateten Frauen die Stellung des Mannes nicht untergraben, sondern
fördern und unterstützen sollen. Sie sollen „ihr Haupt bedecken“, nicht
bloßstellen (vergl. 1.Korinther 11,3).
Selbstverständlich sollen auch unverheiratete
Schwestern die Verantwortung der Brüder, besonders der Ältesten, respektieren.
Wir meinen, daß es nicht dem Willen des HERRN
entspricht, wenn Frauen entmündigt werden. Wir glauben, daß 1.Korinther
11,1-16, Epheser 5,21-33, 1.Timotheus2,8-15 falsch verstanden worden sind, wenn
diese Textstellen dazu führen.
Wir sind aber auch äußerst vorsichtig, wenn Lehren von
Frauen zu uns kommen. Die Geschichte der Gemeinde JESU lehrt uns bis in jüngste
Zeit hinein, daß solche Lehren häufig mehr oder weniger in die Irre führen.
Jesaja 3,12 kennzeichnet die Herrschaft der Frau im Volke GOTTES als göttliches
Strafgericht.
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Israel
Wir glauben, daß der heutige Staat ISRAEL die
Erfüllung der Verheißung Gottes einleitet: „Siehe, ich werde meine Hand zu den
Nationen hin erheben und zu den Völkern hin mein Panier erheben; und sie werden
deine Söhne im Busen bringen und deine Töchter werden auf der Schulter getragen
werden“ (Jesaja 49,22).
oder:
„und ich werde euch aus den Nationen holen und euch
sammeln aus allen Ländern und euch in euer Land bringen“ (Hesekiel 36,24).
Wir glauben,
daß es gut und wichtig ist, für Israel zu beten. Wir rühmen uns nicht gegen
die zeitweilig ausgebrochenen Zweige. Wir sind dankbar für die Wurzel, die uns
trägt (vergl. Römer 11,17-22).
Wir verwerfen die Ansicht, daß das Volk Israel seit
der Verwerfung des Messias keine Rolle mehr spielt, daß es heute vielmehr um
das „geistliche Israel“ gehe, womit die Gemeinde gemeint sei.
Wir können uns anderseits auch nicht denen anschließen,
die - anstatt dem irdischen Bundesvolk Gottes das Evangelium von dem HERRN
JESUS zu bezeugen - in dem jetzt herrschenden politischen System bereits die
Erfüllung der Verheißung sehen Vielmehr wissen wir, daß dieses System sich noch
mit dem „Tier“ verbinden wird, also im Geist des Antichristen handeln wird (vergl.
Daniel 9,26-27).
Der Friede
Israels wird erst dann und nur dadurch entstehen, wenn es JESUS als Retter und
HERRN. als den Christus Gottes, erkennt (vergl. Sacharja 12,10-13, 2 und
Hesekiel 37,1-14).
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Apostel,
Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer – gibt es das heute noch?
Wir glauben,
daß die Aussage von Epheser 4,11 wahr ist. Der erhöhte HERR hat diese Personen
„den Menschen“ gegeben. Gemeint sind damit zuerst die Heiligen.
Apostel (von dem griech. apostolos =„abgesandt“): Zuerst
denken wir an die 12 Apostel JESU CHRISTI (Offenbarung 21,14; 1. Petrus 1,1;
Galater 1,1 u.v.a.). Außerdem gibt es in der Bibel Menschen, die „Apostel“
genannt werden, ohne zu dem engeren Kreis der 12 zu gehören (z.B.
Apostelgeschichte 14,14; 2. Korinther 8,24). Der in Apostelgeschichte 14,14
genannte Barnabas war vom HEILIGEN GEIST ausgesandt (Apostelgeschichte 13,4).
CHRISTUS wird der „Apostel ... unseres Bekenntnisses“
genannt (Hebräer 3,1). Es gibt also über den einmaligen und zahlenmäßig
festgelegten Kreis der „Zwölf“ (Markus 3,16 u.a.) weitere Personen, die Apostel
sind.
Wir glauben,
daß es auch heute noch Personen gibt, die vom HERRN mit dem Auftrag eines
Apostels ausgesandt werden. Recht verstanden ist jeder Missionar ein Apostel
(oder er sollte es sein!), denn das Wort, aus dem „Missionar“ abgeleitet wurde,
entspricht in der lateinischen Sprache dem griechischen „apostolos“. Wir
glauben, daß der HERR auch heute noch Menschen aussendet, den Dienst eines
Apostels zu tun: Gemeinden gründen, betreuen, zusammenführen usw.
Propheten: Wir sind „aufgebaut auf der Grundlage der Apostel
und Propheten“ (Epheser 2,20). Hier sind vor allem Lehre und Vorbild gemeint.
Das neue Testament enthält die „Lehre der Apostel“ (Apostelgeschichte 2,42),
wenn auch nicht alle, die der HEILIGE GEIST dasselbe niederzuschreiben berufen
hat, ausdrücklich „Apostel“ genannt werden. Da der Text der Heiligen Schrift
„ein für allemal“ (Judas 1,4) und unveränderbar festgelegt ist, entfällt dieser
Teil der Aufgabe von Aposteln. Wenn man Propheten als Mitteiler der
prophetischen Botschaften der Bibel versteht, dann gilt für sie, daß es sie
heute nicht mehr gibt.
