Mittwoch, 8. Februar 2012
 
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Die Bibel
Mittwoch, 08. Februar 2012
Lass leuchten dein Antlitz über dein zerstörtes Heiligtum um deinetwillen, Herr!
Ihr seid aufgebaut auf dem Fundament der Apostel und Propheten - der Schlussstein ist Christus Jesus selbst. Durch ihn wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, durch ihn werdet auch ihr mit eingebaut in die Wohnung Gottes im Geist.
Joe Rahn - innovative Dienstleistungen und mehr

 
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Hi Joe (ich nehm mir jetzt mal das Recht zum "Du")!

Ich bin gerade auf Deiner Site no-hope-in-dope.de gelandet. Ist ja ganz schön gemacht, und Aufklärung tut auch Not. Aber man sollte schon wissen, worüber man redet! Du schreibst z. B.:

Im Gegensatz zu Alkohol (....) werden die Cannabinoide nur sehr langsam abgebaut.

Falsch.

Das liegt daran, dass diese fettlöslich sind, wo hingegen Alkohol z.B. wasserlöslich ist.

Das ist richtig.

D.h., die psychoaktiven Stoffe des Hasch verschwinden nach der Aufnahme in den Körper ganz
schnell aus der Blutbahn und lagern sich in den fetthaltigen Bestandteilen einer Vielzahl von Zelltypen und im Fettgewebe ab und entfalten dort ihre Wirkung (besonders wichtige fetthaltige Gewebe: Peripheres Nervensystem, Gehirn und Fortpflanzungsorgane). Die Cannabinoide werden dann in kleinen Mengen portionsweise aus den Zellen und Fettgeweben wieder freigegeben. Es dauert bis zu einer Woche, bis nur die Hälfte des THC von einem einzigen Joint abgebaut und ausgeschieden ist. Deshalb sind Kiffer lange Zeit nicht wirklich rauschgiftfrei, weil sie in den Zeiten des Nichtrauchens immer noch gut versorgt werden.

Sorry, aber.... Blödsinn! OK, man könnte bei einfacher Überlegung diese Schlußfolgerungen ziehen, aber deshalb blieben sie trotzdem falsch.
Tatsache ist vielmehr, daß die Cannabinoide eine Halbwertszeit von ca. 2-3 Stunden im menschl.
Körper haben. Das, was eingelagert und erst nach und nach ausgeschieden wird (und von dem Du
sprichst), sind AUSSCHLIESSLICH Metaboliten (= Stoffwechselprodukte), dies allesamt NICHT psychoaktiv sind.

Es gibt dazu einiges an (wissenschaftl.) Veröffentlichungen; d. h., Du musst und sollst nicht mir
glauben, sondern kannst es jederzeit selbst nachprüfen. Ein gutes und noch verständliches Buch wäre z. B. Lester Grinspoon, James B. Bakalar: Marihuana. Die verbotene Medizin. Zweitausendeins-Verlag, Frankfurt/M. 1998, ISBN 3-86150-060-4 .
Darin wird u. a. das Thema Metabolisierung und Abbau von Cannabinoiden ausführlich behandelt.

Versteh mich bitte nicht falsch - wie gesagt, Aufklärung tut Not. Aber man sollte schon bei der
Wahrheit bleiben und nicht nachweislich falsche Dinge behaupten! Damit wird mehr Schaden
angerichtet als Nutzen erzielt.

MFG & Gottes Segen!

P.L.


Hi P.,
danke dass Du Dir die Zeit genommen hast, mir zu schreiben. Ich bin dabei, meine Seiten so umzustellen, dass ich Briefe wie den Deinigen  unter die betreffenden Artikel einbauen kann. ...  hoffe ..., dass es bald soweit ist. Gerade in letzter Zeit sind nämlich einige Zuschriften mit Hinweisen bei  mir eingegangen, die es wert wären, veröffentlicht zu werden, ... Bitte, be patient with me, God is still at work! ...
Joe

Hallo Joe

DANKE für die Rückmeldung :) Und SORRY, das ich erst jetzt antworte.. :(
Freut mich, dass du mein Feedback in deine Seiten eingebaut hast. Aber ich musste ne ganze Weile suchen, bis ich sie gefunden hatte...... Ist ein bisschen arg klein geraten und so unscheinbar ganz am unteren Ende der Seite..... geht` s nicht ein bisschen größer und auffälliger?
Aber ich bin auch n bisschen enttäuscht; ich hätte schon gedacht, dass du meine Argumente ernst nimmst, dich informierst und dann deinen Text entsprechend abänderst - die ganzen von mir kritisierten, wissenschaftlich nicht mehr haltbaren bzw. sogar widerlegten Dinge stehen alle noch drin.... :(
Ich möchte dir jetzt wirklich nicht zu nah treten, aber kann es sein, dass du wegen deiner vielen, recht schlechten Erfahrungen mit Drogen recht stark zum Abstinenzlertum neigst? Ich meine, so Sätze wie  "Im Gegensatz zu Alkohol (den ich übrigens auch ganz eindeutig als schädliche und dummmachende Droge einstufe!)....." sind ja nun nicht objektiv, und auch nicht so wirklich biblisch, sondern IMHO (It's  honestly my opinion) eher unfair pauschalisierend. Klar ist die Bibel gegen Missbrauch, aber der Wein wird darin auch gelobt (z. B. Psalm 104,15). Warum sollte also Cannabis nicht auch - wie Alkohol - zu gebrauchen sein, warum wird da immer automatisch von Missbrauch ausgegangen? Ich mein, wir reden hier ja nicht von Heroin oder Kokain oder solchen Dingen, die ein so hohes Suchtpotential haben, dass man sie halt eben nicht GEbrauchen kann. Ist doch bloß Hanf, der Jahrhunderte lang auch in Europa genutzt wurde (und das nicht nur für Kleider und Segel usw.).  
Alles Gute & Gottes Segen,
P.

 

Hallo P.,

vielen Dank für Dein erneutes Schreiben. Deiner Einwände zum Trotz, das, was Du an den auf meiner Seite veröffentlichten Texten „als wissenschaftlich nicht mehr haltbar“ kritisiert hast, haben wir uns ja nicht aus dem Finger gesogen. Hier ein Zitat aus : Drogensucht: Entstehungsbedingungen und therapeutische Praxis/hrsg. von Manfred Nowak u.a., Stuttgart, New York: Schattauer 1994:

„Cannaboide werden im Fettgewebe und in Membranen gespeichert. So dass die terminale Halbwertzeit  einige Tage beträgt. Die vollständige Elimination von Cannaboiden  und seinen Metaboliten beträgt mehrere Monate, so dass eine Kumulationsgefahr besteht. Dies kann das Auftreten eines Intoxikationssyndroms (akute Psychose) bei Dauereinnahme begünstigen. Ebenso führt die langsame Elimination , dass feinere Störungen in der zentralnervösen Regulation  (Koordination, Feinmotorik Sinneswahrnehmung ) auch noch über die akut euphorische Phase (bis zu 4 Stunden nach Applikation) anhalten. Somit können noch ein bis 2 Tage  nach der Einnahme von Cannaboiden z.B. das Führen eines Verkehrsmittels  und ähnliche Tätigkeiten beeinträchtigt sein. Mit einer sensitiven Nachweismethode lässt sich noch Wochen und Monate nach einer einmaligen Zufuhr Tetrahydrocannabinol im Urin feststellen.“       

Ich möchte ja gar nicht bestreiten, dass durch neuere Forschungen das Verständnis der  Cannabiswirkung auf die Stoffwechselvorgänge wieder etwas detaillierter geworden ist - darum habe ich deiner  Kritik ja auch Raum gegeben - , sehe aber nicht, dass durch dies gestiegenen Verständnis der molekularen Details der Cannabis- Wirkung sich an der Einschätzung der Sachlage Entscheidendes geändert hat. Bis heute haben Wissenschaftler eine eindrucksvolle Anzahl von Forschungsergebnissen gesammelt ( und es kommen jährlich ein Vielzahl hinzu), die eindeutig belegen, dass der Haschisch – und Marihuanakonsum langfristig zu gesundheitlichen Schäden und zur Veränderung der Persönlichkeit führen kann.

