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Die Bibel
Mittwoch, 08. Februar 2012
Lass leuchten dein Antlitz über dein zerstörtes Heiligtum um deinetwillen, Herr!
Ihr seid aufgebaut auf dem Fundament der Apostel und Propheten - der Schlussstein ist Christus Jesus selbst. Durch ihn wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, durch ihn werdet auch ihr mit eingebaut in die Wohnung Gottes im Geist.
Joe Rahn - innovative Dienstleistungen und mehr

 
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„Stille Sucht“: 1,4 Millionen Medikamentenabhängige PDF Drucken E-Mail

W u p p e r t a l (idea) – Der evangelische Fachverband für Suchtkrankenhilfe „Blaues Kreuz in Deutschland“ (Wuppertal) warnt davor, die Gefahren durch Medikamentenabhängigkeit zu unterschätzen. Sie sei ein großes medizinisches Problem, schreibt Matthias Brecklinghaus, Facharzt in der Blaukreuz-Klinik Curt-von-Knobelsdorff-Haus (Radevormwald), in der Zeitschrift des Verbandes.

In Deutschland seien schätzungsweise 1,4 Millionen Menschen betroffen, fast ebenso viele wie von der Alkoholsucht (1,6 Millionen). Medikamentenabhängigkeit sei eine „stille Sucht“, da sie oft unbemerkt oder stillschweigend im medizinischen Versorgungssystem aufrechterhalten werde. Betroffen sind laut Brecklinghaus mehr Frauen als Männer und mehr Menschen in höherem Lebensalter. Nach seinen Angaben können etwa fünf Prozent der insgesamt 50.000 auf dem Arzneimittelmarkt zur Verfügung stehenden Medikamente abhängig machen. 80 Prozent der Medikamentensucht in Deutschland gingen auf das Konto der Beruhigungs- und Schlafmittel sowie der Angstlöser (Tranquilizer). Brecklinghaus bezeichnet die Abhängigkeit von Medikamenten als einen erheblichen körperlichen Schaden, denn beim Absetzen träten oft schwere Entzugserscheinungen mit der Gefahr von Krampfanfällen auf. Daher sei der Entzug von Tranquilizern Sache spezialisierter stationärer Einrichtungen.

Mut zur Veränderung

Um eine Medikamentenabhängigkeit erkennen und überwinden zu können, brauche der Betroffene Selbstkritik, Eigeninitiative und Eigenverantwortung, so Brecklinghaus. Nötig seien auch Mut zur Veränderung und eine Bereitschaft, sich nicht mit dem Weg des geringsten Widerstandes zufrieden zu geben. Genauso wichtig sei die Zusammenarbeit mit einem Arzt, der das Problem der Medikamentenabhängigkeit im Blick habe. Dazu gehörten ein kritisches Verordnungsverhalten und die Suche nach geeigneten ursächlichen Behandlungen für die Beschwerden des Patienten. Das Blaue Kreuz in Deutschland hat es sich zur Aufgabe gemacht, Suchtgefährdeten und ihren Angehörigen auf der Grundlage der christlichen Botschaft umfassend zu helfen. Rund 320 hauptamtliche Mitarbeiter sowie knapp 7.000 Mitglieder betreuen in über 1.100 Gruppen und Vereinen vor allem Alkohol- und Medikamentenabhängige. 

www.blaues-kreuz.debklogo.gif 

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 16. Dezember 2008 )