Wir glauben, daß der HERR der Gemeinde auch heute noch
Propheten gibt. Diese sprechen allerdings ihre Offenbarungen nicht als GOTTES
Wort aus. Prophetenwort (wie alle Weissagung) muß geprüft werden (1. Korinther
14, 29; 1. Thessalonicher 5, 20-21). Es geht nicht über das Wort der Schrift
hinaus und läßt sich von diesem richten. Es handelt von verborgenem des Herzens
(z.B. den Menschen unbekannte Sünde - 1. Korinther 14, 25), von praktischen
Lebensfragen (Apostelgeschichte 11,28; 21,10). Angesichts der vielen,
lautstark vorgetragenen aber nicht erfüllten „Prophetien“ der letzten
Jahrzehnte möchten viele heute nichts mehr von der Gabe der Prophetie und von
ihren Trägern wissen. Das ist verständlich. Im Alten Testament werden „falsche
Propheten“ getötet (Sacharja 13,3; Jeremia 23,32; 29,21-23), der HERR JESUS
warnt vor ihnen, besonders in Hinblick auf die Endzeit (Matthäus 24,11) .
Einerseits müssen wir sehr wachsam sein, anderseits
wollen wir die Gaben des HERRN aber nicht ausschlagen. Wir brauchen Propheten
und ihre Dienste zur Zurüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes , zum
Aufbau des Leibes des CHRISTUS (Epheser 4, 12).
Das gleiche gilt auch für Evangelisten, Hirten und
Lehrer.
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Unsichtbare
Welt
Wir glauben, daß wir von einer Wolke von Zeugen
umgeben sind (Hebräer 2, 1).
Wir glauben, daß das „Unsichtbare“ (2.Korinther 4.18)
„wirklicher“ ist als das Sichtbare.
Wir glauben an die Existenz der in Hebräer 12,22-24
genannten Körperschaften.
Wir freuen uns, daß es Engel GOTTES gibt, die unter
anderem „dienstbare Geister (GOTTES)“ sind, um unseretwillen ausgesandt. Wir
glauben auch, daß es einen personhaften Satan gibt, den die Bibel mit
verschiedenen Namen bezeichnet (z. B. „die alte Schlange“, „den Drachen“
Teufel“) Wir glauben ebenso, daß es unreine Geister, Dämonen, abgefallene
Engel: Fürstentümer und Gewalten (Epheser 6,12) gibt.
Wir glauben, daß die Berichte der Bibel über Besessene
buchstäblich wahr sind.
Wir glauben
auch, daß der HERR JESUS hoch über alle Finsternismächte erhaben ist (Epheser1,21).
Wir glauben, daß ER denen, die an IHN glauben,
verheißen hat, daß sie Dämonen austreiben sollen (Markus 16,17).
Wir glauben, daß unreine Geister auch für viele der
heutigen Krankheiten verantwortlich sind ebenso für Selbstmorde, für mancherlei
psychische und neurotische Schwierigkeiten, aber nicht für alle.
Wir glauben
auch, daß die Beschäftigung mit okkulten Praktiken und Gegenständen Menschen in
okkulte Abhängigkeit bringen kann. Wir sind überzeugt, daß im Namen JESU diese
Menschen gelöst und befreit werden können, wenn sie es wollen, sich von dem
Bösen lossagen und sich - wenigstens in schwierigen Fällen - durch Seelsorger
beraten und lösen lassen.
Wir glauben,
daß es „fromme Besessene“ gibt (Dämonen zeigen sich manchmal in religiösem
Gewand) gibt, so wie es auch okkulte Praktiken im Gewande christlicher Worte
und Formen gibt.
Wir glauben, daß derjenige, den der Sohn frei macht,
recht frei ist (Johannes 8,36).
Wir glauben, daß jemand, der sich von den Götzen weg
zu GOTT bekehrt hat (1.Thessaalonicher 1 ‚9), der Befreiung erfahren hat und
im Gehorsam dem HERRN gegenüber zu leben begehrt, nicht mehr besessen wird. Er
ist aus dem Machtbereich des Teufels gerettet (Kolosser 1,13). Das gilt auch,
wenn er hier und da Fehler macht.
Allerdings
muß der Christ sich auf jeden Fall hüten, sich mit den okkulten Dingen, auch im
frommen Gewande, zu befassen. Es gibt auch Belastungen, Belästigungen durch die
genannten Mächte, Anfechtungen und Anfeindungen, denen wir normalerweise nicht
in dem Maße ausgesetzt sind, als wenn wir unweise mit Gefährlichem umgehen -
Filme, Bücher, Berichte (Judas 1, 9-10).
Wenn aber der HERR uns beauftragt, dann dürfen wir
ohne Scheu den Sieg im Namen JESU in Anspruch nehmen.