Dass Kiffer diese Droge dennoch gerne als harmlos bezeichnen , liegt m.E. daran, dass die Schädigung nur langsam sichtbar wird und dass zudem durch die toxische Wirkung das Gefühl entsteht, „gut drauf“ zu sein. Alles erinnert mich an Fernsehdiskussionen Ende der 60er, wo (von den Tabakkonzernen bezahlte) „Experten“ vehement die längst wissenschaftlich nachgewiesene krebsfördernde und süchtig machende Wirkung der Zigarette bestritten.

Ein häufiges Pro-Cannabisargument lautet, dass der gelegentliche Genuss von Haschisch genauso wohltuend  und nicht gesundheitsgefährdender sei als gelegentlicher Alkoholgenuss. Schließlich sei Alkohol auch eine gefährliche Droge, die binden und zerstören könne. Ergo:  Ist Alkohol legal, warum dann nicht auch Cannabis? Dazu schreibt Peter Imming, Apotheker und Diplomchemiker (in "Factum", Mai 2000): „Dieser Vergleich ist nicht falsch. Vor einer eventuell als heuchlerisch empfundenen Doppelargumentation sollte man sich hüten. Alkohol ist ein ernstes gesellschaftliches Problem , ein Umweltgift, weil er so viele menschliche Umwelten (Familie, Arbeitswelt) ruinieren kann. Besonders in jugendlichem Alter beeinträchtigt er die Persönlichkeitsentwicklung sehr negativ; deswegen existieren auch Abgabeverbote für Alkoholika an unter 18-jährige. Aber werden diese Verbote wirklich durchgesetzt? Ist Alkohol wirklich die Droge, mit der die westliche Gesellschaft umgehen kann? Im Grossen und Ganzen muss man diese Frage mit „Nein“ beantworten. Deshalb erscheint es tollkühn, sich eine weitere Droge  ähnlicher Gefährlichkeit aufzuhalsen.“

 „Warum kein Hasch rauchen?“ Dazu nochmals Peter Immig: „Wer als Antwort immer gesagt hat: „Weil es unnatürlich ist – weil man sich gefährliche und giftige Chemikalien zuführt“, der ist durch die Befunde in den letzten Jahren möglicherweise in Argumentationsschwierigkeiten gekommen. Der menschliche Körper produziert ganz normal  und natürlich Stoffe, mit der gleichen Wirkung  wie die Cannabis-Inhaltsstoffe.! Ist ein Joint also genau so „natürlich“ wie ein Glas Milch oder jedenfalls genau so (un)schädlich wie ein gelegentliches Glas Wein? Cannabis Sativa  ist die Hanfpflanze. Das getrocknete Kraut (= Marihunana) und das Harz (= Haschisch) ihrer weiblichen Blüten werden seit langem in vielen Kulturen als Rauschgift gebraucht. Die Inhaltsstoffe von Cannabis-Zubereitungen, allen voran das Tetrahydrocannabinol (THC) sind seit den 60er Jahren in ihrer chemischen Konstitution bekannt. Bis in die 90er- Jahre konnte man nur die Effekte studieren, die sie im Körper auslösen, ohne dass das allerdings etwas Neues  gegenüber dem seit Jahrhunderten bekannten Wissen über die Wirkungen von Hanfzubereitungen entdeckt wurde und ohne dass der Wirkungsmechanismus geklärt wurde.

Die auffälligsten und bekanntesten Effekte sind: akut Euphorie und Sedation, Kältegefühl der Gliedmaßen, Analgesie; chronische Beeinträchtigung des Gedächtnisses und der Konzentrationsfähigkeit. „Haschisch macht die Birne weich“, heißt das in der Szene.

Die Wirkungsweise von Cannabis  konnte erst in den letzten Jahren etwas genauer studiert werden. Unter Wirkungsweise (Wirkungsmechanismus) versteht man das Verständnis der Chemie der Wechselwirkung eines Wirkstoffes (hier: Tetrahydrocannabinol) mit dem Körper.   

Dazu müssen diejenigen Körpermoleküle bekannt sein,  die in besonderer Weise mit dem Fremdstoff in Wechselwirkung treten. Nach gängigem Verständnis wirken die meisten Drogen , aber auch Arzneimittel , indem sie an bestimmte Eiweißstoffe des Körpers binden, die Rezeptoren genannt werden. Das kann auf zwei Weisen zu einem Effekt führen:

- Wenn der Fremdstoff den Rezeptor zu einer  - im Einzelnen noch nicht untersuchbaren – Bewegung  auf molekularer Ebene veranlasst, so triggert dies einen biochemischen Effekt, der über die Veränderung des physiologischen Status einer oder vieler Zellen zu einer erlebten „Wirkung“ führt. Letzteres kann alles Mögliche sein: eine Senkung des Blutdrucks, eine Erhöhung der Herzleistung, eine Veränderung der Farbwahrnehmung, im Gehirn (Farbhalluzinationen) ; usw. usw.

- Wenn andererseits der Fremdstoff selbst keine Wirkung auslöst, aber an den Rezeptor bindet, und so verhindert, dass ein körpereigener Stoff andocken und eine Wirkungskette triggern kann, , so handelt es sich um einen Hemmstoff, (Inhibitor), und wiederum sind die unterschiedlichsten Wirkungen möglich bzw. bei Arzneimitteln erwünscht.

Wo genau im Körper greifen Tetrahydrocannabinol und andere Cannaboide an? Inzwischen wurden zwei Typen von  Rezeptoren identifiziert, die als CB1 und CB2  bezeichnet werden (CB von Cannaboid ) Beides sind große Eiweißmoleküle, die in Zellmembranen lokalisiert sind.  – für Fachleute : G-Protein-gekoppelte Rezeptoren. Der CB1-Rezeptor ist vor allem im zentralen Nervensystem (ZNS) vertreten,, und dort mit hoher Dichte im Hippocampus,  einer Gehirnregion, die für das Speichern neu erworbener Informationen essentiell und in die Freisetzung von Corticosteroiden involviert ist, was wiederum mit Veränderungen der Stimmung und des Verhaltens in Verbindung gebracht wird.  Außerhalb des ZNS hat man CB1-Rezeptoren in Hoden, Sperma und Blutgefässen gefunden, was die Herabsetzung einerseits der männlichen Fruchtbarkeit und andererseits des Blutdrucks  (dadurch Kältegefühl)  durch Cannabis erklären könnte.

