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Unter dieser Überschrift berichtete der „Wecker“ am Sonntag, dem 12. Oktober 08 vom Gallimarkt in Leer/Ostfriesland.
"Der Kampf gegen übermäßigen Alkoholkonsum bei Jugendlichen ist wie ein Kampf gegen Windmühlen“, so Herbert Wilts, der Vorsitzende des Leeraner Präventionsrates. „Im Präventionsrat drehen wir uns im Kreis. Niemand hat ein Rezept“, sagt Wilts und schimpft über den „Tornister-Sauftourismus“ gleich nach Schulschluss, aber auch über die Erwachsenen, für die „eine Flasche in der Hand offenbar ein Markenzeichen von Fröhlichkeit ist“.
Ein bisschen Entwarnung gibt hingegen Andreas Eykamp, Kreisbereitschaftsleiter des DRK-Sanitätsdienstes. Er meint, dass die Anzahl der Jugendlichen, die sich voll laufen lassen, geringer geworden ist. Besorgniserregend allerdings: „Die schwer Besoffenen werden immer jünger“. Die ganz jungen Betrunkenen könne man in zwei Kategorien einteilen. „Die einen trinken zum ersten Mal und verschätzen sich. Andere machen das Saufen zum Kult“, so Eymann.
Gezielte Jungendschutzkontrollen nahm die Polizei Leer zum Gallimarkt nicht vor. Die Beamten griffen lediglich ein, wenn sie auffälliges Verhalten beobachteten, so der Wecker. „Ein Bier hier, ein Schnaps dort, Das Trinken scheint zum Gallimarkt dazu zu gehören.“
In einem zweiten Artikel zum selben Volksfest in der gleichen Ausgabe wird dann von Autoaufbrüchen, einigen Schlägereien mit Verletzten sowie von Problemen mit randalierenden Betrunkenen berichtet. Eigentlich ist es immer das Gleiche, egal ob Erste-Mai-Feten, Feiern zum „Vatertag“ , Schützenfeste oder Jahrmärkte: wo viele Menschen zusammenkommen, wo der Alkohol fließt, gibt es Gewalttätigkeiten, sind Polizei und Sanitäter gefordert. Immerhin gibt es in der Stadt Leer einen Präventionsrat, der sich Gedanken zum Thema Alkoholkonsum bei Minderjährigen macht, auch wenn man momentan auf der Stelle zu treten scheint. Andere Kommunen haben Nachholbedarf, wie eine Gemeinde im benachbarten Emsland , die zum Familientag auf ihrer Dorfkirmes in großen Zeitungsannoncen immer noch mit dem Sonderangebot von „Bier und Schnaps für einen Euro“ wirbt. Welch Gelegenheit für alle, vom Opa bis zum Enkel, mal wieder richtig preiswert einen drauf zu machen! Oder verstehe ich was falsch?
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