Wir glauben , daß es die Himmel und die Hölle als
reale Örter gibt und daß beide in Zukunft Aufenthaltsorte von Gläubigen bzw.
Ungläubigen sein werden.
Wir lehnen jede Verniedlichung, Entmythologisierung,
Verächtlichmachung der jenseitigen Mächte und Geister ab. Wir glauben nicht,
daß Kasperlepuppen, Märchen vom Teufel und entsprechende „Aufklärungsbemühungen“
der Realität auch nur im entferntesten Rechnung tragen.
Andererseits wenden wir uns gegen die Vorstellung,
Christen müßten sich dauernd vorsehen, besessen oder belastet zu werden.
Christen sollten nicht unnötig vom Feind und seinen
Mächten reden. Sie geben ihm damit zu viel Kredit. Wer in Christus ist, kann
nicht besessen werden. Wir glauben, daß Christen die Autorität haben, dem
Teufel zu widerstehen (Jakobus 4,7). Wir wehren uns gegen den Gedanken, alle
Krankheiten könnten mit innewohnenden Geistern erklärt und durch Exorzismus
(Austreibung) geheilt werden. Ebenso lehnen wir den Gedanken ab, all das Böse,
das im Herzen des Menschen wohnt (Matthäus 15,19), verschiedenen „Geistern“
zuzuschreiben, die uns Menschen zu ihren Zwecken mißbrauchen, so daß der
Sünder eigentlich nur „Opfer“ ist, das einerseits unter den Dämonen, anderseits
unter der Vollmachtlosigkeit der übrigen Christen zu leiden haben, die nicht
in der Lage sind, durchgreifende Hilfe zu schaffen.
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Wiederkunft des HERRN JESUS
Wir glauben, daß der HERR JESUS wiederkommen wird.
Wir glauben, daß ER am Ende der „70. Jahrwoche‘ (Daniel
9,24ff.) mit Seinen Heiligen wiederkommen wird (2.Thessalonicher 1,10), um
Seinem bedrängten Volk Israel beizustehen (Sacharja 14,2-4), um Gericht zu
halten über die dann Lebenden (Matthäus 25,31ff.), um Sein Friedensreich auf
der Erde aufzurichten (Hesekiel 39; Offenbarung 20,1-6; Sacharja 1 4,9ff).
Wir glauben, daß der HERR JESUS vorher Seinen Leib zu
Sich versammeln wird (Entrückung: 1.Thessalonicher 4,13ff; 1.Korinther
15.51-53). Über den Zeitpunkt, bzw. die Zuordnung dieses Zeitpunktes zu den in
der Offenbarung, durch Daniel und an anderen Orten geschilderten Vorgängen
haben wir keine gewissen Anhaltspunkte. Statt dessen sagt der HERR: „Der Sohn
des Menschen kommt in einer Stunde, da ihr es nicht meint“ (Matthäus 24,43-44;
Markus 13,35). Wir glauben, daß es gilt, jederzeit für Seine Wiederkunft bereit
zu sein. Seine Wiederkunft ist etwas, worauf man sich freuen kann (2.Timotheus
4,8b; Offenbarung 22,20).
Wir wenden uns gegen alles, was die Wiederkunft JESU
in Frage stellt (2.Petrus 3,3-4).
In dem Vorstehenden haben wir zu einigen Lehrfragen
den gegenwärtigen Stand unserer Erkenntnis offengelegt.
Wir möchten betonen: Das ist nicht die Hauptsache, das
Wichtigste. In den Grundfragen: Person und Werk unseres HERRN JESU CHRISTI,
Wiedergeburt, Erlösung, Befreiung, Heiligung, Buße, Bekehrung stimmen wir - so
hoffe ich - völlig überein.
Andere Fragen, äußere Formen betreffend, haben wir
weggelassen Wir nehmen an daß Differenzen in solchen Bereichen zwar nicht
unerheblich sind, doch in der Regel nicht zu Unstimmigkeiten unter den HEILIGEN
GOTTES führen.
Nachdem die Leser unser freimütiges Bekenntnis zur
Kenntnis genommen haben, bitten wir sie: Habt uns weiterhin lieb, auch wenn
Ihr jetzt wißt wo überall wir (Eurer Erkenntnis gemäß) falsch liegen.
In allen Fragen wird der HERR diejenigen belehren, die
von Herzen danach trachten, Seinen Willen zu erkennen und zu tun.
Gemeinschaft miteinander haben wir, wenn wir „im
Lichte wandeln wie ER im Lichte ist“ (1.Johannes 1,7). Mit dieser
Veröffentlichung wollten wir vor Euch, liebe Brüder und Schwestern, mit dem was
wir lehren, ins Licht kommen damit Ihr mit uns Gemeinschaft haben könnt.
Da wo Ihr
Fehler seht, sagt es uns. Wir wollen gerne lernen, Im übrigen geben wir dem die
Ehre, von dem der HERR JESUS sagt, daß ER uns in alle Wahrheit leiten werde (Johannes16,13).
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