CB2-Rezeptoren sind in den Zellen des Immunsystems anzutreffen (B-Zellen, Killer-Makrophagen, auch in Milz und Thymusgewebe). Über diesen Rezeptorsubtyp dürfte also die seit langem bekannte immunsuppressive Wirkung von Cannabis und THC vermittelt werden.

Der menschliche Körper verfügt über und benötigt CB-Rezeptoren. Aber welche Stoffe treten mit ihnen in Wechselwirkung? Dass die aus einer  Pflanze stammenden Cannabinoide anbinden, kann als Zufall bezeichnet werden. Unser Körper muss andere Stoffe enthalten, die natürlicher Weise Liganden (Bindungspartner) der CB-Rezeptoren sind. 1992 wurde der erste endogene (körpereigene) CB-Rezeptor-Ligand gefunden, wenig später ein zweiter. Was sehr überraschend war: Es sind einfache Abkömmlinge einer Fettsäure, die aus anderen Stoffwechselvorgängen wohlbekannt war. Diese Fettsäure, die Arachidonsäure , ist auch als Ausgangsstoff für die im Körper erfolgende  Bildung von Prostaglandinen und Leukotrienen. Ihre Verstoffwechselung zu diesen Gewebshormonen wird von so bekannten Arzneistoffen wie Acetylsalicsäure, Diclofenac und Ibuprofen gehemmt, was Schmerzen und Entzündung, besonders bei Rheuma, unterdrückt.

Die körpereigenen „Cannaboide“ sind Arachidonsäure-Derivate. Ihr Amid mit Ethanolamin, vom Entdecker als „Anandamid“ (vom Sanskrit-Wort für innere Glückseligkeit) bezeichnet, und der Monoester mit Glycrol (Arachidonylglycerol). Wären diese Verbindungen vor den Cannabis-Inhaltsstoffen bekannt gewesen, hätte man die CB-Rezeptoren nicht CB-, sondern vielelicht AAD-Rezeptoren (von „arachidonic acid  derivatives“) genannt. Denn die Rezeptoren sind natürlich für die körpereigenen Liganden geschaffen worden. Und nicht für die Hanf-Inhaltsstoffe. Die CB-Rezeptoren und –Liganden wirken also im Verbund der ganzen ungemein komplexen physiologischen Regelkreise an der Aufrechterhaltung einer gesunden Balance der genannten Körperfunktionen mit. Ihre Mitwirkung betrifft besonders die Bereiche Stimmung, Gedächtnis, Fortpflanzungsfähigkeit , Blutdruck und Immunstärke.

Eine gesunde physiologische Balance nennt man Homöostase. Sie erklärt, warum weder ein Joint, noch eine exogene (von außen erfolgende) Zufuhr von Anandamid oder Arachidonylglycerol auf die Dauer gut gehen können. Bisher sind keine Berichte über die Einnahme der körpereigenen Liganden durch Freiwillige bekannt geworden. Bei oraler Aufnahme dürften sie nicht ankommen, sondern schon im Verdauungstrakt zerlegt werden. Würde man sie erfolgreich ins ZNS einbringen können, würde die Zellhomöostase und –Kommunikation gestört. Der einzige Fall, wo das medizinisch sinnvoll erschiene, wäre ein pathologischer Mangel  an den genannten Arachidonsäurederivaten. Ein solches Krankheitsbild ist bisher nicht bekannt.

Bleibt als „Anwendung“ von Cannaboiden nur der altbekannte Missbrauch. Dabei wird eigentlich nur die eine Wirkqualität dieser Stoffe gesucht: Sie sollen sedieren und bis hin zu Halluzinationen euphorisieren. Alle anderen Wirkungen nimmt der Cannabis-Konsument als Nebenwirkungen in Kauf, genau wie bei der Einnahme eines Medikaments.

Die Frage ist deshalb: Ist der Nutzen (das schöne Gefühl) nach einem Joint so groß, dass er die Nachteile überwiegt? Die wichtigsten „Nebenwirkungen“, um das zu wiederholen, sind: Reduzierte Gedächtnis-, Immun- und Fortpflanzungsleistung sowie sehr negative Folgen für das soziale Verhalten. „Mit dem kann man nichts anfangen, der braucht 50 Gramm Haschisch im Monat. Morgens als erstes ein Pfeifchen. Denkt immer nur an das Eine. Wenn er richtig breit ist, kann man sich mit ihm weder unterhalten noch sonst etwas unternehmen.“ So erzählte ein drogenfreier Student von einem Bekannten.“

Dieses Fallbeispiel zeigt auf, wo die eigentliche Gefahr von Cannabis liegt. Man riskiert eine so weitgehende Veränderung des körperlichen und seelische Gleichgewichts, dass eine Abhängigkeit und monomane Bindung an die Droge resultiert. Diese Bindung beeinträchtigt, ja verhindert wohlmöglich diejenige Bindung, die allein zu einem glücklichen und gelingendem Leben führt: die Bindung an Gott, den Schöpfer und Erlöser.“ (aus  „Hasch in allen Hirnen? Körpereigene Cannaboide und Neues über die Wirkungsweise von Hanf.“ In "Factum", Mai 2000).  So weit Peter Immig.

Du mutmaßt, dass ich wegen meiner vielen, recht schlechten Erfahrungen mit Drogen stark zum „Abstinenzlertum“ neige. Das Problem aber war doch ein ganz anderes, nämlich dass meine  ersten Drogenerlebnisse, die ersten Berührungen mit Cannabis, LSD  und anderen psychotropen Stoffen einen ungeheuren Zauber in sich bargen. Ich hatte eine verbotene Tür geöffnet, und dahinter schienen Landschaften von nie gesehener Schönheit. Da wollte ich immer wieder hin, dem bin ich jahrelang hinterhergejagt, wie als ob man einen netten Abend mit einem netten Mädel verbracht hat und sie wieder sehen möchte. So wie im Stones -Song "Lady Jane" besungen: "My sweet Lady Jane, when I see you again?" “Lady Anne“ und „Sweet Marie“, die Namen ändern sich in den weiteren  Strophen, alles Umschreibungen von „Marihuana“. 

Cannabis gilt leider oft als als „Weichdroge“ oder „Soft Drug“. Das einzig Weiche ist m.E., dass es sich ganz soft und allmählich in dein Leben hineinschleicht, bis es ohne nicht mehr geht.

Jer.2,13 spricht Gott, der Herr, durch Jeremia: „Denn zwiefach Böses hat mein Volk begangen: Mich, den Born lebendigen Wassers haben sie verlassen, um sich Zisternen auszuhauen, geborstene Zisternen, die kein Wasser halten.“ 

Joh.4,13 u. 14 spricht Jesus Christus: „Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wiederum dürsten,; wer aber irgend von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit,; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt.“

Es ist bedauerlich, wenn das flüchtige und zweifelhafte Glücksgefühl eines Cannabis-Rausches mehr befriedigt, als der Friede einer erlösten, lebendigen Beziehung  zu Gott und anderen Christen,

It´s honestly my opinion,

Joe                  

 

Hallo Joe,
sorry nochmal, dass meine Antwort wieder so lange gedauert hat.
Danke dafür, dass du die Zeit genommen hast und auf meine Argumente auch
eingegangen bist (ist leider bei weitem nicht immer der Fall.....).
Ich befasse mich nun schon seit Jahren mit dem Thema Cannabis. Dass die
Dauereinnahme von Cannabis schädlich ist, bestreite ich auch gar nicht. Aber
das dürfte wohl für jede Substanz gelten. Darum geht es mir auch gar nicht -
das Entscheidende ist vielmehr, dass immer sofort von Missbrauch gesprochen
wird. Das ist unseriös, weil es impliziert, dass prinzipiell und grundsätzlich
niemand mit dieser Substanz vernünftig umgehen kann.
Natürlich gibt es immer Leute, auf die das zutrifft. Die einfach nicht genug
bekommen können - aber mal ehrlich, trifft das nicht auch auf anderes zu?
Auf die Freundin, wenn man so richtig verliebt ist? Auf das Autofahren, wenn man
den Führerschein und das erste eigene Auto hat? Ich will damit nichts verharmlosen,
aber das Argument ist auch nicht umfassend anwendbar. Soll aber nicht heißen,
das es völlig falsch ist. Eine differenzierte Sichtweise ist hier nötig.
Die von dir zitierten Quellen waren mir bisher nicht bekannt. Aber bzgl. der
Einlagerung und Freisetzung von Cannabis im Körperfett: Dass es tage- und wochen-
lang nachweisbar ist, kommt ja eben daher, dass es nur sehr langsam (=in sehr
geringen Mengen) daraus wieder freigesetzt und dann abgebaut/ausgeschieden wird.
Da aber für jede Wirkung eine gewisses Mindestquantum an Wirkstoff nötig ist, gibt
es eben deshalb keine erneute bzw. dauerhafte Rauschwirkung (davon abgesehen dass
die meisten Metaboliten sowieso unwirksam sind).
ZumVergleich mit Alkohol: Ja, Alkohol ist ein Problem - bei Missbrauch. Ich pers.
halte Alkohol für die gefährlichste Droge, weil man die Sucht nie wieder los wird.
Man kann sie eben nur zum Stillstand bringen.
Und dann muss man natürlich schon die Frage beantworten, warum Alkohol dann
nicht sehr viel schärfer kontrolliert oder gar verboten wird. Und auch, warum der
Wein in der Bibel befürwortet wird - und Rauschmittel darin nicht verboten sind......
Ich bin mir sicher, du kennst diese Argumentationsrichtung. Aber diese Fragen wurden
bisher nicht abschließend und erschöpfend beantwortet.
So neben bei: Alkohol ist recht giftig,  - THC ist eine der ungiftigsten Substanzen, die die
Menschheit kennt. Man müsste es grammweise aufnehmen, um daran zu sterben.
Das ist der Grund, warum bisher noch niemand an einer Überdosis gestorben ist.
Was mir an deiner Webseite so aufgestoßen ist, ist, dass du das alles als unumstößliche und unbestrittene Fakten darstellst. Dass es viele anders lautende Forschungsergebnisse gibt
(immerhin beziehst du dich auf Veröffentlichungen von 1994 und 2000) erwähnst du gar nicht.
Ohne dir zu nahe treten zu wollen (echt nicht!): Ich halte dich zumindest unbewusst für
voreingenommen. Du konntest mit den Rauschmitteln nicht umgehen - Fakt, keine Grund sich zu schämen oder sowas. Aber bloß weil DU es nicht konntest, heißt das nicht, dass anderees ebenfalls nicht können! Erstaunlicherweise neigen allerdings viele Christen zu Vorurteilen und zum Abstinenzlertum (abgesehen vom Alkohol, Nikotin und Tabak, je nach pers. Überzeugung halt) und zur Pauschalisierung: Alles andere ist falsch, verwerflich und schlecht, ja nach Vorliebe auchnoch böse - prinzipiell. Das finde ich einen zutiefst unchristlichen Standpunkt. Besonders wenn`s durch die Bibelnicht belegt werden kann. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Warnungen und Belehrungen sind dringend nötig, gar
keine Frage - aber pauschale Verurteilungen und Warnungen vor Schäden, die in der Regel
nur bei Dauerkonsumenten auftreten, sind einfach nicht OK (und außerdem kontraproduktiv,wie die gescheiterte Krieg-den-Drogen-Kampagne in der 80ern gezeigt hat). Dauerkonsum von was auch immer ist nie gut. Wer sich natürlich jeden Tag was reinzieht, ist bald wirklichzu nichts mehr zu gebrauchen, stimme dir da völlig zu. Aber warum wird immer gleich vom schlimmsten Fall ausgegangen? Wie viel Prozent der User sind denn wirklich täglicheKonsumenten? Ca. 10 %. Und deshalb alle über einen Kamm scheren? Auch halte ich Cannabis NICHT für harmlos - es ist und bleibt eine Droge! Aber ich halte es im Großen und Ganzen für ungefährlich. Und ja, es gibt immer Leute, die es nicht vertragen. Wie überall halt. ... Ich finde es völlig daneben, den Glauben an den lebendigen Gott versus Cannabis-Konsum auszuspielen. Das eine schließt das andere eben nicht zwangsläufig aus.Aber falls ich da was in der Bibel übersehen haben sollte oder noch nicht kenne, wäre ich mich über `nen kurzen Hinweis echt sehr dankbar.
Viele Grüße & Gottes Segen,
P.

Hallo P.

auch ich brauche immer Zeit zum Antworten. Und wie Du befasse ich mich nun auch schon seit Jahren mit dem Thema Cannabis, genauer gesagt seit Jahrzehnten, wenn du die mehr als zehn Jahre, die ich selbst intensiv konsumiert habe, mitrechnen magst. Wenn Du mich zwischen 20 und 25 Jahren gefragt hättest, was ich mache, was für einen Beruf ich ausübe, hätte ich Dir vermutlich spontan mit „Kiffer“ geantwortet, so sehr stand damals der Konsum im Vordergrund. Es war quasi meine Identität, und bis heute verbindet mich manche – oft uralte -  Freundschaft mit der Szene und führt immer wieder zu kuriosen Erlebnissen:

Vor einiger Zeit machte ich einen Besuch bei einem guten Freund, der seit beinahe 30 Jahren Cannabis raucht. Ich traf ihn in Gesellschaft einiger seiner mir bis dahin unbekannten Bekannten, die von einer Fete am Vortag übrig geblieben waren. Man lud mich zum Tee, und bald kreiste die obligatorische Haschpfeife. Als die Reihe an mir war, gab ich das Rauchgerät an den mir am nächsten Sitzenden weiter, ohne auch nur einen winzigen Zug zu nehmen. Erstaunt blickte mich derjenige an, der mir die Pfeife gereicht hatte. „Hatte ich ´s  mir doch gedacht“, sagte er, „du sahst irgendwie so aus, als wenn du heute kein Bock zum Kiffen hast.“ „So sehe ich seit mehr als 25 Jahren aus,“ habe ich ihn angelacht. Seine Kinnlade klappte voller Erstaunen herunter. Und ich konnte der versammelten Mannschaft erzählen, wie ich frei geworden bin und was mich frei bleiben ließ.

 Ich will Dir auch ein Erlebnis mit Jack schildern. Mit Jack – eigentlich heißt er anders, aber ich habe den Namen geändert – hatte ich einige  Jahre tierisch viel gekifft, ihn dann aber aus den Augen verloren. Aber eines Tages stand er völlig überraschend in meiner Haustür. Großes Wiedersehenshallo, und dann lud er mich ein zu einer Fahrt in die Botanik. Mit seinem kleinen Fiat hatten wir schnell ein ruhiges Plätzchen an einem stillgelegten Kanalstück gefunden. Dort bröselte er eine ordentliche Mischung schwarzen Afghan und Filterzigarettentabak in seinen Riesenkocher, rauchte kurz an und wollte dann die Pfeife an mich weitergeben. „Danke, Jack“ winkte ich ab. „Ich rauche schon über 10 Jahre nichts mehr.“ Leicht irritiert nahm er nun doch selbst einen kräftigen Zug und wiederholte sein Angebot. Mit den Worten: „Auch wenn du es momentan nicht raffst, ich habe wirklich schon vor Jahren mit dem Kiffen aufgehört!“ lehnte ich auch diesmal ab. Nun endgültig verunsichert, sog er sich dann die eigentlich für zwei gedachte Mischung ganz allein rein. Mühsam den Husten unterdrückend, den letzten Rest bitteren Rauch exhalierend, brach es schließlich aus ihm hervor: „Booh, was eine Botanik!“ Wirklich, ich fand die „Botanik“ auch schön, die Sonne, die auf den Blättern spielte, die Wolken, die sanften Wellen auf dem Kanal, die Gräser im Wind,  ...

28 Jahre bin ich jetzt drogenfrei. Nicht immer verlaufen die Begegnungen mit aktiven Kiffern  so spannungsfrei wie die beiden oben beschriebenen, zumal ich heute auch öffentlich gegen Drogen Stellung beziehe. „Judas, Verräter“ und ähnliche Beschimpfungen musste ich mir schon anhören, und das, obwohl ich mich wiederholt auch ganz öffentlich gegen eine Kriminalisierung von Potrauchern ausgesprochen habe. Aber es ist nun einmal wie es ist, in der persönlichen Begegnung mit Jesus Christus fand ich, was kein Droge mir geben konnte: Frieden mit mir selbst, Frieden mit Gott und Frieden mit Menschen um mich her. Nach achtundzwanzig Jahren Christsein brennt in mir die Liebe Jesu zu einer verlorenen Welt stärker als je zuvor. Die Drogenerfahrungen hingegen erscheinen mir trotz aller „Highlights“ wie verlorene Jahre.                             

Du hältst mich für „zumindest unbewusst voreingenommen“, weil ich wohl offensichtlich „mit den Rauschmitteln nicht umgehen konnte“, aber ich bin beileibe kein Einzelfall. Neben Alkohol und Nikotin, der mit Abstand am häufigsten missbrauchten legalen Drogen in unserer Gesellschaft, ist Cannabis die am weitesten verbreitetste illegalisierte Substanz. Der Trend, dass Cannabisprodukte auf hohem Niveau gebraucht werden, setzt sich unverändert fort. Auf Grund veränderter Parameter und Bedingungen rund um den Cannabisgebrauch gerade auch sehr junger Menschen wachsen die sich negativ auswirkenden Folgeerscheinungen an. Wo hochgezüchtetes Cannabis sowie sich verhärtende Konsumgewohnheiten auf immer jünger Drogengebraucher treffen, die der Ansicht sind, sie könne sich gefahrlos der Droge bedienen, schnappt die Cannabisfalle voll zu. „Jungen und Mädchen im Alter zwischen 11 bis 15  sind weder seelisch noch körperlich darauf eingestellt, mit den eigenmächtigen Wirkungen psychoaktiver Drogen zu tun bekommen. Lassen sie sich mit Haschisch oder Marihuana ein, ist ihr Risiko erheblich höher, in kurzer Zeit zum Gewohnheitskiffer mit Folgeproblemen zu werden, als wenn sie erst mit 16 Jahren oder noch später beginnen, Cannabis zu sich zu nehmen“, schreibt Helmut Kuntz in „Ratgeber Drogen- und Sucht“, Beltz-Verlag Weinheim und Basel 2007, und dann weiter: „In dem Alter sind sowohl ihre seelisch-geistige als auch ihre hirnorganische Entwicklung weiter fortgeschritten. Ältere Jugendliche und Erwachsene sind von daher prinzipiell eher in der Lage, Haschisch und Marihuana in kontrollierter Weise zu gebrauchen. Cannabis nicht bloß im Prinzip, sondern im realen Konsum tatsächlich zu beherrschen setzt allerdings ein gerüttelt Maß an zusätzlichen allgemeinen wie  drogenspezifischen Lebenskompetenzen voraus. In dieser Hinsicht neigen daher noch viele Gebraucher von Cannabis zur Selbstüberschätzung, die erst nach dem 16. Lebensjahr zu kiffen beginnen. Viele der regelmäßigen Haschisch und Marihuanagebraucher gleich welchen Alters teilen ein gemeinsames Problem: Lange Zeit verschließen sie systematisch die Augen vor der Realität, dass sie längst nicht mehr Herr im eigenen Hause sind. Entgegen ihrer gebetsmühlenhaft wiederholten Beteuerungen, ihren Konsum von Cannabis voll im Griff zu haben, beherrschen nicht mehr sie die Droge, sondern werden umgekehrt in ihrer Lebensführung von der  Droge beherrscht. Sie geraten durch ihren schädlichen Gebrauch bzw. ihre starke Abhängigkeit von Cannabis in Lebensschwierigkeiten, welche es nach Meinung vieler Anhänger der als weich geltenden Substanz als Folgen eines chronischen Konsums eigentlich gar nicht geben dürfte. Insbesondere die überschießende Aggressivität und mangelnde Impulskontrolle chronischer Cannabiskonsumenten stellen ein recht neues Phänomen dar. Zwar sind Haschisch und Marihuana vom Wirkungsspektrum her immer noch Substanzen mit vorzugsweise beruhigender Wirkung. Haben stark an Cannabis gewöhnte oder abhängige Konsumenten aber keinen Stoff zum Kiffen oder bemühen sie sich mit Absicht, ihren aus dem Ruder gelaufenen Konsum zu begrenzen, rasten sie als Ausdruck der Abstinenzerscheinungen immer häufiger aggressiv aus.“ (Drogen und Sucht, S.224 f). Dem möchte ich voll recht geben, bis auf den Punkt, dass meine eigenen Eltern schon in den siebziger Jahren ein leidvolles Lied davon zu singen wussten. Allerdings wurden  sie damals in den Drogenberatungsstellen noch allgemein belächelt, nicht ernst genommen  und mit dem Hinweis, dass sie doch froh sein könnten, dass ihr Kind nicht Heroin spritzt, abgespeist, während heutzutage die Problematik weitgehend anerkannt ist,  und die Beratungs- und Therapiezimmer heute voll sind mit Cannabiskonsumenten aller Altersstufen, die in ihrem Leben nichts mehr geregelt bekommen.                     

Aber ich möchte gar nicht erneut in die Pro- und Contra-Diskussion der biochemischen, medizinischen,  sozialen und körperlichen und seelischen Aspekte des Cannabiskonsums einsteigen, sondern vielmehr versuchen, anhand einiger Ausschnitte aus einem Manuskript von Friedemann Alsdorf die geistige Komponente des Suchtgeschehens in den Vordergrund zu rücken.

Er regt an, die bekannte Geschichte vom Sündenfall aus dem Buch Genesis Kap.3 doch einmal unter dem Aspekt des Suchtgeschehens zu lesen. Zur Erinnerung: Gottes Absicht bestand darin, ein Wesen zu schaffen, das seine wunderbaren göttlichen Eigenschaften im Kleinen wiederspiegeln sollte. Dazu nahm er dieses vollkommene Geschöpf, Mensch genannt, das er geschaffen hatte, und setzte es  in einen wunderschönen Garten. Dort ließ Gott den Menschen mit einer sehr einfachen Anweisung zurück. „Ich will, dass ihr lebt; ich will, dass euer Leben schön, sinnvoll, reich und interessant sei. Ich will, dass ihr dies Leben bis zur Neige auskostet, dass ihr euch unter meiner Leitung dieses Lebens freuen könnt. Von allen Bäumen im Garten dürft ihr die Früchte genießen, mit einer Ausnahme.“

Könnte diese eine Ausnahme, dieser eine Baum, die Bibel nennt ihn Baum der Erkenntnis, eventuell giftige, in schwacher Dosis bewusstseinsverändernde Früchte getragen haben, und daher das Verbot?

Selbst wenn man dieser Deutung nicht zu folgen vermag, überrascht doch die Anhäufung suchttypischer Verhaltensweisen in 1. Mose 3.

Friedemann Alsdorf nennt folgende Stichpunkte:

„a) Versuchung von außen.

„Aber die Schlange ... sprach zu dem Weibe: „Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten?“ (V.1)  „Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, sondern Gott weiß: an dem Tag, da ihr davon esset, werden eure Augen aufgetan ...“ (V.4)

b) Misstrauen: Sollte Gott uns etwas missgönnen? Wunsch, sich unabhängig zu machen und eigen Maßstäbe von Gut und Böse zu besitzen. Wie Gott sein wollen.

 „Ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.“ (V.5) Aufgrund dieses Wunsches wird die Versuchung  stärker als das Verbot. Übertragen auf den Suchtmittelgebrauch könnte das heißen: Rauche, dann bist du wie die Erwachsenen, nimm psychedelische Drogen, dann hast du Einblick in transzendente Welten, nimm Kokain oder Heroin, und du fühlst dich göttlich!                  

c) Hohe anfängliche Attraktivität des Suchtmittels.

„Und das Weib sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte.“ (V.6)

d) Gemeinschaftlicher Missbrauch macht es leichter, Hemmschwellen zu überwinden.

„Und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon, und er aß.“ (V. 6)

e) Die Erwartungen, die mit dem Suchtmittelkonsum verbunden sind, werden oft nicht erfüllt.

„Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan, und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren.“ (V.7)

f) Der Grenzüberschreitung folgte die Scham.

„... und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze.“ (V.7) 

g) Ehemals gute Beziehungen werden beeinträchtigt und zerstört.

„Und Adam versteckte sich mit seinem Weibe vor dem Angesicht Gottes ...“ (V.8) „Und er sprach: Ich hörte dich im Garten und fürchtete mich.“ (V.10)

h) Schuld wird nicht eingestanden, sondern abgewälzt. Verantwortung wird geleugnet.

„Da sprach Adam: „Das Weib, das du mir zugesellt hast, gab mir von dem Baum und ich aß.“ (V.12)  „Das Weib sprach: „Die Schlange betrog mich, so dass ich aß.“ (V.13)

i) Die Folgen sind ein Leben in Mühsal und letztlich der Tod.

„Im Schweiße deines Angesichts  sollst du dein Brot essen, bis du wieder zur Erde werdest, davon du genommen bist.“ (V.19)

j) Zugleich gibt Gott den ersten Hinweis auf den kommenden Erlöser.

„Ich will Feindschaft setzen zwischen dir (der Schlange) und dem Weibe und zwischen deinen Nachkommen und ihrem Nachkommen (Singular!); der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.“ (V.15)“

(in Manuskript zur Veröffentlichung in „Befreiende Wahrheit, Zeitschrift für Seelsorge und Christliche Therapie, Kitzingen, 1966)

Betrachtet man die Erzählung aus diesem Blickwinkel, erkennt man, dass viele der späteren Ausführungen der Bibel zum Suchtmittelmissbrauch und seinen Folgen hier schon im Keim enthalten sind. Aber der Reihe nach.

Beim Umgang mit Suchtmittel lässt sich unterscheiden  zwischen „Gebrauch“, „Missbrauch“, „Abhängigkeit/Sucht“ und „Abstinenz. Die Definitionen, was das ist,  sind vielfältig und in den Übergängen fließend. Ich möchte mit „Gebrauch“ die sinnvolle und hilfreiche Verwendung  von Dingen im Einklang mit der langfristigen persönlichen, sozialen und geistlichen Weiterentwicklung bezeichnen. „Missbrauch“ bedeutet für mich ein sich selbst und/oder andere schädigender Konsum. „Sucht oder Abhängigkeit“, ich verwende diese Begriffe weitgehend synonym, sind für mich dadurch charakterisiert, dass fortgesetzt oder periodisch ein dringendes bis unbezwingbares Verlangen besteht, sich bestimmte Substanzen im schädlichen Maß zuzuführen. Und unter „Abstinenz“ verstehe ich die freiwillige und bewusste Entscheidung zur völligen Enthaltsamkeit von einer Sache. Zu allen vier Formen  des Umgangs mit Suchtmitteln finden sich zahlreiche Aussagen in der Bibel. Allerdings nennt  sie an Suchtmitteln  hauptsächlich „Wein „ und „starkes Getränk“, womit Bier oder vergorene Fruchtsäfte gemeint sind, da die Destillation von Alkohol erst im Mittelalter entdeckt wurde.

Destruktive suchtartige Verhaltensweisen wie z.B. „Fressen“, „Saufen“, „Hurerei“ oder „Habgier“ werden ebenfalls erwähnt. 

Friedemann Alsdorf schreibt: „In der Bibel finden sich zahlreiche Beispiel eines positiven, von Gott bejahten Gebrauchs von Wein und starkem Getränk. Brot, Wein und Öl waren in der biblischen Zeit die drei Hauptnahrungsmittel (2.Chr. 2,9; Ps. 104,14. +15). Der Wein wird als Gottesgabe gerühmt (Pred.9, 7) , gehört als Trankopfer zu jedem Brandopfer (2.Mos.29,38-41) und ist ein Bestandteil der Festfreude des Gemeinschaftsmahls vor dem Herrn:

5.Mose 14,26: „ ...und gib das Geld für alles, woran dein Herz Lust hat, es sei für Rinder, Schafe, Wein, starkes Getränk oder für alles, was dein Herz wünscht, und iss dort vor dem Herrn, deinem Gott, und sei fröhlich, du und dein Haus.“

Wein wird auch als Heilmittel verwendet (Luk.10, 34; 1.Tim.5,23). Selbst die betäubende Wirkung des Alkohols wird in bestimmten Extremfällen gutgeheißen:

Spr.31, 6 +.7: „Gebt starkes Getränk denen, die am Umkommen sind, und Wein den betrübten Seelen, das sie trinken und ihres Elends vergessen und ihres Unglücks nicht mehr gedenken.“

Folglich wurde den Verurteilten  vor der Kreuzigung ein Betäubungstrank gereicht. Jesu Ablehnung dieses Trankes beruhte nicht auf einer grundsätzlichen Ablehnung von Wein, sondern bietet den Hinweis, dass er das Leiden der Kreuzigung bis zuletzt unvermindert auf sich nahm. Im Unterschied zu Johannes dem Täufer hat Jesus nämlich Wein getrunken (Mt.11, 19). Nach Mk.2, 18-22 hat er sein Tun begründet: solange der Bräutigam da ist, ist Freudenzeit. Auch ist das erste öffentliche Wunder das Jesus tut, die Verwandlung von Wasser in Wein  auf der Hochzeit zu Kana (Joh.2, 2-11). Im Abendmahl setzt er den Wein mit seinem Blut gleich. ... 

Die Autoren der Bibel unterscheiden scharf zwischen Gebrauch und Missbrauch alkoholischer Getränke. Im Gegensatz zu den umgebenden antiken Kulturen (Hathorkult bei den Ägyptern, Dionysoskult bei den Griechen) lehnen sie den Rausch und die Ekstase radikal ab. „Der Rausch ist nicht Göttliches Gott ist viel zu gewaltig, als dass er sich eines Mittels bedienen müsste. Gott teilt sich seinem Volk direkt mit, indem er es führt und lenkt. Seine Taten sind wirkliche Taten, keine rauschhaften Einbildungen. Außerdem ist Gott sehr nüchtern. Er mag klare Verhältnisse. Rausch verwirrt, öffnet der Sünde Tür und Tor, ist Teil des Bösen.“ (Brunner, Heinz: Seelsorge mit Alkoholabhängigen: Begleitung – Beratung - Therapie. Mainz 1990, S.14,f)

Im Volk Israel wurde jedoch vielfach das rechte Maßhalten im Trinken versäumt; vor solchem Missbrauch wird oft und eindringlich gewarnt (Spr.31, 4.5; Am.6, 1-7).

Spr.20, 1: „Der Wein macht Spötter, und starkes Getränk macht wild: wer davon taumelt, wird niemals weise.“

In der Schilderung von Einzelpersonen finden sich Beispiele für Alkoholmissbrauch und seine Folgen bei Noah (Bloßstellung und Verfluchung des jüngsten Sohnes, 1.Mos.9,20-25). Lot (Inzest, 1.Mos.19, 31-38) und Belsazar (Entweihung der Tempelgefäße und Tod, Dan.5).

In den Briefen des NT wird die Trunkenheit als etwas bezeichnet, das zum Wesen des unerlösten Menschen gehört. (Gal.5,21; Röm.13,13):

1.Petr.4,3 +4: „Denn es ist genug, dass ihr die vergangen Zeit zugebracht habt nach heidnischem Willen, als ihr ein Leben führtet in Ausschweifung, Begierden, Trunkenheit, Fresserei, Sauferei und gräulichem Götzendienst. Das befremdet sie, dass ihr euch nicht mehr mit ihnen stürzt in dasselbe wüste, unordentliche Treiben, und sie lästern.“

Unter der Aufzeichnung der Werke des Fleisches in Gal.5, 19 – 21 findet sich ferner das Wort „pharmakeia“, das in etwa bedeutet: „Bewusstseinsveränderung durch Drogen“ (bei Luther übersetzt mit „Zauberei“).

Paulus tadelt die Korinther, weil sie den Gemeinschaftscharakter des Herrenmahls aufheben, indem die Reichen sich von den Armen absondern und die einen hungern, während die anderen im Überfluss schwelgen und sich am Wein berauschen. „Wichtig dabei ist, - was wohl im Gegensatz zu dem auch in Korinth verbreiteten Dionysoskult gesagt wird – dass Weinrausch und Herrenmahl nicht zu vereinbaren sind.“ (Peisker, Heinrich: „methä ...“ (Rausch) in Kittel, a.a.O., Bd. IV, 1942, S. 553). Am klarsten wird der Trennungsstrich zwischen urchristlichem Pneumatikertum und hellenistisch-orgiastischem Enthusiasmus in Eph.5, 18 gezogen:

Eph. 5,18: „Und sauft euch nicht voll Wein, woraus ein unordentliches Leben folgt, sondern lasst euch vom Geist erfüllen.“

Gerade mit der Nüchternheit und Wachsamkeit, die die Haltung der Christen in Erwartung der Wiederkunft Jesu sein soll, lässt sich der Rausch nicht vereinbaren:

Luk.21, 34: „Hütet euch aber, dass eure Herzen nicht beschwert werden mit Fressen und Saufen und mit täglichen Sorgen und dieser Tag nicht plötzlich über euch komme wie ein Fallstrick.“ (vgl. Luk.12, 42 – 46)

1.Thess.5, 7 + 8: „Denn die schlafen, die schlafen des Nachts, und die betrunken sind, die sind des Nachts betrunken. Wir aber, die wir Kinder des Tages sind, wollen nüchtern sein, angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil.“

Alkoholmissbrauch ist daher unvereinbar mit einer Leitungsfunktion in der Gemeinde. In Fortführung der Linie des Alten Testaments (Spr.31, 4+5) sollen Leiter und selbst Helfer in der Gemeinde  keine Weinsäufer sein (1.Tim.3, 3+8; Tit. 1,7).

Spr.31, 4+5: „Nicht den Königen, Lemuel, ziemt es, Wein zu trinken, nicht den Königen, noch den Fürsten starkes Getränk! Sie könnten beim Trinken des Rechts vergessen und verdrehen die Sache aller elenden Leute.“

1.Tim.3, 8 : „ Ebenso die Diener: ehrbar, nicht doppelzüngig, nicht vielem Wein ergeben, nicht schädlichem Gewinn nachgehend ...“  

Paulus gebraucht hier die Worte „paroinos“ (ein dem Wein Ergebener) bzw. „oino pollo prosechontas“ (vielem Wein ergeben). Hiermit unterscheidet er den Vieltrinker und damit Suchtgefährdeten vom süchtigen, ständig berauschtem „methysos“ (Trunkenbold), der aus der Gemeinde auszuschließen sei (siehe unten).

Dass gehäufter Missbrauch zu einem Wiederholungszwang, zu Gefangenschaft und letztlich zum Tod führt, zeigen die biblischen Autoren mit drastischen Worten:

Spr.23, 29-35: „Wo ist Weh? Wo ist Leid? Wo ist Zank? Wo ist Klagen? Wo sind Wunden ohne jeden Grund? Wo sind trübe Augen? Wo man lange beim Wein sitzt und kommt, auszusaufen, was eingeschenkt ist. Siehe den Wein nicht an, wie er rot ist und im Glase so schön steht. Er geht glatt ein, aber danach beißt er wie eine Schlange und sticht wie ein Otter. Da werden deine Augen seltsame Dinge sehen, und dein Herz wird Verkehrtes reden, und du wirst sein wie einer, der oben im Mastkorb liegt. „Sie schlugen mich, aber es tat mir nicht weh: sie prügelten mich, aber ich fühlte es nicht. Wann werde ich aufwachen. Dann will ich´ s wieder so treiben.“

Jes.28, 7b –13: „Priester und Propheten sind toll vom starken Getränk, sind vom Wein verwirr, sie sind toll beim Weissagen und wanken beim Rechtsprechen. Denn alle Tische sind voll Gespei und Unflat an allen Orten! „Wen“, sagen sie, „will der denn Erkenntnis lehren? Wem will er Offenbarung zu verstehen geben? Denen, die entwöhnt sind von der Milch, denen, die von der Brust abgesetzt sind? „Zawlazaw zawlazaw, kawlakaw, kawlakaw, hier ein wenig, und da ein wenig!“...  Darum soll auch des HERRN Wort an sie ergehen: „Zawlazaw zawlazaw, kawlakaw, kawlakaw, hier ein wenig und da ein wenig“,  dass sie hingehen und rücklings fallen, zerbrochen, verstrickt und gefangen werden.“

Paulus fordert die Aufhebung der Gemeinschaft, wenn jemand, der sich Bruder nennen lässt, ständig berauscht ist.

1.Kor.5, 11: „Vielmehr habe ich euch geschrieben: Ihr sollt nichts mit einem zu schaffen haben, der sich Bruder nennen lässt und ist ein Unzüchtiger oder ein Geiziger oder en Götzendiener oder ein Lästerer oder ein Trunkenbold („methysos“, ein ständig Berauschter) oder ein Räuber; mit so einem sollt ihr auch nicht essen.“

Viele Ausleger haben diese Worte missverstanden: Paulus habe eben nicht gewusst, dass Sucht eine Krankheit sei. Auf dem Hintergrund der heutigen Erkenntnis über die Intervention der Sucht gewinne diese Worte jedoch eine überraschende Aktualität und Brisanz: Solange der Alkoholiker noch ungebrochen weitertrinkt, versucht man, durch gestufte Verweigerung von Hilfe bis hin zum Ausschluss aus der Gemeinschaft (Kündigung im Betrieb, Trennung von der Familie) einen konstruktiven Leidensdruck zu erzeugen, der zum Ausstieg aus der Sucht motiviert. Für diesen -  aber nur für diesen -  Fall bleibt ein Hilfsangebot erhalten. Kann nicht auch ein Gemeindeausschluss (vgl. Mt.18, 15-17) solch ein Schritt zur Schaffung konstruktiven Leidensdrucks sein – insbesondere als zweite Stufe nach dem oben erwähnten Entzug von Leitungsämtern? Er würde es verunmöglichen, das Problem innergemeindlich totzuschweigen und so zu tun, als wäre nichts, wie es bei Suchtkranken so oft (und zu ihrem Schaden) geschieht. Er würde im Übrigen die Gemeindeglieder nicht von der Verantwortung entbinden, dem „verlorenen Schaf“ nachzugehen. Jesus hat die Zöllner und Sünder aufgesucht – nicht um sie in ihrer Lebensweise zu bestätigen, sondern um sie (neu) zu gewinnen.      

Trunkenbolde haben keinen Anteil am Reich Gottes:

1.Kor.6, 9b –10: „Lasst euch nicht irreführen! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Knabenschänder, Diebe, Geizige, Trunkenbolde („metysoi“), Lästerer oder Räuber werden das Reich Gottes ererben.“

Der Begriff „methysos“ leitet sich direkt von „methä“  (dem Rausch) her. Der Rausch stellt das Wesensmerkmal  des „methysos“ dar: er lebt im Rausch und für den Rausch, und dieser ist sein Götze. In diesem Zustand kann er das Reich Gottes nicht erben (vgl. 2.Mose 20,3; Mt. 6,24). Nach einer Bekehrung findet jedoch eine grundlegende Veränderung statt, die selbst dann noch trägt, wenn der Betreffende massiv rückfällig wird: Der Rausch macht nicht mehr den Spaß, den er früher bereitete, es bleibt die unüberhörbare Stimme des Geistes, aufzuhören und zu Gott zurückzukehren. Für solch einen Menschen  ist der Begriff „methysos“ nicht mehr im vollen Sinne anwendbar, da trotz aller Schwachheit bereits etwas anderes sein leben prägt. Die in diesem Punkt ebenfalls schwache Gemeinde in Korinth empfängt dann auch in der Fortsetzung des Textes einen wunderbaren Zuspruch von Paulus:

1.Kor.6,11: „Und solche sind einige von euch gewesen. Aber ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.“  

Auf dem Hintergrund  des verbreiteten Missbrauchs setzen bestimmte Personen und Personengruppen im Alten und Neuen Testament mit bewusster Abstinenz Zeichen des Glaubens in einer gottlosen Umgebung:

* Die diensttuenden Priester durften weder Wein noch starke Getränke trinken (3.Mose 10,9). 

* Nasiräer (Menschen, die sich Gott geweiht hatten) enthielten sich von Wein und  Weintrauben in jeder Form (4.Mos. 6, 3-4; Ri.13, 4).

* Die Rechabiter (Nachkommen Jonadabs, des Sohnes Rechabs) tranken keinen Wein und gaben damit ein Vorbild des Gehorsams ab (Jer.35).

* Wie die Nasiräer nahm auch Johannes der Täufer keinen Wein zu sich  (Luk.1, 15; 7,33).

Paulus empfiehlt unter Umständen die gänzliche Enthaltung von Fleisch und Wein, wenn der schwache Bruder (z.B. ein Alkoholiker) am Essen und Trinken Anstoß nimmt.

Röm.14, 21: „Es ist besser, du isst kein Fleisch und trinkst keinen Wein und tust nichts, woran sich dein Bruder stößt.“

Das Motiv soll nicht schlechtes Gewissen sein (Kol. 3,16), sondern die Liebe, die niemand zur Sünde verführen will (Röm.14, 15)“

Soweit Friedemann Alsdorf. (wie oben) Was soll ich dem noch hinzufügen? Ich  habe schnell gemerkt, dass ich, mit der Bibel in der einen und dem Joint in der anderen Hand,  nur ein wenig vertrauenswürdiger Zeuge für die freimachende Liebe meines Heilands sein konnte. Mein Freund Franz -  sein Lebenszeugnis findest du im Buch „Franz, Freaks and Friends“ - war sein halbes Leben (mehr als 20 Jahre) auf Heroin. Als er zu Jesus fand und von Hartdrogen frei wurde hat er zunächst gedacht, er hätte eine Lizenz zum Kiffen, aber selbst ihn hat Gottes Geist dann schnell überführt, auch mit Cannabis und Tabakrauchen aufzuhören.       

1.Kor. 6,19, frei übersetzt:  „Oder habt ihr vergessen, dass euer Körper wie ein Tempel für die Kraft des heiligen Geistes ist, der euch von Gott geschenkt wurde? Ihr gehört euch nicht  mehr selbst. Ihr seid teuer erkauft. Hey, geht darum mit Euren Körpern so um, dass es Gott Ehre macht  und er sich darüber freut!“

Joe  

 

 

 

 

 

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 7. April 2009 )